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Schlank mit Köpfchen: Wie du dich schlank denkst

Von Katharina Goßmann

Jahrelang dachte ich, um abzunehmen, müsste ich nur Salat essen, täglich joggen gehen und mir überhaupt alles verkneifen, was irgendwie lecker schmeckt – so stand das nun mal in der „Brigitte“ und all den anderen Zeitschriften meiner Mutter. Dann kam Yoga in mein Leben, ich begann liebevoller mit mir umzugehen, hörte mehr auf mein Körpergefühl – und dachte, um abzunehmen, müsste ich mich an die Regeln des Clean Eating halten, täglich Yoga machen und yogische Entgiftungsmethoden anwenden. 

Nun ist Yoga mittlerweile seit 15 Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens, und ich habe etwas sehr interessantes erkannt: Eigentlich ist alles Kopfsache. Ob ich glücklich oder unglücklich bin, ob ich erfolgreich bin oder nicht, ob ich schlank oder dick bin – das alles entscheidet sich letztendlich in meinem Kopf. Denn wie ich meinen Körper bewerte, wie ich meine Bedürfnisse wahrnehme, wie ich innerlich mit mir spreche, wie ich mit Herausforderungen umgehe, das beeinflusst mein ganzes Befinden, auf allen Ebenen - und in vielen Fällen auch mein Essverhalten.

Deshalb hier die vier besten Kopf-Tipps für eine schlanke Linie – Achtung: Kein einziger dieser Tricks hat etwas mit Essen, Trinken oder Sport zu tun!

1. Achtsamkeit

Achtsamkeit ist für viele Menschen eine mentale Technik, die sie während der Meditation ausüben. Für mich ist es die Kunst so häufig wie möglich wirklich anwesend zu sein. Denn wenn ich so richtig da bin, kann ich nicht nur meine Umwelt unglaublich intensiv wahrnehmen - die Schönheit in den Menschen, die Wunder in der Natur um mich herum erkennen – sondern ich kann auch bei mir sein, und bleiben, egal was passiert.

Das hat den zauberhaften Effekt, dass ich nichts esse, nur weil ich gelesen habe, dass es gesund ist, mich nicht von Werbung dazu bringen lassen, mir eine Packung Chips zu kaufen – sondern spüren kann, was mein Körper gerade braucht und das dann voller Genuss essen kann. Das ist nicht nur fanastisch für das allgemeine Befinden, sondern reduziert auf Dauer auch sehr effektiv ungesunde Essgewohnheiten. 

2. Der liebevolle Beobachter

Wir Menschen erzählen uns den lieben langen Tag selbst Geschichten – unter anderem darüber wie wir so sind. Dabei sind wir nicht selten ziemlich gemein zu uns. Diese sich endlos wiederholenden negativen Gedankenschleifen manifestieren sich häufig ganz konkret in unserem Körper. Wenn ich mir andauernd erzähle, dass ich keinerlei Disziplin habe, dass ich süchtig bin nach Süßigkeiten, dass ich eben schon immer dick war... Tja, dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass ich mich dann auch wirklich so verhalte – und dick bleibe. 

Deshalb ist Meditation so ungemein effektiv. Sie unterbricht die Gedankenschleifen und sorgt dafür, dass durch deinen Kopf ein frischer Wind bläst. Du fängst an dich beim Denken zu beobachten und identifizierst dich nicht mehr so stark mit deinen Gedanken. So schaffst du Raum, um dich zu spüren - ohne Wertung, aus einer liebevollen Grundhaltung heraus. Und das führt unweigerlich zu einem gesünderen Essverhalten.


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3. Vergleichen macht dick

Es gibt Tage, da blicke ich morgens in den Spiegel und finde mich einfach nur wunderschön. Wenn du mir in dieser Sekunde Fotos von wunderschönen Models und Schauspielerinnen vor die Nase halten würdest, würde meine Laune wahrscheinlich sehr schnell umschlagen. Vielleicht könnte ich meinen Anblick kaum mehr ertragen.

Ganz offensichtlich ist Schönheit also etwas, das je nach Rahmebedingung unterschiedlich wahrgenommen wird. Deshalb mein Tipp: Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen. Betrachte nur dich, so wie du bist. Feiere und betone deinen guten Seiten, trage Kleidung, die dir steht, pflege dich mit Liebe und Hingabe, so wie du bist.  

Wenn du zu dir stehst und dich so lebst, wie du bist, wirst du nicht nur deine wahre Schönheit sehen können und (hinter all den Essneurosen, den kneifenden Jeans) deine Traumfigur entdecken – es nimmt auch den Druck aus der Situation und sorgt so für einen entspannteren, natürlicheren Umgang mit dem Thema Essen. Die positiven Auswirkungen davon wirst du auf Dauer auf der Waage sehen.

4. Entspannt und glücklich statt Stressesser

Stress ist eine Volkskrankheit. Und so bekämpfen viele von uns verzweifelt die Dauererregung und die hektischen Verspannungen mit Methoden wie Fernsehen, Essen, Alkohol. Das wirkt alles nicht besonders gut gegen Stress - und macht zusätzlich auch noch dick.

Wenn du stattdessen regelmäßig Yoga machst, baust du effektiv Stress ab – Asanas, Pranayama, Meditation und Entspannungsübungen wie Shavasana oder Yoga Nidra sind erwiesenermaßen eine Wohltat für das moderne Nervensystem: Du kommst runter, erdest dich, findest wieder zu deiner inneren Mitte. Und kannst dir auch an den hektischsten Tagen den Bananensplit mit extra Sahne sparen...

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