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Wirkung von Yoga: 5 Gründe, warum Yoga guttut!
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Wirkung von Yoga: 5 Gründe, warum Yoga guttut!

Von Katharina Goßmann

Es gibt ja Menschen, die immer noch denken, Yoga sei eine Art esoterische Entspannungsmethode. Wahrscheinlich kommt das daher, dass wir Yogis auch in den anspruchsvollsten Haltungen tief und entspannt atmen und nach dem Yoga-Unterricht bestens gelaunt und voller Energie sind. Das bedeutet aber nicht, dass Yoga nicht unglaublich fit und stark macht! Warum aber wirkt diese vergleichsweise sanfte Bewegungsart so intensiv auf unseren Körper? Und woher kommen die zahlreichen positiven Effekte auf die psychische und physische Gesundheit? Gleichzeitig lässt dich eine Yogastunde in deiner Mitte ankommen und selbstbewusster werden. So viele positive Wirkungen auf Körper und Geist hat nur Yoga...

1. Gesund durch Yoga: Mehr Energie und weniger Stress

Yoga hat unzählige Effekte auf unsere Gesundheit: Zum einen wirken Asanas, Meditation und Pranayama gegen Stress. Während der Praxis wird der Parasympathikus angeregt, der Teil des Gehirns der für die Entspannung zuständig ist. So wird die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol gehemmt, sodass du dich entspannen kannst und dein Körper sich regenieren kann. Das hilft auch bei der Symptombekämpfung von Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck. Yoga wirkt in Sachen Stress auch präventiv: Wer regelmäßig übt, ist mit der bewussten Atmung vertraut – einem wichtigen Tool zum aktiven Entspannen in akuten Stress-Situationen. So bringt dich nichts so leicht aus der Ruhe.

Viele Asanas harmonisieren die Hormondrüsen und regulieren damit den Hormonhaushalt. So unterstützt Yoga etwa die Schilddrüse bei ihrer Arbeit – und sie kann unseren Körper noch besser vor Giften schützen. Fehlfunktionen des Organs wie starker Nervosität oder Schlaflosigkeit kann Yoga so vorbeugen.

Gleichzeitig stärkt Yoga das Herz, regt die Blutzirkulation an und erhöht unsere Konzentrationsfähigkeit. Das hängt mit der Atmung zusammen, die in der Praxis eine wichtige Rolle spielt: Durch das bewusste Atmen wird mehr Blut in den Kreislauf gepumpt und damit auch mehr Sauerstoff, der etwa unsere Gehirnleistung erhöhen kann. Dein Geist fühlt sich klarer und fitter an, und du hast insgesamt mehr Energie.

Wirkung von Yoga: 5 Gründe, warum Yoga guttut!

2. Detox-Wirkung: Yoga entgiftet

Nicht ganz unwichtig: Yoga wirkt entgiftend. Durch Stress, Umwelteinflüsse und industriell gefertigte Nahrung nehmen die meisten von uns nämlich so viel Giftstoffe aus, dass sie unser Wohlbefinden und unsere Fitness massiv beeinträchtigen.

Wenn du also wirklich fit werden möchtest, musst du erst mal toxische Altlasten loswerden. Denn wenn dein Körper kontinuierlich mit alten Giftstoffen kämpft, ist nicht nur dein Energielevel insgesamt niedriger als es sein könnte, du bist auch anfälliger für Infekte, wirkst möglicherweise auch aufgeschwemmt und lagerst mehr Säuren im Gewebe ein (Hallo, Cellulite!). Dazu kommen außerdem Falten, weil ein verschlackter Magen schlechter wertvolle Nährstoffe aus der Nahrung ziehen kann. Auch zu Blähungen, Depressionen, Haarausfall, brüchigen Nägeln und ständigen Kopfschmerzen kann es kommen, wenn sich zu viel Säure und Schlacken in unserem Körper angesammelt haben. Und auf Dauer kann Übersäuerung der Nährboden für Krankheiten wie Rheuma, Arthrose und Osteoporose sein.

Aber keine Angst: Wenn du regelmäßig Yoga übst (am besten natürlich spezielles Detox Yoga), baust du schnell schädliche Altlasten ab. Zum einen werden beim Yoga durch das tiefe, ruhige Atmen während der gesamten Stunden, zum anderen durch konkrete Pranayama-Übungen wie Kapalabhati, Giftstoffe ausgeatmet. Zudem wirken vor allem die Drehhaltungen wie Ardha Matsyendrasana (der Drehsitz) entgiftend – sie aktivieren die Darmbewegungen und verbessern so die Verdauung (wodurch die Nahrungsreste  schneller ausgeschieden werden, also weniger Zeit haben Gär- und andere giftige Stoffe zu bilden). Gerade die gesundheitliche Wirkung auf den Darm ist noch wichtiger, als Wissenschaftler lange dachten – denn der Darm und die enthaltenen Bakterien sind zum einem beträchtlichen Teil für unser Immunsystem verantwortlich. So stärkt Yoga auch indirekt unsere Immunabwehr!

Zudem wringen die Drehhaltungen auch die Entgiftungsorgane Niere und Leber aus, versorgen sie mit neuem Blut und damit neuen Nährstoffen, sodass sie besser arbeiten können. Wer schweißtreibende Yogastile übt, scheidet zusätzlich noch über die Haut Giftstoffe aus.


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3. Yoga macht fit: Stärkung der Muskulatur

Bodybuilder stemmen schwere Gewichte, Marathonläufer legen lange Strecken zurück. Und was machen wir Yogis? Wir stehen, sitzen und liegen auf einer Gummi-Matte herum. Im Vergleich wirkt das natürlich wenig beeindruckend.

Alle, die regelmäßig Yoga üben, wissen aber: Yoga kann ganz schön anstrengend sein. Und zwar nicht nur dynamische, herausfordernde Stile wie Ashtanga Yoga oder Jivamukti Yoga, sondern auch klassische wie Hatha Yoga und Sivananda Yoga. Alleine der Sonnengruß ist, wenn er mehrmals im Einklang mit tiefer Atmung ausgeführt wird, ganz schön deftig! Zu besonderen Gelegenheiten üben manchen Yogis den Sonnengruß sogar 108-mal – wer das durchhält, wird nie wieder behaupten Yoga sei „doch nur Entspannung“...

Zudem nutzen viele Yogahaltungen (Asanas) das Eigengewicht des Körpers – wer schon mal eine Weile im Krieger III verbracht hat, oder auch einfach nur seine Arme für einige Minuten seitlich ausgestreckt hat, weiß, wie schwer die eigenen Körperteile werden können...

Zudem werden bei einer 90-minütigen Yoga-Einheit so gut wie alle Muskelpartien im Körper aktiviert und trainiert. Das passiert fast automatisch, weil klassisch aufgebaute Yogastunden einem bestimmten Übungsmuster folgen, also alle Teile des Körpers sowie alle Bewegungsrichtungen der Wirbelsäule durchgearbeitet werden, und bei allen Yoga-Übungen mehrere Muskeln gleichzeitig arbeiten. Beim Joggen oder Tennis sieht das ganz anders aus – da werden eher isolierte Bereiche des Körpers angesprochen, was Über- und Fehlbelastungen vorprogrammiert.

4. Yoga dehnt Muskeln und mobilisiert die Wirbelsäule – und kann so gegen Schmerzen helfen

Wie die Wissenschaft heute weiß, sind so gut wie alle unsere körperlichen Systeme über Faszien verbunden. Faszien sind Bindegewebshäute, die unsere Organe, Muskeln, Knochen, sogar unser Gehirn und das Rückenmark umschließen. Diese Faszien aber verkleben, wenn sie entweder einseitig belastet bzw. zu wenig bewegt werden. Und wenn das passiert, hat das unangenehme Auswirkungen: von Verspannungen über Durchblutungsschwierigkeiten bis zu verringerter Wundheilung, Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit und chronischen Schmerzen z. B. im Rücken.

Wer sich also nicht um seine Faszien kümmert, vernachlässigt einen entscheidenden Faktor für die eigene Gesundheit. Und wie kümmert man sich am effektivsten um die Faszien? Ganz klar: Yoga. Beim Yoga wird der gesamte Körper so gründlich, abwechslungsreich und achtsam durchgedehnt wie bei keiner anderen Sportart – Yoga ist das perfekte Faszien-Training. Es gibt sogar spezielles Faszien-Yoga, das noch stärker und sofort spürbar auf die Faszien wirkt. Ach, und übrigens: Die Dehnung beim Yoga sorgt dafür, dass Yogis lange, schlanke Muskeln aufbauen, was die Silhouette und den Körper effektiv formt und schön straff erscheinen lässt!

Gleichzeitig bewegen wir unsere Wirbelsäule in einer gut aufgebauten Yogastunde in alle acht möglichen Richtungen durch. Das ist ein immenser Faktor, beispielsweise in der Bekämpfung von Rückenschmerzen: Ist die Wirbelsäule nicht beweglich genug, kann das Blockaden und Verspannungen auslösen. Von der Wirbelsäule können Schmerzen nach unten bis in die Beine oder nach oben in den Nacken oder sogar bis in den Kopf ausstrahlen. Eine flexible Wirbelsäule ist also wichtig für Rückengesundheit und kann aktiv gegen Schmerzen durch Verspannungen helfen!

Wirkung von Yoga: 5 Gründe, warum Yoga guttut!

5. Psychische Wirkung von Yoga: Entspannt, happy und selbstbewusst

Außerdem wirkt Yoga auch auf dein Leben außerhalb der Matte. Wenn du im Unterricht immer wieder angeleitet wirst, deinen Körper und seine Bedürfnisse wirklich wahrzunehmen, deine aktuelle Verfassung zu respektieren, ohne zu urteilen, wird sich diese Einstellung irgendwann auch den Rest deines Lebens positiv verändern. Viele Menschen berichten, dass nach dem Yoga irgendwie alles schöner aussieht, dass sie sich danach optimistisch und voller Energie fühlen. Diese stimmungsaufhellende Wirkung von Yoga lässt sich vermutlich auf die Freude an der Bewegung, den akzeptierenden Kontakt mit dem eigenen Körper, den Stressabbau und die positive Stimmung beim Yoga zurückführen.

Und das entspannt nicht nur und lässt dich einen liebevolleren Blick auf dich selbst entwickeln – es hat auch ganz handfeste Auswirkungen auf dein Verhalten: Weil du wahrnimmst, was du gerade wirklich brauchst, isst du gesünder (und nimmst somit auch nicht mehr so viele Giftstoffe auf, s.o.), du nimmst dir Pausen, wenn du sie brauchst, machst dir nicht mehr so viel Stress. Und das macht dich definitiv glücklicher – und natürlich auch stärker und fitter. Mit Yoga wirst du also automatisch einen knackigeren Körper bekommen – das wird dir aber vielleicht gar nicht so sehr auffallen, weil du dich selbst (und natürlich andere) mit viel liebevolleren Augen siehst und ein stärkeres Selbstbewusstsein bekommst.

Wir sind nämlich nur so stark, wie wir uns das erlauben. Wenn ich mir immer wieder einrede, dass ich viel zu schwach bin für den Handstand – dann werde ich diese Asana garantiert nie erlernen. Wenn ich mir aber neue Asanas zutraue, mich Herausforderungen mutig und optimistisch stelle (natürlich in meinem Tempo und mit entsprechender Achtsamkeit) werde ich immer wieder meine eigene Stärke erfahren können, sowohl die körperliche wie auch die seelisch-geistige – und so immer stärker und selbstbewusster werden. Und es gibt nichts, was so stark und fit macht wie die Gewissheit: „Was für eine Herausforderung auch auf mich zukommt – ich schaffe das!“.

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