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Bild: shutterstock.com

Uddyana Bandha: Bauch rein!

Von Kristin Rübesamen

Bandhas - Geheime Energiewächter

 
Bandhas haben etwas mit Energie zu tun. Sie helfen dabei, Energie zu lenken und genießen, weil es im Yoga zentral um Prana („Lebensenergie“) geht, entsprechend hohes Ansehen. Auf anatomischer Ebene können wir sie uns als Muskelkontraktionen vorstellen, die bestimmte Asanas physisch aber auch energetisch in ihrer Wirkung unterstützen.

Für die Ausübung von Pranayama (Atemübungen) ist das korrekte „Setzen“ von Bandhas ebenfalls wichtig. Der große Yoga-Lehrmeister BKS Iyengar behauptet sogar in seinem Buch-Klassiker „Licht auf Yoga“: „ohne Bandhas ist Pranayama tödlich“.

In jedem Fall aber verweisen Bandhas auf eine subtilere Energie, als wir sie uns zunächst vorstellen können. Ziel ist es, Energie entlang der Wirbelsäule in einem zentralen Energiekanal, genannt Sushumna Nadi, und yogischen Hauptmeridian nach oben zu bewegen. Bandhas, wörtlich übersetzt mit „Siegel“ oder „Verschluß“, sorgen dieser Vorstellung nach wie Schleusen dafür, dass die Energie immer weiter gelenkt wird.

Die vier wesentlichen Bandhas sind die Kontraktion der Beckenboden-, Damm- und Schließmuskulatur (Mula Bandha), die Bauchkontraktion (Uddyana Bandha) und die Kontraktion im Hals- und Kehlbereich (Jalandara Bandha), sowie als viertes Bandha die simultane Kontraktion aller drei Schlüsselstellen (Maha Bandha gleich großes Bandha).

Uddyana Bandha - und die Energie steigt auf

Uddyana Bandha gilt als das stärkste der drei Bandhas. Du kannst es spüren, wenn Du den Bauch leicht nach innen und oben ziehst.

Uddyana Bandha wird auch als „das, was das Apana Vayu aufsteigen lässt“ verehrt, weil es die absinkende und im Unterleib zirkulierende Apana Vayu (Energie) nach oben bringt. 

Physiologisch gesehen regt Uddyana Bandha die Verdauung an, massiert die Bauchorgane, stabilisiert den Rücken und wirkt gegen Trägheit. Zudem lernst du, das Zwerchfell bewusster wahrzunehmen.

Anleitung

Übe immer mit nüchternem Magen!

Ziehe am Ende der Ausatmung, sobald der Impuls zur Einatmung kommt, den Nabel leicht nach innen und oben. Dadurch wird die schräge und quere Bauchmuskulatur leicht angespannt.

Der Hauptmuskel, der im Uddyana Bandha eingesetzt wird, ist der Transversus Abdominus, die tiefste und horizontal angelegte Muskelschicht der Bauchmuskulatur. Während du also versuchst, diese Muskeln zu aktivieren, solltest du möglichst die darüber gelegenen Muskeln in Ruhe lassen. Wenn Du die oberen Schichten anspannst, ist es sogar kontraproduktiv und Du wirst Uddyana Bandha nicht finden können.

Tipp: Eine etwas populäre Analogie, die dir vielleicht mehr hilft, ist die Vorstellung, dich in eine enge Jeans zu zwängen, die gerade so passt.

Nicht üben solltest du Uddyana Bandha bei Entzündungen oder Verletzungen im Rumpf- und Bauchbereich, bei Asthma, bei Bluthochdruck sowie in der Schwangerschaft!

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