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Alptraum Schlaflosigkeit: Wie Yoga hilft

Von Kristin Rübesamen

Tief und fest zu schlafen, Schönheitsschlaf, Siesta, Partynap, Dornröschenschlaf, der Leichtschlaf, der Tiefschlaf, der Traumschlaf- unzählige Mythen ranken sich um die zweitschönste Nebensache der Welt und belegen die Kraft und den Quell der Erholung, die im Schlaf liegen. Doch längst ist der Schlaf nicht mehr selbstverständlich.

In Zeiten, wo wir ständig erreichbar sein müssen oder wollen, unter Zeitdruck arbeiten, unsere Tage so effizient wie möglich vollpacken, gelingt uns nach getaner Arbeit ausgerechnet das nicht, was wir dringend bräuchten, um zu regenerieren: Abschalten.

Obwohl uns im Grunde nicht mehr abverlangt wird, als uns hinzulegen und die Augen zu schließen, – wir müssen nichts verkaufen, nicht gut aussehen, keine Kundentermine abwickeln, nicht auf den Rückruf des Steuerberaters warten- , leiden immer mehr Menschen unter einer quälenden Ruhelosigkeit.

Der durchschnittliche Deutsche braucht etwas eine Viertelstunde jede Nacht, bis er einschläft. Er schläft sieben Stunden und acht Minuten lang und ist im europäischen Vergleich eher ein Frühaufsteher und Mittagsschläfer. Trotzdem leidet er tagsüber unter Müdigkeit. Schläfriger fühlen sich nur die Engländer.

Manche der Patienten, die in Schlafkliniken wandern, hören nachts ganze Hörbücher, weil sie nicht schlafen können. Ihr Schlafmangel wirkt sich nicht nur auf ihre Konzentration aus, sondern auch auf ihr soziales Leben. Abends sind sie zu müde, um Freunde zu treffen oder mit ihrem Partner etwas zu unternehmen. Ihr Stoffwechsel, ihr Immunsystem leiden, sie neigen zu Übergewicht und Stimmungsschwankungen, sind anfälliger für Infekte und haben ein erhöhtes Risiko, chronisch zu erkranken.

Noch wissen die Forscher nicht, wie Schlaflosigkeit entsteht, und wie sie geheilt werden kann. Das Einzige, was klar ist, dass Menschen wie alle Säugetiere und Vögel schlafen müssen, um gesund zu bleiben. Wenn das Gehirn keine Chance hat, die gesamten Eindrücke des Tages, gespeichert in Form von synaptischen Verbindungen, einzuordnen und zu reduzieren, kann es nicht lernfähig bleiben. Dennoch kann man von der Schlafdauer nicht auf die Leistungsfähigkeit der Menschen Rückschlüsse ziehen. Manche Menschen kommen tatsächlich mit weniger Schlaf aus.

Abstand zu dem nehmen, was am Tag passiert ist, nicht direkt vom Computer aufstehen und ins Bett gehen, und nicht bis zur letzten Sekunde vor dem Fernseher zu sitzen, sind sicher gute Ratschläge, um Ruhelosigkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Yogis dagegen wissen, dass eine regelmässige Praxis diese Funktion viel besser ausfüllen kann. Besonders die Umkehrhaltungen gegen Ende der Stunde, ein ausgedehnter Schulterstand, helfen dabei, die Nacht gut durch zu schlafen.

Darüber hinaus üben wir im Yoga ganz entscheidend in Savasana, der Totenstellung, wie es ist, loszulassen. Auch von Ansprüchen an die perfekte Nachtruhe.

Wir erfahren dass das, was wir denken, wichtiger ist als das, was ist. Weshalb wir, falls wir mal eine schlaflose Nacht haben, nicht in Panik geraten, sondern denken: Wunderbar, mein Körper ruht sich aus. Ich bleib noch etwas liegen.

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