Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.
Large mag yandala
Bild: yandala.de

Yandala Künstlerin Yvonne Lamberty: Total legal

Von Kristin Rübesamen

Für alle, die Jimi Hendrix-Poster an der Wand haben: Was ist ein Mandala?

Wahrscheinlich haben „Mandalas“ mit Jimi Hendrix eine einzige Gemeinsamkeit. Sie sind unsterblich. Die ersten Mandalas gab es sogar schon in der Steinzeit. Die Namensgebung kommt allerdings aus dem alten indischen Sanskrit. Ein Mandala beinhaltet immer eine gleichbleibende Symbolik, die um eine Mitte angeordnet ist. Meistens in Form eines Kreises. Mandalas wurden in verschiedenen Kulturen speziell für religiöse Zwecke benutzt. Grund dafür muss wohl die Magie der Ursymbolik sein. Denn wie das Leben, entsteht alles aus einem Zentrum - einen klitzekleinen Teil - und beginnt zu blühen. Somit finden wir die Mandala-Symbolik auch in der Natur wieder wie z.B.  bei Blumen und Pflanzen.

Und was ist ein Yandala?

Jimi Hendrix kreierte einen völlig neuen Ausdruck auf der E-Gitarre und erfand sphärisch klingende Sounds durch neue Spielweisen.  Ein yandala ist auch ein völlig neuer Ausdruck der Mandala-Malerei. Denn yandalas sind Mandalas mit besonderen Fähigkeiten: Sie leuchten aus ihrem Inneren. Auch die filigrane handgemalte Symbolik, in Verbindung mit den sanft ineinander übergehenden Farbharmonien, ist ein
weiteres charakteristisches Merkmal. Und zu guter Letzt: Einige yandalas wird man in Zukunft nicht nur sehen, sondern auch hören können. Gerade ist das erste yandala „Light Up The World“ auch als Song rausgekommen. Sogar Textzeilen finden sich im Bild wieder.

Was kann ein Mandala/Yandala, was ein Jimi Hendrix-Poster nicht kann?

Es wirkt beruhigend und zentrierend auf den Betrachter. Das Auge nimmt die Harmonie der Geometrie auf und der Blick wird automatisch ins Zentrum geführt. Schon der bekannte Tiefenpsychologe Carl Gustav Jung fand heraus, dass ein Mandala die Kraft haben kann, den Betrachter mit seiner Intuition zu verbinden, damit das Unbewusste an die Oberfläche treten kann um sich mitzuteilen. Ich bin der Meinung, dass wenn wir uns mit den Kräften unserer Intuition verbinden, wir einen unermesslichen Schatz von Antworten unseres Seelenplans finden. Ein mandala/ yandala berührt über den Seh-Sinn das Unbewusste des Betrachters und kann den Zugang zu dieser Quelle öffnen.

Sieht trotzdem ein bisschen nach LSD aus, das Ergebnis, oder? Weshalb wir fragen müssen: In welchem Zustand malst du?

Meine schon in Kindheitstagen ausgebrochene Kreativität war und ist bis heute der schönste „Rausch“ für mich. Ich kenne mich mit LSD nicht aus, habe aber eben bei Google nachgelesen, dass diese Droge wohl die Sinne verschärft. Das ist bei mir in der Tat schon angeboren. Ich bin Synästhetikerin. Meine Sinne sind untrennbar miteinander verknüpft. Zahlen, Buchstaben, Musik und Gefühlsstimmungen nehme ich auch gleichzeitig in Farben und Formen war.  Synästhetiker sind durch diese Sinnes-Verknüpfung sehr kreativ, weil ihre „innere Welt“ kunterbunt und voller Bilder ist. Daher sind diese Menschen auch meist extrem sensibel und schnell überfordert.

Ich war 11 Jahre alt, als ich intuitiv und frei aus der Hand meine ersten Mandalas malte. Das Mandala-Malen wirkte einfach unglaublich beruhigend und zentrierend auf mich. Keiner in meiner Familie wusste was diese „Dinger“ sind und das es überhaupt eine Bezeichnung dafür gab. Das war auch unwichtig. Was viel interessanter für mich war: ich spürte schnell das diese harmonische Symbolik mich magisch anzog. Ich fand dadurch den Zugang um in meine Welt einzutauchen. Bis heute bin ich meinen Bildern meditativ ergeben, wenn ich male. Durch das innere Leuchten meiner yandalas, bewahre ich mir die Erinnerung an ein Nahtoderlebnis aus meiner Kindheit, welches mir die Begegnung mit einem so wunderschönen Licht brachte, an das ich noch heute oft ehrfürchtig zurückblicke.

Du könntest vermutlich einfach mit einem Computerprogramm arbeiten, malst aber mit der Hand. Woran erkennt man den Unterschied?

Wenn man die filigranen Symboliken im yandala ausmisst, stellt man schnell fest, dass es in der Tat komplett frei von Hand gemalt ist. Ich denke, das Auge und das Gefühl erkennen unbewusst die ungenaue Genauigkeit und empfinden das als sympathisch, natürlich und lebendig. Vermutlich würden die Bilder an Seele verlieren wenn ich die Symboliken wie Schablonen hineinkopieren würde....es tut mir schon weh, dass nur zu schreiben . Jeder Punkt und jeder Pinselstrich sind ein wichtiger Teil im Dialog meiner yandala-Reise.  

Wer kauft sich deine Bilder?

Alle, die sich mit ihrem Inneren beschäftigen und sich von meiner Kunst zu mehr Harmonie und Lebensfreude verführen lassen wollen.

Mit welcher Hoffnung hängt man sich ein Yandala auf?

Na hoffentlich nicht nur, dass es zum Rest des Mobiliar passt.

Würdest Du dich als esoterisch bezeichnen?

Ich würde mich eher menschlich als esoterisch bezeichnen. Da sind sehr viele Yvonne`s in mir. Ich kann dir sagen, dass ich an Gott und an Engel glaube und ich bete oft. Aber ich  könnte auch herrlich zu Jimi Hendrix „Vodoo Child“ abrocken.

Wird man notgedrungen esoterisch, wenn man die Popbranche überlebt hat?

Haha (laut gelacht) . Das ist eine lustige Frage. Klingt als hätte ich eine langjährige musikalische Kariere hingelegt. Hab ich mir mal gewünscht, aber der Plan war wohl erstmals ein anderer. Zum GLÜCK! Ich habe mich einfach nie verbiegen lassen wollen und zwei große Chancen im Popbusiness abgelehnt, weil mein Gefühl mir ein „Nein“ gab. Da liegt wohl der Kern der Antwort. Ich habe mein Schicksal schon immer in die Hände meiner Intuition gelegt. Es gab ganz wenige Ausnahmen und die gingen dann so schief, dass ich den Pfad der „inneren Stimme“ schnell wieder aufspürte und ihr folgte.

Ist es ein Segen, dass Du diese Branche verlassen hast, oder wärst Du lieber als Sängerin berühmt?

Es ist ein Segen, dass ich malen darf. Dessen bin ich mir jeden Tag bewusst und dankbar. Ich bin so sehr glücklich, das sich Menschen über meine Bilder freuen, dass kann ich gar nicht in Worte fassen. Wenn ich diese Menschen auch bald mit meiner Musik erfreue darf, wäre das alles „on Top“.

Dein aktuelles Lieblingslied?

„Happy“ von Pharrell Williams...macht wahninnig gute Laune und da wippt nicht nur mein Fuß mit.

Diese Videos passen zum Thema