Yoga-Lifestyle
Äpfel im Tiefschlaf
Das Hamburger Unternehmen Biobob liefert großen und kleinen Firmen gesundes Obst frisch ins Büro. Eine Investition in die Gesundheit – die aber auch in die Produktivität einzahlt, wie immer mehr Firmenchefs erkennenDie Ernährungsauswahl hat entscheidenden Einfluss auf unsere Laune und Energie. Daher ist es gerade am Arbeitsplatz enorm wichtig, ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu sich zu nehmen. Viel und hoch konzentriert leisten? Da taugt ein Schokoriegel bestenfalls als schneller Stresskiller. Wer sich am Arbeitsplatz langfristig gesund ernähren möchte und keine Lust oder Zeit hat, täglich Obst ins Büro zu tragen, sollte zu www.biobob.com websurfen – ein Bio-Obst-Lieferservice fürs Büro. Petra Orzech sprach mit Jonas Puschke-Rui, einem der Geschäftsführer des norddeutschen Kleinunternehmens.
Wie kam es zur Gründung von Biobob?
“Wir haben lange Zeit auf dem Bio-Gutshof Wulksfelde gearbeitet. Vor gut drei Jahren hatte ich die Idee, Hamburger Büros mit Bio-Obst zu beliefern. Da ich nicht allein in die Selbständigkeit starten wollte, holte ich meine damalige Kollegin Mareike Imbt ins Boot. Seit 2008 beliefern wir Zwei-Mann-Betriebe genauso wie große Unternehmen mit mehreren hundert Angestellten zweimal wöchentlich mit Bio-Obst. Meist kommen die Kisten per Fahrradkurier – die auffälligen Räder sind inzwischen sogar unserer Markenzeichen. Unsere Arbeit macht uns viel Spaß: Wir sorgen dafür, dass sich Angestellte gesünder ernähren, zufriedener sind und bessere Leistungen erzielen.”
In vielen Fällen zahlen die Vorgesetzten oder Firmenchefs die Lieferung. Wieso machen die das?
“Weil es sich vielfach für sie auszahlt: Wer in der Zukunft wettbewerbsfähig sein möchte, investiert heute in die Gesundheit und Leistungsfähigkeit seiner Angestellten. Dabei geht es nicht nur um die Vermeidung von krankheitsbedingten Fehlzeiten, sondern vielmehr um die Verbesserung der Arbeitszufriedenheit und Motivation der Angestellten. So werden Unternehmen, die eine Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) als festen Bestandteil ihrer Personalpolitik installieren, es leichter haben, engagiertes und qualifiziertes Personal zu finden und zu halten. Wahrscheinlich nicht der wichtigste Grund, aber auch nicht zu vergessen: Die Unternehmen können die Biobob-Bestellung auch steuerlich geltend machen.”
Warum liefert ihr vor allem Obst?
“Obst macht im Büro die geringste Arbeit. Man muss es nur waschen. Gemüse schmeckt oft nur gekocht oder muss geputzt und geschnippelt werden – dafür haben die Menschen keine Zeit oder auch schlicht keine Lust. Wer Gemüse in seiner Kiste haben möchte, bekommt natürlich welches. Wir liefern auch Brot, Kaffee, Tee, Marmelade und Snacks – selbstverständlich in Bio-Qualität. Für Betriebsausflüge haben wir schon gesunde Päckchen zusammengestellt, und immer beliebter werden in den größeren Firmen Snack-Pakete fürs Meeting. Viele Chefs erkennen offenbar, dass Plätzchen und Schokotäfelchen bei Besprechungen weniger gute Resultate liefern.”
Ihr führt neben regionalen Produkten auch Südfrüchte – hapert es da nicht mit der CO2-Bilanz?
“Zu dem Thema gibt es verschiedene Meinungen. Unsere sieht so aus: Wir kaufen nur importierte Bio-Produkte, die auf dem Wasser- und niemals auf dem Luftwege zu uns kommen. Alle diese Früchte unterliegen der EG-Öko-Verordnung – statt wie sonst üblich in Monokulturen mit großem Pestizid-Einsatz angebaut zu werden. So produzierende Bio-Bauern erhalten für ihre Ware faire Preise, so dass ihre Existenz gesichert ist. Und man darf nicht vergessen, dass ein bei uns im Herbst geernteter Apfel, der erst im Frühjahr darauf verkauft wird, enorme Energiemengen für die Kältelagerung verbraucht. Der Energieaufwand für den Überseetransport ist nicht höher als der für die professionelle Kühllagerung heimischer Äpfel. Die werden in einem bestimmten Reifestadium gepflückt und bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt gelagert. Indem man der Raumluft Sauerstoff und Kohlendioxid entzieht, wird ihre Reifung zudem künstlich verzögert; die Früchte fallen in eine Art Tiefschlaf. Und nicht zu vergessen: Würden wir ausschließlich auf regionales Obst setzen, sähe unser Angebot in den Wintermonaten ganz schön mau aus.”
Nach drei Jahren habt ihr sicherlich noch einige Ziele.
“Natürlich! Wir möchten gern noch mehr Hamburger Firmen beliefern und noch mehr Menschen bei ihrer gesunden Ernährung unterstützen. Toll wäre die Präsenz von Biobob an „Gesundheitstagen”, wie sie viele Betriebe regelmäßig anbieten. Dort hätten wir die Möglichkeit, uns vorzustellen und die Vorzüge vom Obstverzehr am Arbeitsplatz deutlich zu machen. Wer solche Aktionen nicht abwarten möchte, kann gern eine Probelieferung mit 30 Portionen Obst für 20 Euro bestellen und uns über diesen Weg testen.”
Hast du noch mehr Empfehlungen für einen gesunden und produktiven Arbeitsalltag?
“Ja, ich mag eure Büro-Videos. Die Kombination von frischem Obst und einer Yoga-Pause ist ideal, um an der Arbeit mehr Spaß zu haben.”
Biobob
Vereinsstraße 47a
20357 Hamburg
Tel. 040 – 43 21 46 56
info@biobob.com
www.biobob.com
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Biobob , Jonas Puschke-Rui , Lieferdienst , Büro
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