Yoga-Lifestyle
Die nächsten 50 Jahre sind verplant
Er lebt seit 101 Jahren und fühlt sich kein bisschen alt dabei. Während die Wissenschaft mit Hochdruck nach einer möglicherweise vorhandenen, genetischen Langlebigkeits-Formel sucht, verrät Swami Yogananda seine ganz persönlichen Tipps, die ihm so eine lange Erdenszeit beschert haben. Petra Orzech hat seine Ratschläge zusammengefasst.Er ist der Johannes Heesters unter den Yogis: Mit 101 Jahren ist der Inder Swami Yogananda der älteste Yoga-Meister der Welt. Knapp 45 Kilogramm leicht, ist er so gelenkig wie ein Kind, ihm fehlt kein Zahn, ein Brille braucht er nicht, er hört wie ein Luchs und hat gute Haut.
Das Geheimnis seines Jungbrunnens enthüllte Swami Yogananda kürzlich bei einem Vortragsbesuch in der humanitären Organisation „The Art of Living” in Hamburg: „Ich stehe um zwei Uhr früh auf und mache sieben Stunden Yoga. Fleisch, Zucker und Milch vermeide ich, sondern ernähre mich fast ausschließlich von Obst und Gemüse.“ Sein Immunsystem profitiere außerdem von gutem Schlaf, einer täglichen Nasendusche und der morgendlichen Zungenreinigung. So viel Disziplin bringt nicht jeder auf – für Swami Yogananda jedoch haben sich diese Gewohnheiten ausgezahlt: Sein Leben lang sei er nie krank gewesen, weshalb es gern noch ein halbes Jahrhundert länger dauern dürfe. Der Swami plant, dank Yoga 150 Jahre alt zu werden.
Swami Yogananda verriet uns seine belebenden Rituale: Morgens liegt sein Augenmerk auf Reinigung und Energetisierung, abends auf Entspannung und Ruhe. Seine Empfehlungen sind durchaus zur Nachahmung geeignet – abgesehen von einem teilweise recht großen Zeitaufwand.
Nach dem Aufstehen:
Nasenspülung plus Zungenreinigung: Mit einer Nasendusche (in Apotheken und Drogeriemärkten) den Nasenraum mit einem leicht gesalzenem Wasser (vorzugsweise isotonisch) ausspülen. Das befreit die Nasenschleimhaut von Staub, Schmutz und Allergenen, das Salz hat eine Heilwirkung bei Atemwegserkrankungen. Dann die Zunge mit dem Zungenschaber (ebenfalls in Drogeriemärkten) vom nächtlichen Belag befreien.
Atemübungen und Meditation: Seine Atemübungen variiert Swami Yogananda nach persönlichen Bedürfnissen. Bei yogaeasy.de findest du verschiedene Techniken dazu im Video „Atem Yoga” oder im Magazin-Artikel „Give me Five!” Für die Übungen und die Meditation lässt sich der Swami mindestens eine Stunde Zeit.
Massage: Zur Anregung des Energieflusses und des Kreislaufs den Körper nur mit den Händen von den Füßen aufwärts bis zur Hüfte über Brust, Nacken sowie Arme intensiv abreiben. Für diese Massage verwendet Swami Yoganada Sesamöl. Übergewichtigen rät er zu einer „trockenen” Massage ohne Öl.
Asanas: Zum Abschluss seines täglichen Morgenrituals folgen sieben Stunden Yoga-Praxis. Danach ist endlich Zeit zum Essen – denn inzwischen ist es ungefähr zwölf Uhr Mittags.
*Vor dem Schlafen:*
Knie kreisen: Im Bett auf dem Rücken liegend die Beine in die Luft strecken, anwinkeln und die Knie je fünfmal nach rechts und links kreisen lassen.
Baby-Twist: Beine wieder angewinkelt aufstellen, die Füße stehen hüftbreit. Dann Knie nach links und rechts ablegen. Jeweils zehnmal zu jeder Seite.
Hüfte öffnen: Die Beine angewinkelt aufstellen, Füße zusammen bringen. Nun das linke Knie zur linken Seite und das rechte Knie zur rechten Seite öffnen, danach die Knie wieder schließen. Die Übung insgesamt zehnmal wiederholen.
Nachtruhe: Alles loslassen und für sieben Stunden einen erholsamen Schlaf genießen.
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Anti Aging , Swami Yogananda , Yoga und Jugendlichkeit
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