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Yoga-Blog

30.09.2010

Aussehen egal? Von wegen!

Warum nur Gelb, fragt sich Katharina und freut sich bei Yogamoves auf Cat-Suits in Zebra-Print

Gelb steht mir nicht. Doof ist das deshalb, weil ich demnächst eine Lehrerinnen-Ausbildung in Sivananda Yoga beginne, und da sind gelbe Oberteile und weiße Hosen Pflicht. Selbstverständlich respektiere ich die Kleidervorschriften des Sivananda Yoga. Auch war es eine wertvolle Erfahrung, meine Eitelkeit einfach über Bord zu werfen. Trotzdem hat es keinen Spaß gemacht, Geld auszugeben für Kleidung, die nicht zu mir passt. Und warum es meiner spirituellen Entwicklung dient, Gelb und Weiß zu tragen, konnte mir noch niemand erklären.

Ricke-Saranya und Tanja-Shakti steht gelb ganz ausgezeichnet. Offensichtlich sind die zwei Lehrerinnen des neu eröffneten Yogamoves-Studio in Hamburg aber so weltoffen, dass sie ihren Schülern nicht vorschreiben, was sie zu tragen haben. Das ist mir äußerst sympathisch. Sich einer Tradition verpflichtet zu fühlen, die Gepflogenheiten einer Gemeinschaft zu ehren – das ist wunderbar. Fast noch wunderbarer finde ich aber, wenn Menschen aller Überzeugungen und Präferenzen sich ohne Vorbedingungen, ohne Vorschriften, ohne Beschränkungen zusammenfinden. Yoga bedeutet schließlich „Einheit“. Und wie sollen wir Einheit erreichen, wenn wir uns an so oberflächlichen Merkmalen wie Kleidung stören?

So toll ich es finde, dass Ricke-Saranya und Tanja-Shakti authentisches Sivananda Yoga vermitteln und gelbe Oberteile zu weißen Hosen tragen, so froh macht es mich, dass sie ihren Schülern die Freiheit lassen, sich zu kleiden, wie sie wollen, bei den Mantren mitzusingen oder nicht oder auch den Sonnengruß anders zu praktizieren, wenn sie das bevorzugen.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich werde während meiner Ausbildung voller Respekt gelbe Oberteile und weiße Hosen tragen. Aber sobald ich mein Zertifikat in Händen halte, werde ich mir die Freiheit nehmen, beim Yoga meinen tief ausgeschnittenen Catsuit mit Zebramuster zu tragen. Das wird meine spirituelle Reife nicht beeinflussen, mich nicht weniger konzentriert sein lassen. Es wird mir nur ein bisschen besser gefallen – nicht mehr, nicht weniger.

Fazit: Das im September neu eröffnete Studio Yogamoves nahe des Bahnhofs Hamburg Altona trumpft nicht nur mit zwei erfahrenen Sivananda-Lehrerinnen auf, sondern auch mit einem schlichten Studio mit Oberlichtern und einem exklusiven Yogakleidungs-Shop. Wer sich nicht vor Mantren scheut, findet hier sicher eine geeignete Stunde: „Beginner“ vermittelt die zwölf klassischen Asanas (Yoga-Positionen) des Sivananda Yoga plus sanfte Atemübungen und viel Entspannung, „Basic“ legt mehr Betonung auf fließende Abläufe, und „Level 2“ fordert fortgeschrittene Schüler mit mehr Dynamik und länger gehaltenen Positionen.

Yogamoves

Hohenesch 63 (Hinterhof)

22765 Hamburg

Tel. 040 – 43 27 41 66

www.yogamoves.biz
Probestunde: 10 Euro


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"Der Weg ist das Ziel"

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Katharina Klofat, 36, ist nicht nur Diplom-Psychologin, sondern auch Yogalehrerin und Journalistin. Für yogaeasy.de rezensiert sie Bücher und Studios, trifft und porträtiert Yoga-VIPs und freut sich über die Vielfalt der Yoga-Welt, die sich vor ihr aufgetan hat

“Ich liebe Yoga in all seinen Ausprägungen. Hatha, Ashtanga, Sivananda, Bikram, Power, Jivamukti – jeder dieser Wege hat mir glückliche Momente und wertvolle Erkenntnisse geschenkt, jeder meiner Yogalehrer hat mir neue Aspekte des Yoga aufgezeigt und damit mein Leben bereichert.
Deshalb habe ich mir eine Fleißarbeit vorgenommen: Zwei Mal pro Monat besuche ich ein noch unbekanntes Yogastudio. Lasse mich inspirieren von der Atmosphäre, dem Stil des Lehrers, der Gemeinschaft mit den anderen Schülern. Jede Woche wird ein kleines Abenteuer werden – vielleicht entdecke ich eine neue Lieblings-Asana, erlebe endlich Dharana (den Zustand völliger Konzentration) oder begegne sogar einem Lehrer, der mich länger begleiten wird.
Weil ich in Hamburg lebe, dürften die meisten dieser Studios im schönen Norden liegen. Aber auch wenn ich meine Familie in Bayern besuche oder Freunde in Berlin oder Urlaub mache, wird kein Yogastudio vor mir sicher sein …”