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Bild: iStockphoto.com

Yoga - der sanfte Weg zur Traumfigur

Von Katharina Goßmann

Zum Thema Figur gehen die Meinungen in der Yoga-Szene auseinander. Zum einen sind die Medien voll mit Hollywood- und Pop-Stars, die ihre schlanken, straffen Körper dem Yoga zuschreiben. Zum anderen rümpfen viele Yogis die Nase, wenn es um äußere Schönheit geht – für sie ist Yoga eine Jahrhunderte alte Philosophie, die mit Hilfe körperlichen Techniken das Ziel der Erleuchtung anstrebt - und gerade eben nicht narzisstische Tendenzen bedienen sollte.

Ob man nun als Lebensziel einen perfekten Körper hat oder Erleuchtung: Fakt ist, dass viele Menschen mit ihrem Körper(gewicht) im Clinch liegen und dadurch ein gutes Maß an Lebensqualität einbüßen – und alle, die sich zu einer regelmäßigen Yogapraxis aufraffen, sehr schnell positive Veränderungen an ihrer Figur feststellen.

Im Gegensatz zu klassischen „Abnehm-Sportarten“ wie Joggen verbraucht Yoga weniger Kalorien. Eigentlich sollte man also mit Joggen leichter Gewicht verlieren als mit Yoga. Trotzdem schwören viele Yoga-Praktizierende, dass sie erst dank Yoga ihr Idealgewicht erreicht haben. Warum aber ist Yoga auf dem Weg zur Traumfigur der optimale Begleiter? Die Erklärung liegt in den vielfältigen Methoden des Yoga und ihrer Wirkung.


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In Bestform dank Muskelaufbau und Dehnung

Zum einen trainiert Yoga natürlich den Körper. Auch wenn manche Yoga-Haltungen (Asanas) von außen nicht besonders spektakulär aussehen: Viele Yoga-Übungen nutzen das Eigengewicht des Körpers oder erfordern ein gutes Maß an Balance und werden manchmal lange gehalten. Wer schon mal eine Minute auf einem Bein gestanden ist oder versucht hat, seine Arme für kurze Zeit seitlich auszustrecken, weiß, wie intensiv solche Übungen wirken.

Yoga baut also – wie gymnastische Übungen oder das Training mit Gewichten – Muskeln auf. Und wer mehr Muskeln hat, sieht schlanker aus, auch wenn das Gewicht gleich bleibt. Denn Muskeln wiegen mehr als Fett. Zudem verbrauchen sie mehr Energie als Fett, d.h. man kann mehr essen, ohne zuzunehmen – oder nimmt ab, wenn man so weiter isst wie bisher.

Yoga hat aber etliche Vorteile gegenüber anderen Sportarten. Beim Hanteltraining etwa werden relativ isolierte Muskelbereiche angesprochen (und oftmals nur zum Ende deiner Trainingseinheit kurz gedehnt), was zu starren Muskelpaketen an einzelnen Stellen führen kann.

Zudem beanspruchen etliche Sportarten, die viele Kalorien verbrauchen, wie Joggen oder Tennis, einzelne Bereiche des Körpers zu stark, und vernachlässigen andere. Yogische Haltungen dagegen kombinieren den Muskelaufbau immer mit Dehnung. Bei so gut wie allen Asanas werden gleichzeitig einzelne Muskel(partien) aktiviert und gestärkt, während andere gedehnt werden. Im Laufe einer Yoga-Klasse werden so alle Muskeln im Körper trainiert und gelängt. So entstehen beim Yoga lange, schlanke Muskeln, ein flexibler Körper - und auch die Haltung verbessert sich deutlich durch das ausgeglichene Rundum-Training.

Die einzelnen Yoga-Stile unterscheiden sich allerdings stark in der Intensität der körperlichen Übungen: Wer täglich 90 Minuten lang die körperlich sehr anspruchsvolle Ashtanga Yoga-Abfolge übt, kann tatsächlich innerhalb von Monaten einen Hollywood-geeigneten Traumkörper vorweisen. Wer dagegen ein Mal pro Woche Hatha Yoga übt, muss sich mit subtileren Veränderungen zufrieden geben – eine bessere Haltung, eine gestraffte Silhouette, kraftvollere Bewegungsabläufe.

Positiv an den unterschiedlichen Yoga-Stilen ist, dass es für alle Menschen, für jedes Alter und jedes Fitness Level, die passende Yoga-Art gibt. Joggen, Tennis und Krafttraining dagegen kommen nicht für alle in Frage.

Yoga reduziert emotionales Essen

Viele Menschen essen, weil sie sich etwas Gutes tun wollen. Süßes und Salziges sind bei vielen als Belohnung gespeichert und mit positiven Gefühlen verbunden. Diese Gefühlsassoziation steht oft in traurigem Kontrast zur Realität: Nach dem Zucker-High folgt der energetische Zusammenbruch, von Blähungen, Verstopfung, Reizdarmsyndrom und ähnlichem ganz zu schweigen. Und wer dauerhaft zu viel isst, wird früher oder später unter Übergewicht leiden.

Im Yoga wird viel Wert darauf gelegt, den eigenen Körper, aber auch die eigenen Gefühle achtsam wahrzunehmen – ganz ohne zu bewerten oder zu verändern: Wie geht es mir heute? Bin ich müde, traurig, aufgedreht? Durch diesen intensivierten Kontakt mit dem eigenen Körper können Menschen, die regelmäßig Yoga üben, auch im Alltag besser wahrnehmen, was sie wirklich brauchen - vielleicht eben nicht eine Tafel Schokolade, sondern eine Pause oder ein aufbauendes Gespräch.

Ein anderer Grund für emotionales Essen sind Stress und Überforderung. Kurzfristig gesehen ist das keine schlechte Idee, denn Essen beruhigt die Nerven. Leider hat diese Strategie zwei Nachteile: sie ist alles andere als gut für die Figur – und sie baut leider die Stresshormone nicht ab. Da kommt Yoga ins Spiel. Yoga kombiniert Bewegung mit tiefer Atmung sowie Meditations- und Entspannungseinheiten. Eine optimale Kombination, um Stress abzubauen: Die Bewegung baut die Stresshormone ab, die tiefe Atmung beruhigt die Nerven, die Meditation sorgt dafür, dass mal kurz nicht die To Do-Liste drohend vor dem inneren Auge schwebt. Und die Entspannungseinheiten verfestigen diesen Effekt und bieten eine Art Kurzerholung von den Strapazen des hektischen Tages. Wer regelmäßig Yoga übt, wird merken, dass dieser umfassende und kontinuierliche Stressabbau immer deutlicher Wirkung auf das (Ess-)Verhalten zeigt.

Yoga reguliert das Hungergefühl

Sportarten wie Squash verbrauchen sehr viel Energie. Im Hinblick auf ein entspanntes Essverhalten ist das aber eher kontraproduktiv: Denn intensive, auf Schnelligkeit und extreme Belastungen ausgelegte Sportarten verbrauchen allen im Blut verfügbaren Zucker, sorgen so für Unterzuckerung - und damit Heißhunger.

Beim Yoga dagegen wird vergleichsweise wenig Energie eingesetzt. Ein Ziel beim Yoga ist eine gleichmäßige, tiefe, ruhige Atmung – wer auch bei herausfordernden Übungen wie dem Sonnengruß (bei dem mehrere Haltungen in schneller Abfolge fließend verbunden werden) ruhig atmen kann, weiß, dass er sich nicht überfordert, sondern genau mit der richtigen Intensität übt. Und in den einzelnen Positionen werden immer nur die Körperbereiche aktiviert, die gebraucht werden – alle anderen werden bewusst entspannt. Die innere Haltung bleibt dabei relaxed: Ich beobachte, was heute geht und was nicht geht, aber ich bewerte es nicht, zwinge mich zu nichts und mache Pausen, wenn ich sie brauche.

Kurz gesagt: Beim Yoga wird nicht gekämpft. Deshalb ist man nach dem Yoga auch nicht abgekämpft - und muss sich nicht voller Heißhunger auf die nächste Pizza stürzen. Viele Yogis berichten vielmehr, dass sie sich nach herausfordernden 90-Minuten-Yogasequenzen kraftvoller und entspannter fühlen als zuvor, und keinen Hunger verspüren.

Yoga entgiftet und strafft

Ein wunderbarer Nebeneffekt des Yoga ist die entgiftende Wirkung. Zum einen wirken Drehhaltungen wie der Drehsitz Ardha Matsyendrasana entschlackend, da sie die Verdauung aktivieren. Eine reibungslos funktionierende Verdauung ist essentiell, um Giftstoffe schnell auszuscheiden und Gifte, die aufgrund einer trägen Verdauung entstehen, zu verhindern. Aber auch etliche Atemübungen des Yoga helfen dem Körper beim Ausscheiden von Giftstoffen: Bei Kapalabhati, dem sogenannten Feueratem, etwa wird rhythmisch ausgeatmet und dabei der Bauch eingezogen - so werden Giftstoffe über den Atem ausgeschieden, zudem wird ebenfalls die Verdauung angeregt und die Bauchmuskeln werden gestärkt. Es gibt sogar Gerüchte, dass Kapalabhati das Bauchfett zum Schmelzen bringt!

Ein entgifteter, entschlackter Körper aber sieht nicht nur straffer aus, sondern fühlt sich auch leichter, fitter und agiler an – und ist damit ein echter Motivator auf dem Weg zur individuellen Traumfigur.

Yoga fördert die Selbstakzeptanz

Yoga entgiftet aber nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Denn manchmal gibt es nur ein Hindernis, das uns davon abhält, eine gute Figur zu haben: unser liebloser, überkritischer Blick.

In so gut wie jeder Sportart gibt es ein festgesetztes Ziel: möglichst schnell zu laufen, den Ball ins Tor zu schießen, den Gegner zu übertrumpfen. Im Yoga dagegen geht es nicht darum, etwas zu können. Vielmehr bietet Yoga die Möglichkeit, in liebevollen Kontakt mit dem eigenen Körper zu treten, sich auf allen Ebenen zu erfahren, sich auszuprobieren, den Mut zu entwickeln, eigene Grenzen zu erweitern – oder einfach anzuerkennen. Wer im Yoga übt, sich selbst anzunehmen, die eigenen Bedürfnisse achtsam wahrzunehmen und aufhört sich mit anderen zu vergleichen, kann das irgendwann auch im Alltag.

Und das hat positive Auswirkungen auf das Essverhalten. Nach Dutzenden von Diäten und absurden Ernährungsregeln, nach Hunger- und Fressattacken, nach Gewichtsschwankungen im zweistelligen Bereich wird es wieder möglich, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und genussvoll das zu essen, was dem Körper gut tut. So kehrt Stück für Stück Normalität und Entspannung ins Essverhalten zurück – und davon profitiert auch die Figur.

 

Dieser Artikel ist in leicht gekürzter Form in der Frühjahrsausgabe 2016 der  Happy Way  erschienen.

 

Mach dich fit und fühl dich wohl mit den tollen Yoga Videos der Bikini Challenge: 

 

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