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Yoga-Blog

29.12.2011

Silvester für Yogis – Alternativen zu Sekt & Co

Silvester ist jedes Jahr wieder eine Herausforderung für Katharina - und zwar eine, an der sie bisher immer gescheitert ist. Dieses Jahr soll dank Yoga alles anders werden.

Auf jede erdenkliche Art und Weise habe ich es versucht: Ich habe Parties veranstaltet und besucht, ich war Skifahren in den Bergen und habe die Clubs mehrerer Großstädte unsicher gemacht, ich verkroch mich in mein Bett und probierte es mit einem romantischen Dinner zu Zweit und mit einem Spieleabend im Schoß der Familie. Das Ergebnis war immer das gleiche: ein grauenhafter Silvesterabend. Mal war es einfach langweilig, mal war ich um 22 Uhr schon betrunken (Ich hasse Sekt!), mal hatte ich Liebeskummer, mal hatte mein Sitznachbar Liebeskummer, mal waren die Gäste, die Musik, das Essen grauenhaft, manchmal einfach nur meine Laune.

Einer der Gründe, warum ich meine Silvester-Abende immer als so unbefriedigend erlebt habe, ist wohl, dass ich den Jahreswechsel wirklich wichtig finde und ihn deshalb auf besondere Weise verbringen möchte. Obwohl es sich „nur“ um ein symbolisches Datum handelt, obwohl es „nur“ ein gemeinsames Ritual ist – ich liebe die Rückschau auf das vergangene Jahr und die Konsequenzen, die ich daraus für das neue Jahr ziehe. Dieser Moment des Innehaltens, in dem wir alle zusammenkommen und gemeinsam das Vergangene ziehen lassen und uns voller Vorfreude und Energie auf das Neue einlassen, bedeutet mir viel. Und da liegt vermutlich auch die Schwierigkeit. Denn die meisten Silvester-Veranstaltungen bieten gar keinen Raum für die Reflektion der vergangenen zwölf Monate und wirkliche Freude auf die kommenden. Vielmehr habe ich oft das Gefühl, dass alte Schmerzen und Angst vor der Zukunft mit aufgedonnerten Outfits und jeder Menge Alkohol überdeckt werden. So habe ich das wenigstens oft genug gemacht.

Deshalb setze ich dieses Jahr meine Hoffnung in mein geliebtes Yoga. Denn glücklicherweise bin ich nicht die einzige Yogini, die herkömmliche Silvester-Sausen nicht verträgt. In ganz Deutschland kommen Yogis zum Jahreswechsel zusammen und flowen und singen sich ins Jahr 2012. Hier eine kleine Auswahl der angebotenen Veranstaltungen:

Im Hamburger Power Yoga Germany können sich besonders reinliche Yogis vor Beginn des neuen Jahres entgiften beim Detox-Workshop mit Qbi und Dirk vom 27. bis 31. Dezember.

Der Frankfurter Yogalehrer Ravidas bietet in seinem Silvester-Workshop am Spätnachmittag die Gelegenheit, sich bei Kerzenlicht auf das neue Jahr einzustimmen.

Ebenfalls am Nachmittag des 31. Dezember können Kölner Yogis im Yogaloft die bösen Geister des vergangenen Jahres bei einem rockigen Vinyasa-Flow mit Ronald austreiben – nix für zarte Ohren!

Die Münchner Jivamuktis meditieren sich dagegen ab 23 Uhr ganz ruhig ins neue Jahr, danach gibt es Chanting und Chai.

Im Yoga Vidya-Haupthaus in Bad Meinberg im Teutoburger Wald wird der Übergang ins neue Jahr mit einer Puja und einer Feuerzeremonie sowie einem Mantren-Konzert der beliebten Janin Devi begangen.

Ich persönlich werde mich nach einer Yogastunde bei Tara Yoga in der schönsten bayerischen Stadt mit meinen Liebsten zusammenkuscheln und um Mitternacht laut in das Geböller und das Sektkorken-Geknalle rufen: “Ich wünsche allen Wesen in allen Welten ein glückliches 2012! Om shanti!”

In diesem Sinne wünsche ich allen YogaEasy.de-Lesern einen guten Rutsch und freue mich auf inspirierendes und inspiriertes 2012!


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"Der Weg ist das Ziel"

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Katharina Klofat, 36, ist nicht nur Diplom-Psychologin, sondern auch Yogalehrerin und Journalistin. Für yogaeasy.de rezensiert sie Bücher und Studios, trifft und porträtiert Yoga-VIPs und freut sich über die Vielfalt der Yoga-Welt, die sich vor ihr aufgetan hat

“Ich liebe Yoga in all seinen Ausprägungen. Hatha, Ashtanga, Sivananda, Bikram, Power, Jivamukti – jeder dieser Wege hat mir glückliche Momente und wertvolle Erkenntnisse geschenkt, jeder meiner Yogalehrer hat mir neue Aspekte des Yoga aufgezeigt und damit mein Leben bereichert.
Deshalb habe ich mir eine Fleißarbeit vorgenommen: Zwei Mal pro Monat besuche ich ein noch unbekanntes Yogastudio. Lasse mich inspirieren von der Atmosphäre, dem Stil des Lehrers, der Gemeinschaft mit den anderen Schülern. Jede Woche wird ein kleines Abenteuer werden – vielleicht entdecke ich eine neue Lieblings-Asana, erlebe endlich Dharana (den Zustand völliger Konzentration) oder begegne sogar einem Lehrer, der mich länger begleiten wird.
Weil ich in Hamburg lebe, dürften die meisten dieser Studios im schönen Norden liegen. Aber auch wenn ich meine Familie in Bayern besuche oder Freunde in Berlin oder Urlaub mache, wird kein Yogastudio vor mir sicher sein …”