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Elena Browers „Die Kunst der Aufmerksamkeit”
Bild: www.artofattention.com

Elena Browers „Die Kunst der Aufmerksamkeit”

Von Christina Lobe

Was ich NICHT mag, sind sterile Asana-Bilder mit ein paar Ausrichtungs-Anmerkungen. Das langweilt mich. Ein gutes Yoga-Buch sollte immer die Ganzheitlichkeit der Yoga-Praxis ansprechen. Gerne lese ich zum Beispiel "Four Desires" von Rod Stryker oder die Bücher von Sally Kempton, also eher Philosophie, aber auch Gita S. Iyengars "Yoga für die Frau" mag ich sehr.

„Die Kunst der Aufmerksamkeit” von Elena Bower ist ein Buch, das angenehm heraussticht unter den deutschsprachigen Yogabücher, das über die Matte hinaus inspiriert.

Ich lernte Elena 2013 bei ihrem Workshop in Berlin zum Erscheinen der deutschen Ausgabe ihres Buches (Originaltitel: „Art of attention“) persönlich kennen. Es war Elenas Persönlichkeit, die mich neugierig auf ein weiteres Yoga-Buch machte. Sie ist erfrischend direkt, fast gnadenlos offen, erstaunlich umsichtig, unterstützend und sehr echt. Ihr klarer Blick kennt keine Umwege. Ihrem Anspruch immer wahrhaftig zu sein und Schönheit in die Welt zu bringen, wird sie auch in ihrem Buch mehr als gerecht.

Elenas Coaching-Hintergrund und ihre Arbeit der persönlichen Weiterentwicklung durch aufmerksames Selbst- Beobachten wird in „Die Kunst der Aufmerksamkeit” sympathisch aufgegriffen. Das Buch drängt nicht, möchte den Leser nicht verändern, sondern berührt und lädt ein, in eine eigene Erfahrungswelt.

Der Inhalt ist in drei Themen gegliedert mit einer entsprechenden Asana-Abfolge. Die Sequenzen sind mit Strichmännchen leicht verständlich dargestellt und mit ästhetisch wunderschöne Fotografien ergänzt. Es bleibt Raum, die Abfolgen zu verändern, Notizen zu machen und es wird bewusst zur Kontemplation angeregt. Der Leser wird aufgefordert mitzumachen statt zu konsumieren, weiterzudenken statt zu imitieren; quasi ein Yogatagebuch zu führen.

Co-Autorin Erica Jago hat ihr Wissen über Yoga, Grafik und Design wunderbar eingebracht, so dass diesen Buch nicht einmal gelesen weg gelegt wird; sondern gerne auf dem Schreib- oder Couchtisch liegen bleiben darf.  Erica wird im Juni 2015 nach Berlin kommen und ich freue mich sehr, diese kreative Person persönlich kennen zu lernen.

„Die Kunst der Aufmerksamkeit“ ist eine wahre Bereicherung meines Bücherregals und ich würde es immer weiter empfehlen und weiter schenken.

Hier geht's zur Website zum Buch.

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