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Yoga-Blog

25.07.2011

Amors Pfeil

In Liebesdingen sonst eher zurückhaltend, konnte Katharina die Flammen der Leidenschaft beim ersten Date mit dem Kölner Yogaloft kaum zügeln

Ich glaube ja an die Liebe, gern auch an die auf den ersten Blick. Wenn in Sekundenbruchteilen klar ist: Wir gehören zusammen. Mit einem Mann ist mir das zwar noch nie passiert. Aber immerhin schon mit einem Yoga-Studio. Das Kölner Yogaloft hat mich beim ersten Besuch erwischt.

Als ich das Yogaloft nach einer vergnüglichen Fahrt mit einem Lastenaufzug durch die schwere Metalltür betrat, war es eigentlich um mich geschehen. Hinter dem Tresen saß die liebreizende Liz – eine Kanadierin, wie ich erfuhr – und fragte in ebenso liebreizendem Beinahe-Deutsch, ob es okay wäre, dass sie die Stunde auf Englisch hält. “Aber ja!”, antwortete ich. Sie hätte auch auf Suaheli unterrichten dürfen, so spontansympatisch war sie mir. Gleich neben dem Tresen entdeckte ich dann genau die Ganesha-Statue, die auch meinen Flur schmückt. Dieser hinduistische Gott trägt wegen einer kleinen Meinungsverschiedenheit mit seinem Vater Shiva einen Elefantenkopf und wegen seiner Vorliebe für Süßes einen ziemlich dicken Bauch. Menschen, die den lebensfrohen, wohlmeinenden Ganesha mögen, sind mir prinzipiell sympathisch. Dann betrat noch Charlotte Roche das Studio und zeigte ihre Karte vor. Ich war entzückt. Ich schätze die Moderatorin und Autorin seit Ewigkeiten für ihren Mut, ihre Originalität und ihr vehementes Sie-selbst-Sein – wenn die das Yogaloft für das beste Studio Kölns hält, kann es ja wohl nur sensationell sein, befand ich.

Wieder einmal ein Vorurteil mit Daseinsberechtigung, wie sich zeigte. Die Atmosphäre des Studios wirkte sekündlich stärker auf mich, ich fühlte mich ruhiger, offener, kraftvoller. Einfach nur wunderschön fand ich die großzügigen Umkleiden, den riesigen Yogaraum, die fantastische Fensterfront. Und Liz’ Vinyasa-Flow-Stunde war zugleich meditativ und dynamisch, klassisch und originell und so belebend wie entspannend. Am Ende der Stunde war ich praktisch neu geboren.

Wer meine Lobhudelei übertrieben findet, dem rate ich: Geht hin und lasst mich wissen, wenn ihr schlechte Erfahrungen machen solltet. Ich konnte einfach nichts Nachteiliges finden. Und scheine mit meiner positiven Meinung nicht allein dazustehen: Wegen der großen Nachfrage erweitert das Yogaloft gerade seinen Kursplan.

Fazit: Das gut erreichbare Yogaloft bietet durchschnittlich vier Mal pro Tag kraftvolles Vinyasa Flow. Feste Kinder- und Teenie-Kurse laufen regelmäßig, Privatstunden sowie Massagen können extra gebucht werden. Besitzerin Sonia Bach war jahrelang Assistentin der US-amerikanischen Yoga-Göttin Shiva Rea und bildet selbst YogalehrerInnen aus.

the yogaloft
Neusser Str. 27/29
50670 Köln
Tel. 0221-130 75 13

www.theyogaloft.de
Probestunde: 8 Euro


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"Der Weg ist das Ziel"

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Katharina Klofat, 36, ist nicht nur Diplom-Psychologin, sondern auch Yogalehrerin und Journalistin. Für yogaeasy.de rezensiert sie Bücher und Studios, trifft und porträtiert Yoga-VIPs und freut sich über die Vielfalt der Yoga-Welt, die sich vor ihr aufgetan hat

“Ich liebe Yoga in all seinen Ausprägungen. Hatha, Ashtanga, Sivananda, Bikram, Power, Jivamukti – jeder dieser Wege hat mir glückliche Momente und wertvolle Erkenntnisse geschenkt, jeder meiner Yogalehrer hat mir neue Aspekte des Yoga aufgezeigt und damit mein Leben bereichert.
Deshalb habe ich mir eine Fleißarbeit vorgenommen: Zwei Mal pro Monat besuche ich ein noch unbekanntes Yogastudio. Lasse mich inspirieren von der Atmosphäre, dem Stil des Lehrers, der Gemeinschaft mit den anderen Schülern. Jede Woche wird ein kleines Abenteuer werden – vielleicht entdecke ich eine neue Lieblings-Asana, erlebe endlich Dharana (den Zustand völliger Konzentration) oder begegne sogar einem Lehrer, der mich länger begleiten wird.
Weil ich in Hamburg lebe, dürften die meisten dieser Studios im schönen Norden liegen. Aber auch wenn ich meine Familie in Bayern besuche oder Freunde in Berlin oder Urlaub mache, wird kein Yogastudio vor mir sicher sein …”