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Bild: Shutterstock.com

5 Gründe, warum Yoga fit und stark macht

Von Katharina Goßmann

Es gibt ja Menschen, die immer noch denken, Yoga sei eine Art esoterische Entspannungsmethode. Wahrscheinlich kommt das daher, dass wir Yogis auch in den anspruchsvollsten Haltungen tief und entspannt atmen und nach dem Yoga-Unterricht bestens gelaunt und voller Energie sind.

Das bedeutet aber nicht, dass Yoga nicht unglaublich fit und stark macht! Warum aber wirkt diese vergleichsweise sanfte Bewegungsart so intensiv auf unseren Körper? Wir erklären es euch!

Yoga stärkt die Muskulatur

Bodybuilder stemmen schwere Gewichte, Marathon-Läufer legen lange Strecken zurück. Und was machen wir Yogis? Wir stehen, sitzen und liegen auf einer Gummi-Matte herum. Im Vergleich wirkt das natürlich wenig beeindruckend.

Alle, die regelmäßig Yoga üben, wissen aber: Yoga kann ganz schön anstrengend sein. Und zwar nicht nur dynamische, herausfordernde Stile wie Ashtanga Yoga oder Jivamukti Yoga, sondern auch klassische wie Hatha Yoga und Sivananda Yoga. Alleine der Sonnengruß ist, wenn er mehrmals im Einklang mit tiefer Atmung ausgeführt wird, ganz schön deftig! Zu besonderen Gelegenheiten üben manchen Yogis den Sonnengruß sogar 108 Mal – wer das durchhält, wird nie wieder behaupten Yoga sei „doch nur Entspannung“...

Zudem nutzen viele Yogahaltungen (Asanas) das Eigengewicht des Körpers – wer schon mal eine Weile in Vashistasana verbracht hat, oder im Krieger III, oder auch einfach nur seine Arme für einige Minuten seitlich ausgestreckt hat, weiß, wie schwer die eigenen Körperteile werden können...

Zudem werden bei einer 90-minütigen Yoga-Einheit so gut wie alle Muskelpartien im Körper aktiviert und trainiert. Das passiert fast automatisch, weil klassisch aufgebaute Yogastunden einem bestimmten Übungs-Muster folgen, also alle Teile des Körpers sowie alle Bewegungsrichtungen der Wirbelsäule durchgearbeitet werden, und bei allen Yoga-Übungen mehrere Muskeln gleichzeitig arbeiten. Beim Joggen oder Tennis sieht das ganz anders aus – da werden eher isolierte Bereiche des Körpers angesprochen, was Über- und Fehlbelastungen vorprogrammiert.


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Yoga dehnt die Muskeln

Dehnen – das klingt erst mal nicht nach Fitness, sondern nach Oma-Gymnastik. Deshalb lassen auch viele Hobby-Sportler (die primär auf Muskeln aus sind) die Dehn-Übungen nach dem Sport weg.

Das ist allerdings ein Fehler. Denn wie die Wissenschaft heute weiß, sind so gut wie alle unsere körperlichen Systeme über Faszien verbunden. Faszien sind Bindegewebshäute, die unsere Organe, Muskeln, Knochen, sogar unser Gehirn und das Rückenmark, umschließen. Diese Faszien aber verfilzen, wenn sie entweder einseitig belastet bzw. zu wenig bewegt werden. Und wenn das passiert, hat das unangenehme Auswirkungen: Von Verspannungen über Durchblutungsschwierigkeiten bis zu verringerter Wundheilung, Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit und chronischen Schmerzen z.B. im Rücken.

Wer sich also nicht um seine Faszien kümmert, vernachlässigt einen entscheidenden Faktor für die eigene Fitness. Und wie kümmert man sich am effektivsten um die Faszien? Ganz klar: Yoga. Beim Yoga wird der gesamte Körper so gründlich, abwechslungsreich und achtsam durchgedehnt wie bei keiner anderen Sportart - Yoga ist der perfekte Faszien-Sport. Es gibt sogar spezielles Faszien-Yoga, das noch stärker und sofort spürbar auf die Faszien wirkt.

Ach, und übrigens: Die Dehnung beim Yoga sorgt dafür, dass Yogis lange, schlanke Muskeln aufbauen, was die Körpersilhouette und den Körper effektiv formt und schön straff erscheinen lässt!

Yoga entgiftet

Nicht ganz unwichtig: Yoga wirkt entgiftend.

Wer fit und stark sein will, braucht nämlich nicht nur die entsprechenden Muskeln und ein bisschen Ausdauer. Durch Stress, Umwelteinflüsse und industriell gefertigte Nahrung nehmen die meisten von uns nämlich so viel Giftstoffe aus, dass sie unser Wohlbefinden und unsere Fitness massiv beeinträchtigen.

Wenn du also wirklich fit werden möchtest, musst du erst mal toxische Altlasten loswerden. Denn wenn dein Körper kontinuierlich mit alten Giftstoffen kämpft, ist nicht nur dein Energielevel insgesamt niedriger als es sein könnte, du bist auch anfälliger für Infekte, wirkst möglicherweise auch aufgeschwemmt und lagerst mehr Säuren im Gewebe ein (Hallo, Cellulite!), dazu kommen außerdem Falten, weil ein verschlackter Magen schlechter wertvolle Nährstoffe aus der Nahrung ziehen kann. Auch zu Blähungen, Depressionen, Haarausfall, brüchigen Nägel und ständigen Kopfschmerzen kann es kommen, wenn sich zu viel Säure und Schlacken in unserem Körper angesammelt haben. Und auf Dauer kann Übersäuerung der Nährboden für Krankheiten wie Rheuma, Arthrose und Osteoporose sein.

Aber keine Angst: Wenn du regelmäßig Yoga übst (am besten natürlich spezielles  Detox Yoga), baust du schnell schädliche Altlasten ab.

Zum einen werden beim Yoga durch das tiefe, ruhige Atmen während der gesamten Stunden, zum anderen durch konkrete Pranayama-Übungen wie Kapalabhati Giftstoffe ausgeatmet. Zudem wirken vor allem die Drehhaltungen wie Ardha Matsyendrasana entgiftend – sie aktivieren die Darmbewegungen und verbessern so die Verdauung (wodurch die Nahrungsreste  schneller ausgeschieden werden, also weniger Zeit haben Gär- und andere giftige Stoffe zu bilden). Zudem wringen die Drehhaltungen auch die Entgiftungsorgane Niere und Leber aus, versorgen sie mit neuem Blut und damit neuen Nährstoffen, so dass sie besser arbeiten können. Wer schweißtreibende Yoga-Stile übt, scheidet zusätzlich noch über die Haut Giftstoffe aus. Und dann wirkt Yoga dank Meditationen, Entspannungsübungen und natürlich durch die Bewegung stressabbauend – Stress wirkt bekanntlich stark toxisch auf den gesamten Organismus.

Yoga hilft dir, dich gut zu behandeln

Außerdem wirkt Yoga auch auf dein Leben außerhalb der Matte. Wenn du im Unterricht immer wieder angeleitet wirst, deinen Körper und seine Bedürfnisse wirklich wahrzunehmen, deine aktuelle Verfassung zu respektieren, ohne zu urteilen, wird sich diese Einstellung irgendwann auch den Rest deines Lebens positiv verändern.

Und das entspannt nicht nur und lässt dich einen liebevolleren Blick auf dich selbst entwickeln – es hat auch ganz handfeste Auswirkungen auf dein Verhalten: Weil du wahrnimmst, was du gerade wirklich brauchst, isst du gesünder (und nimmst somit auch nicht mehr so viele Giftstoffe auf, s.o.), du nimmst dir Pausen, wenn du sie brauchst, machst dir nicht mehr soviel Stress. Und das macht dich definitiv glücklicher, und natürlich auch stärker und fitter. 

Yoga verbessert die Haltung  (vor allem die innere)

Viele Menschen berichten, dass nach dem Yoga irgendwie alles schöner aussieht, dass sie sich danach optimistisch und voller Energie fühlen. Diese stimmungsaufhellende Wirkung von Yoga lässt sich vermutlich auf die Freude an der Bewegung, den akzeptierenden Kontakt mit dem eigenen Körper, den Stressabbau und die positive Stimmung beim Yoga zurückführen.

Wer regelmäßig Yoga übt, entwickelt so eine viel positivere Sicht - nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf das eigene Leben, ja, die gesamte Welt. Die innere und die äußere Haltung werden so immer entspannter, stabiler, aufrechter. Und wer sich innerlich wie äußerlich auch bei Stress und in belastenden Situationen aufrecht hält, der wirkt nicht nur stärker – der ist es auch.

Wir sind nämlich nur so stark, wie wir uns das erlauben. Wenn ich mir immer wieder erzähle, dass ich viel zu schwach bin für den Handstand – dann werde ich diese Asana garantiert nie erlernen. Wenn ich mir aber neue Asanas zutraue, mich Herausforderungen mutig und optimistisch stelle (natürlich in meinem Tempo und mit entsprechender Achtsamkeit) werde ich immer wieder meine eigene Stärke erfahren können, sowohl die körperliche wie auch die seelisch-geistige - und so immer stärker und selbstbewusster werden. 

Und es gibt nichts, was so stark und fit macht wie die Gewissheit: „Was für eine Herausforderung auch auf mich zukommt - ich schaffe das!“.

Mach dich fit und bring dich in Topform mit den tollen Yoga Videos der Bikini Challenge: 

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