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Bild: Shutterstock.com

10 Dinge, die wir am Yoga hassen

Von Kristin Rübesamen

Es gibt Yoga - und es gibt Yoga in den Medien. Vielleicht ist euch auch schon aufgefallen, dass Yoga in den Medien in jüngster Zeit oft kritisiert wird. Dahinter stecken natürlich Redakteure, die Ärger kriegen, wenn sie wieder schreiben wollen, wie toll Yoga ist und wie wohltuend. Also bitten sie Leute, das Gegenteil zu schreiben. Am liebsten Menschen, die sich einmal auf die Matte stellen, oder aber generell dazu neigen, alles zu verdammen. Kein Problem, wir wissen es ja besser.

Wir Yogis sind sowieso ganz anders. Wir bleiben cool und freundlich. Das ist easy für uns, schließlich meditieren wir jeden Tag. Wenn uns etwas ärgert, nehmen wir gedanklich Abstand. Und wenn uns jemand ärgert, dann umarmen wir ihn, weil wir das Licht in ihm sehen, oder so ähnlich.

Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die auch uns ärgern. Weil wir (die YE Redaktion) die Gefahr einer „Schweigespirale“ sehen - laut einer Theorie aus den 70er Jahren das Phänomen, dass viele ihre Meinung nicht äußern, wenn sie nicht der öffentlich geäußerten Mehrheitsmeinung entspricht -  brechen wir hiermit das Schweigen und lassen einige Yogis (anonym) sprechen. Oder sagen wir, weil Advent ist: Auspacken!

 

1. Partneryoga

"Der entsetzlichste Moment in der ganzen Stunde."

"Zeit, sich aufs Klo zu verziehen."

"Ich hasse es, wenn jemand auf meine Matte tritt."

"Diese schwitzigen Hüften."

"Die Füße"

"Die Füße sind das Schlimmste".

"Ich mag Menschen, aber nicht im Hund"

 

2. Durchspringen

"Ich weiß einfach, dass meine Arme zu kurz sind. Auch wenn alle behaupten, es hat nichts damit zu tun."

"Es ist so demütigend, immer auf halber Strecke eine Plumpslandung zu machen."

"Ich versuche es seit zehn Jahren. Erfolglos."

"Ich stell’ mir natürlich vor, dass sich mein Leben total ändert, wenn ich es endlich schaffe. Blöd, oder?"

 

3. Detox-Saftkuren

"Ich hasse es, wenn alle außer mir wieder so eine fabelhafte Detox-Saftkur machen."

"Ich wäre glücklich, wenn ich das Wort „kaltgepresst“ nie mehr hören müßte."

"Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen, soviel Geld fürs Hungern auszugeben. Ist doch obszön, oder?"

"Von wegen strahlender Teint. Ich bekomme Pickel von zuviel Gemüse."

"Es dauert ewig, bis ich meinen Entsafter gereinigt habe. In der Zeit könnte ich ein Bachelorstudium absolvieren."

"Und überall der elende Sellerie."

 

4. Lange Sequenzen auf einem Bein

"Manche Lehrer unterrichten Sequenzen wie vom Baum in den Krieger 3, weiter in den Halbmond, gedrehten Halbmond bis in den Tänzer. Spinnen die?"

"Irgendwas fühlt sich ganz falsch an nach einer Weile."

"Ich spüre, wie sich meine Hüfte verschiebt. Das kann doch nicht gesund sein?"

"Lehrer, die so etwas machen, sind entweder sadistisch veranlagt oder extrem vergesslich. Sie vergessen einfach, dass wir schon seit zehn Minuten auf einem Bein balancieren müssen."

 

5. Lehrer, die in Ruhephasen zuviel reden

"Endlich sitzen oder liegen, nachspüren und atmen, und der Lehrer hat nichts Besseres zu tun, als eine endlose Bagatelle aus seinem Leben, angeblich mit spirituellem Mehrwert, zu erzählen. Horror."

"Die Stunde ist fast vorbei, wir sitzen in köstlicher Stille, warten auf das letzte Om und was macht der Lehrer? Nochmal herunterpredigen, wie wir uns jetzt fühlen sollten, müssten, könnten."

 

6. Prätentiöse Playlisten

"Manchmal steht man auf Moby im Unterricht und meinetwegen auch Adele. Aber sich immer die persönliche Sentimentalitäts-Charts des Lehrers anhören zu müssen - grässlich."

"Ich habe das Gefühl, der Lehrer sucht vor allem Stücke aus, die ihm etwas bedeuten. Ich empfinde das als aufdringlich."

"Immer dieses Klaviergeklimper. Und ganz schlimm: Harfe."

"Alles von Café del Mar: Entsetzlich."

"Ich glaube, die Lehrer haben Angst vor der Stille, deswegen drehen sie die Musik so auf. So sie langweilen sich sonst. Beides finde ich nicht so toll."

 

7. Klimaanlage

"Wenn es kalt ist im Studio und ich in der Vorbeuge den eisigen Hauch der Klimaanlage auf meinem verschwitzten Nacken spüre."

"Das Geratter der Klimaanlage."

"Ich finde Klimaanlagen absurd für Yogis. Wir erzeugen doch Hitze, und dann verschwenden wir Energie, um schön kühl zu bleiben. Versteh’ ich nicht."

 

8. Bootcamp Ansagen

„Wenn der Lehrer uns einheizt mit Sprüchen wie: Da geht noch was. Da geht noch mehr.“

„Diese Herunterzählen von 10 auf 1 in schwierigen Haltungen. Wir sind doch nicht bei den Marines.“

„Wenn so eine Wettkampfstimmung erzeugt wird, einer etwas vormacht und dann alle klatschen müssen und sich gegenseitig anfeuern.“

„ Wenn ich mir an einem Tag, der vielleicht nicht so toll war, plumpe Ansagen anhören muss wie: Du kannst es! Sei ein Krieger! Du schaffst es!“

„Bootcamp-Ansagen von so Fitnessfreaks, die einen Wochenendkurs als Yogalehrer gemacht haben, aber keine Ahnung haben, worum es im Yoga geht.“

 

9. Handys

"Wenn meine Nachbarin bis kurz vor dem ersten OM noch ihre Nachrichten checkt und dann das Handy auf Vibrationsalarm stellt."

"Handysurren in Savasana."

"Wenn Leute auf ihr Handy schauen während der Praxis. Das sind ja wohl nicht alles Notärzte, oder?"

"Wenn Schüler ihr Handy mit auf die Matte nehmen."

"Neulich nahm jemand sogar seinen Labtop mit ins Studio. Und sein Handy. Warum sagt da der Lehrer nichts?"

"Wenn ich selbst auf mein Handy schauen muss."

 

10. Stinkende Leihmatten und Decken

"Ich finde Leihmatten müssen sauber sein und dürfen nicht muffeln."

"Olle Studiomatten. Die Stunden sind oft schweineteuer, und dann miefige Matten. Das geht nicht."

"Eigentlich geht es im Yoga doch auch um Reinheit. Es muss ja nicht alles nach Sagrotan riechen, aber sauber müsste es schon sein."