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Yoga = Liebe. Lalla und Vilas Turske im Interview

Von Kristin Rübesamen

Lalla, Ladies first: Was macht einen Gentleman aus?

L: Ein Gentleman ist für mich eben ein "gentle man", ein Mann, der seine sanfte Seite erkennt, und anerkennt, sie sogar kultiviert. Im Alltag ist der Gentleman mir gegenüber zuvorkommend und höflich. Im Yoga respektiert und bewundert ein Gentleman meine Verbundenheit, meine Achtsamkeit und meinen Weg. Vilas ist ein, ist mein Gentleman.

Ihr seid beide so elegant. Geht das zusammen: Stil und Yoga?

V: Yoga hat mit innerer und äusserer Schönheit zu tun. Innere Schönheit strahlt nach aussen.

L: Der Körper ist doch ein heiliger Tempel. Er soll geschmückt werden; nicht übermässig, sondern eben ausgesucht und passend.

Was hat Charakter mit Yoga zu tun?

L: Viele Menschen wollen ihren wahren Charakter erkennen und finden im Yoga ihreAuthentizitität; das, was sie wirklich ausmacht.

V: Yoga führt zur inneren Essenz und zeigt unseren Charakter daran, wie wir Dinge tun.

Was hat Liebe mit Yoga zu tun?

L: Liebe ist ein grosses Wort und wenn es sieben Milliarden Menschen auf dieser Erde gibt, so gibt es sieben Milliarden Interpretationen von Liebe. Vielleicht ist das der Bezug zu Yoga. Jeder Mensch ist gemäss der tantrischen Philosophie eine einzigartige Manifestation von Shakti mit einer einzigartigen Interpretation von Liebe. 

V: Yoga ist Liebe.

Gibt es das: männliches Yoga und weibliches Yoga?

L: Yoga vereint! Nichts desto trotz haben Männer Hoden und Frauen Eierstöcke!

V: Die Yogapraxis hat durch ihre Intensität immer auch eine hormonelle Wirkung und da unterscheiden sich eben Frau und Mann.

Was macht Euch heute Spass im Yoga, was Euch früher nicht gefallen hat?

L: Wenn Menschen zu spät kommen! Früher hat mich das geärgert, heute weiss ich, das da keine böse Absicht ist, und dann freue ich mich über meine Durchlässigkeit.

V: Mit macht es Freude zu wissen, dass Stellungen geschehen und zu erleben, wie sie zu einem kommen, wenn man innerlich bereit ist. Früher hat es mich geärgert, wenn eine Asana nicht ging.

Der Körper, die äußere Hülle,- welche Rolle spielt sie für Euch?

V: Der äussere Körper bildet eine dynamische Symmetrie mit dem inneren. Eine innere, spirituelle Kraft lässt die individuelle äussere Hülle reflektieren. Schönheit pur.

L: Ohne äussere Hülle kein inneres Da-Sein!

Wie hat sich Eure Praxis geändert?

L: Von tierischem Ehrgeiz zu Sanftmut; das heisst Mut zur Sanftheit. Und natürlich auch immer mehr Meditation.

V: Ich lasse mich anders auf die Praxis ein, spiele mit meinen Limitierungen, übe regelmässig, erfahre ständige Transformation.

Wie hilft Yoga in der Partnerschaft?

L und V: Wir leben Yoga - das ist Partnerschaft.

Wann nervt es?

Nie!

Seid Ihr Yogahippies?

Was ist das?

Was darf in Eurem Gepäck nie fehlen?

Ragusa.

Eure heimlichen Sünden, welche verratet Ihr uns ausnahmsweise?

L und V: Es gibt sie in unserer Philosophie nicht. Wir sündigen immer; wir sündigen nie!

Wer hat sich öfter in Yogaschüler verliebt?

L: Wir lieben unsere Schüler. Deshalb können wir immer noch so unterrichten, wie wir das täglich tun. Mit Hingabe, mit Geduld, mit Passion.

V: Verliebt bin ich in Lalla - immer wieder von Neuem.

Wie groß sind die Gefahren, die dem Guru durch die Verehrung der Massen drohen?

L und V: Ein Guru ist für uns immer auch ein Schüler und wenn er das bleibt und es lebt, drohen ihm keine Gefahren.

Wie hart nehmt Ihr Euch gegenseitig ran, und wer verträgt Kritik besser?

L: Wieso sollten wir uns gegenseitig hart rannehmen? Wir geben uns Feedback und arbeiten jede Unterrichtseinheit sehr minutiös nach, damit die nächste Stunde noch erfahrener unterrichtet werden kann. Vilas' Hinweise sind für mich persönliche Förderung. 

V: Lalla ist eine wunderbare Lehrerin und ihre unterstützende Kritik ist Ausgangspunkt für neues Wachstum.

Wer ist der schlimmere Digital-Junkie von Euch?

L: Wir müssen beide so hart arbeiten, dass für Junkie-tum kein Platz ist.

Wo wollt Ihr sein, heute in 20 Jahren?

L: Im Vertrauen.

V: Im tiefen Vertrauen.

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