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Gesundheit & Yoga

28.09.2011

Yogische Sünden

Herbst. Wer jetzt noch kein Haus hat und so weiter...Was der Dichter Rilke allerdings nicht wusste, ist dass der Körper ebenfalls einen anstrengenden Anpassungsvorgang durchläuft und nach nährender und wärmender Nahrung verlangt.

Wer kein Haus hat, hat dafür vielleicht einen Ofen. Ihr kennt sicher die Vorteile der yogischen Feueratmung, beim yogischen Backen ist es ähnlich. Es wird einem warm ums Herz, wir sammeln Energie für den anstehenden Winter. Wer jetzt eine Diät plant, hat nichts vom Zyklus der Jahreszeiten verstanden. Ladet lieber eine Freundin ein oder versucht es auf eigene Faust. Die folgenden vier Rezepte sind nämlich eine gesunde Alternative zu Diätmist und fettarmer Verblödung aus dem Supermarkt.

ENERGY BALLS

Energy Balls haben ihren Namen verdient – die Mischung aus Trockenfrüchten, Nüssen und Kokosflocken ist eine wahre Energie-Bombe! Sie eignen sich als praktisch transportierbarer Snack, als Dessert (zum Beispiel als Beilage zu Soja-Vanille-Eis) und schinden auch als Gast-Geschenk Eindruck.

Zutaten für einen Vorrat an Energy Balls, der etwa zwei große Tupper-Boxen füllt:

mehrere Tüten Trockenfrüchte (z.B. Pflaumen, Aprikosen, Datteln, Feigen)
eine oder zwei Tüten Nüsse – egal, ob ganz, gehackt oder in Scheiben (z.B. Haselnüsse, Mandeln, Sonnenblumenkerne)
eine große Tüte Studentenfutter
eine Tüte Kokosmussflocken oder Sesam

Zubereitung:

Für die Energie-Kugeln brauchst Du eine Küchenmaschine oder einen Fleischwolf (aus Deiner dunklen Vergangenheit als Fleischfresser). Damit zerkleinerst und vermischst Du alle Zutaten bis auf die Kokosflocken bzw. den Sesam. Es sollte eine dunkelbräunliche Masse entstehen, die sich gut in den Handflächen zu Kugeln rollen lässt. Falls die Masse zu weich wird, füge mehr Nüsse oder Kokosflocken hinzu, bis sie die passende Konsistenz hat – ist die Masse zu trocken, kannst Du sie mit etwas stillem Wasser geschmeidiger machen.

Dann wälzt Du jede Kugel in einem Teller mit Kokosflocken bzw. Sesam, bis sie eine Kruste haben. Lege die Kugeln dann am besten in eine Tupper-Box und lagere sie im Kühlschrank. Dort halten sie einige Wochen.

Zubereitungszeit: 30 Min.


PRASAD

„Prasad“ heißen die Opferspeisen im Tempel, die nach spirituellen Zeremonien wie einer Puja gereicht werden, um die Teilnehmer wieder zu erden. Aber auch außerhalb yogischer Rituale steht dieses Prasad Omas selbst gemachten Pralinen in nichts nach – und ist auch noch vollwertig! Kalorienarm ist sie allerdings nicht, aber wer achtsam isst und die Signale des eigenen Körpers beachtet, kann auch diese köstliche Süßigkeit in Maßen – ohne unangenehme Konsequenzen für die Taille – genießen.

Zutaten für eine hungrige Runde Kirtan:

1 kg gemischte Nüsse bzw. Nüsse nach Geschmack, gemahlen
1 Liter Sahne
1,5 Liter Agavendicksaft (gibt es im Reformhaus)
eine Tüte Sesam

Zubereitung:

Alles gründlich in einem großen Topf vermischen und dann eine Stunde unter Beobachtung und bei regelmäßigem Rühren köcheln lassen, bis sich eine zähe Masse bildet. Dabei am besten ein fröhliches Mantra singen!

Die Masse dann mit einem Teigspatel auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und mit Sesam bestreuen.

Nach einer Nacht im Kühlschrank ist sie so fest, dass sie in kleine, mundgerechte Stücke geschnitten werden kann.

Zubereitungszeit: 75 Minuten


BUCHWEIZENTORTE MIT HEIDELBEEREN

Pluspunkte für Buchweizen: da es glutenfrei ist hat es eine gute Bekömmlichkeit. Dazu kommen einer hoher Gehalt an wertvollem Eiweiß, lebenswichtigen Fettsäuren und Kieselsäure – die ist wichtig für ein straffes Bindegewebe.
Buchweizen hat einen kernigen Eigengeschmack den man unbedingt einmal probieren sollte – am besten mit diesem Prachtstück.

Zutaten für 14 Stücke:

2 EL Buchweizengrütze
3 Eier ( Gr. M)
150 g Honig
1 Prise Vollmeersalz
60 g Buchweizenmehl
40 g Mehl (Type 1050)
300 g Heidelbeeren (frisch oder TK)
500 ml Schlagsahne
50 g gehackte Mandeln
30 g Pistazienkerne
Fett für die Form

Zubereitung:

Springform (26 cm Durchmesser) fetten und mit Buchweizengrütze bestreuen. Eier trennen. Eigelbe, 90 g Honig, Salz und 2 EL warmes Wasser 5–7 Minuten aufschlagen. Eiweiß steif schlagen. 1/3 davon unterheben. Rest Eischnee, Buchweizenmehl und Mehl darüber geben und unterheben. Teig in die Form füllen, glatt streichen. Bei 200 °C (Gas: Stufe 3) auf der mittleren Schiene 12–15 Minuten backen. Biskuit auskühlen lassen. Einmal durchschneiden.

250 g Heidelbeeren pürieren. Sahne mit 60 g Honig steif schlagen. Püree unter eine Sahnehälfte mischen. 3/4 Beerensahne auf den unteren Boden streichen. Mandeln darüber streuen. Oberen Tortenboden darauf legen. Rest Sahne mit Beerensahne mischen. Torte damit einstreichen. Mit Rest Beeren und Pistazien verzieren.

Zubereitungszeit: 25 Min. – Backzeit: 12–15 Minuten – pro Stück ca. 250 Kalorien

Info: Dieser Biskuit aus Buchweizenmehl ist zwar dunkel, wird aber super locker und schmeckt richtig lecker.


APFELKUCHEN MIT SONNENBLUMEN-CRUNCH

Pluspunkte für Sonnenblumenkerne: Sie gehören mit zu dem gesündesten, was die Vollwertküche zu bieten hat — die Kerne enthalten mehr wertvolles Fett und Eiweiß, B-Vitamine, Carotin, Vitamin D und E, Magnesium, Eisen Kalzium Jod und Fluor als die meisten anderen Lebensmittel. Dazu sind sie kalorienärmer als andere Samen, länger haltbar und viel preiswerter.

Zutaten für 10 Stücke:

220 g Mehl (Type 1050)
2 Eigelb (Gr. M)
1 Prise Vollmeersalz
80 g Honig
170 g Butter
4 Äpfel (z. B. Boskop)
4 EL Zitronensaft
100 g Sonnenblumenkerne
Linsen zum Blindbacken
Pergamentpapier

Zubereitung:

Mehl, Eigelbe, Salz, 40 g Honig und 120 g Butter in Flöckchen verkneten. 15 Minuten kalt stellen. Dann Teig ausrollen und in eine Obstkuchenform (24 cm Durchmesser) geben. Den Rand hochziehen und andrücken. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Mit Pergamentpapier belegen. Linsen darauf schütten. Bei 200 °C (Gas: Stufe 3) auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten backen. Herausnehmen, Papier und Linsen entfernen.

Äpfel schälen, vierteln, auf der Rückseite tief einschneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Äpfel auf dem Kuchen verteilen. 20 g Butter zerlassen und Äpfel damit bestreichen.

30 g Butter und 40 g Honig erwärmen. Sonnenblumenkerne darin wenden und auf dem Kuchen verteilen. Kuchen bei 200 °C weitere ca. 25 Minuten backen. Am besten lauwarm mit Sahne genießen.

Zubereitungszeit: 30 Min. – Backzeit: 40 Min. – pro Stück ca. 330 Kalorien

Tipp: Die Kerne schmecken am nussigsten, wenn man sie in einer Pfanne ohne Fett röstet.


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Rezepte , Yoga-Rezepte , Petra Orzech , Katharina Klofat , YogaEasy

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