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Gesundheit & Yoga

16.04.2011

Die glorreichen Sieben

Chakren sind, so sagen es die fernöstlichen Kulturen übereinstimmend, Energiekanäle, die zur Erleuchtung führen können. Sieben davon gelten als „Trichter“, über die jeder Körper mit feinstofflicher Energie versorgt werden kann. Kommt es dort zu Störungen, wird der Mensch krank. Ein guter Grund, findet Petra Orzech, mehr über Chakren zu wissen – und wie man sie stärken kann

„Chakra“ – das Wort hat man schon mal gehört. Es gibt T-Shirts mit Chakrensymbolen oder sogar Tassen und Yogamatten, auf denen die Chakren dargestellt sind, und vielleicht besitzt sogar der eine oder andere eine CD mit Chakrenmeditationen. Fragt man aber mal den (Matten-)Nachbarn, bekommt man auf die Frage, was so ein Chakra denn eigentlich ist oder sein soll, selten eine erhellende Antwort. Konsens ist jedoch zumeist: Das Wort, das so ungreifbar klingt, hat ganz bestimmt spirituelle Bedeutung.

Richtig. Die Chakra-Lehre ist ein aus Indien stammendes Philosophie- und Meditationssystem, das sich mit nicht sichtbaren Energiezentren beschäftigt. Die Lehre beschreibt einen von vielen Wegen, wie der Mensch zu seinen Zielen gelangen kann. Da sie sehr anschaulich und leicht auf den Alltag umsetzbar ist, ist sie inzwischen auch im Westen weit verbreitet – und eine schöne Bereicherung unserer Denkweise.

Chakren sind feinstoffliche Energiewirbel im und außerhalb des Körpers, also organisch ebenso wenig vorhanden wie die Seele. In Yoga, Meditation, Reiki, TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und Ayurveda haben Chakren seit Jahrtausenden ihren festen Platz. Das Wissen um sie hat seinen Ursprung, wie alle anderen energetischen Grundkonzepte, in den Vedischen Schriften und den Upanishaden genannten, philosophischen Schriften des Hinduismus. Es wurde in verschiedenen Kulturen auf unterschiedlichste Weise bewahrt und weitergeben. Von den Tibetern heißt es, sie hätten das tiefste Wissen über die Chakren, das allerdings nur mündlich und in der Ursprache weitergeben wird. In Europa ging das bis dahin überlieferte Chakrenwissen mit der Christianisierung verloren. Erst im vergangenen Jahrhundert belebten Johann Wolfgang von Goethe und der Antroposophie-Begründer Rudolf Steiner die Lehre neu.

Mit Chakra – der Begriff stammt aus dem Sanskrit und meint in der wörtlichen Übersetzung Rad, Diskus, Kreis – werden die Verbindungsstellen zwischen Körper und Astralleib (Energieleib, unsichtbare Hülle) des Menschen bezeichnet. Alte indische und tibetische Texte erwähnen 72.000 bis 350.000 solcher Energiezentren. Sieben der Chakren werden als Hauptenergiezentren des Menschen angesehen und liegen entlang der Wirbelsäule respektive der senkrechten Körperachse. Die Verbindungsstellen stellt man sich trichterförmig mehrere Zentimeter über die Körperoberfläche hinausragend vor. Da Chakren nicht sichtbar sind, hat ihre Anerkennung und die ihrer Bedeutung eine Weile gedauert.

Vereinfacht gesagt funktionieren Chakren wie Pumpen mit der Aufgabe, Energie von außen aufzunehmen und dem menschlichen Energiesystem zuzuführen. Entlang der Wirbelsäule sind die Chakren miteinander verbunden, wobei jedes einen bestimmten Körperbereich zugeordnet ist und diesen, die wiederum je nach dem individuellen Entwicklungs- und Bewusstseinszustand allerdings unterschiedlich ausgebildet sind; von ihrer Beschaffenheit hängt ab, wie viel Energie in den Körper gelangt. Im Bestfall drehen sich die Energiewirbel schnell, leuchten stark und sind in den ihnen zugeordneten Farben klar. Von einem „erleuchteten Menschen“ spricht man im Hinduismus/Buddhismus, wenn alle sieben Chakren vollständig geöffnet sind und die Lebensenergie (Prana) ohne Blockaden und Störungen fließt.

Jedes der sieben Chakren steht außerdem für einen bestimmten Lebensbereich: Wir lernen in jedem Alter neue Methoden, wie wir mit dem, was wir aktuell als unsere Umwelt wahrnehmen, harmonisch zu leben. Durchleben wir die Lernschritte erfolgreich, werden unsere Chakren angeregt und können die Umgebungsenergie aufnehmen. So soll die Entwicklung der einzelnen Chakren schon im Mutterleib beginnen. Die Kindheit bis zum siebten Lebensjahr gilt als die prägende Phase. Mangelnde Liebe, Gleichgültigkeit der Eltern oder Unterdrückung der natürlichen Bedürfnisse können entsprechend dazu führen, dass einzelne oder mehrere Chakren sich nur unzureichend oder gar nicht entwickeln. Besonders das erste Lebensjahr ist wichtig für das Wurzelchakra, zuständig für das Urvertrauen. Aber auch spätere Ereignisse oder eine ungünstige Lebensweise können dazu führen, dass in eigentlich gut ausgebildeten Chakren Blockaden entstehen. Gefühle wie Angst, Neid, Eifersucht oder Hass können zu Unter- bzw. Überfunktionen führen, die von uns immer als störend und unangenehm empfunden werden.

Chakrenarbeit kann diese Blockaden lösen: Ziel ist es, die Bewusstseinsstufen durch Bewusstwerden zu erreichen. Das bedeutet, dass sich Lernschritte wiederholen, bis das jeweilige Lernziel erreicht ist. Blockaden bremsen – werden sie erkannt, ist die Auflösung nicht mehr schwierig. Indem wir uns in sie einfühlen und wertfrei alle damit einhergehenden Gefühle akzeptieren, annehmen und sie dann loszulassen. Auch die Yogaphilosophie sagt, dass wir solchen Störungen nicht machtlos ausgeliefert sind. So ist eines der Yogaziele, Körper, Geist und Seele auf energetische Weise zu heilen und zu einer Ganzheit zu führen. Durch die Körperhaltungen, Atemführung und Meditation – zum Beispiel in Form von Dehnungen, Kraftaufbau oder Konzentrationsübungen – beeinflusst man den Energiezustand des angesprochenen Chakras. Das kann zeitnah oder langfristig, konkret oder allgemein Wirkung zeigen.

Die Hamburger Heilpraktikerin Claudia Mehlhorn zum Beispiel arbeitetet seit vielen Jahren mit homöopatischen Mitteln, um die Chakren ihrer Patienten ins Gleichgewicht zu bringen. Sie testet sie auf Störungen und kann mithilfe spezieller Essenzen den Allgemeinzustand ihrer Klienten zum Teil überraschend schnell verbessern: „Manchmal reicht es, wenn die Leute das Fläschchen nur in die Hand nehmen, und schon zeigen sich deutliche Verbesserungen. Andere brauchen vier Wochen, um Blockaden zu lösen. Das ist je nach Störung und Vorgeschichte natürlich individuell verschieden.“

Auch die Arbeit mit Edelsteinen, Farbtherapie oder der Aufenthalt in der Natur sind eine gute Möglichkeiten, Energie zu schöpfen. Jedem Hauptchakra sind ihm verwandte Steine, Farben und Orte in der Natur zugeordnet, die zur Harmonisierung genutzt werden können. Musik und andere Künste üben ebenso einen starken Einfluss auf die einzelnen Energiezentren aus. So kann jeder eine Form finden, die ihm angenehm ist. Chakrenarbeit fördert in jedem Fall Lernprozesse und sorgt für eine Erweiterung des Bewusstseins.

Wohlfühl-Tipp: Auch im Badezimmer können deine Chakren aufblühen. Dafür findest du im YogaEasy-Shop unter Body & Soul Care für jedes Chakra herrlich duftende Seifen, Bade- und Duschgels sowie Körperöle. Schöner kann Chakren-Pfelge kaum sein.

Infos zur homöopathischen Chakren-Behandlung in Hamburg
Tel: 040-57 13 79 63


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Yoga Chakren , Chakrenarbeit , Yoga Blockaden , Yoga Erleuchtung

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