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Yoga-Blog

18.11.2010

95 Prozent Sport – und ein bisschen Yoga?

Im Bikram Yoga Altona denkt Katharina darüber nach, warum sie damals noch mal mit dem Krafttraining aufgehört hat.

15 Jahre lang war ich Mitglied in verschiedenen Fitness Studios. Habe Kraftmaschinen bewegt, bin hechelnd auf Crosstrainern gestanden, um zum Schluss ein paar Minuten Stretching anzuhängen. Irgendwie mochte ich diesen immer wieder kehrenden Ablauf. Mein Training hatte außer dem Erhalt meiner Figur kein Ziel, und bis auf etwas Small Talk war ich allein mit meinen Gedanken. Irgendwann zog es mich dann immer seltener zum Krafttraining und immer häufiger zum Yoga. Aber das ist eine andere Geschichte.

Vor einiger Zeit besuchte ich zum ersten Mal das Bikram Yoga Altona. Und fühlte mich in alte Fitnesscenter-Zeiten versetzt. An der Rezeption saß Besitzer und Lehrer Hans, der mit seiner Mischung aus Selbstbewusstsein und Charme deutliche Ähnlichkeiten mit beliebten Personal Trainern aufweist. Das Studio selbst erinnerte mehr an den Wellness-Bereich eines Sportcenters denn an die kostengünstige Reduziertheit vieler Hinterhof-Yogastudios. Und auch im Unterricht fielen mir Parallelen zu alten Zeiten auf: Die Lehrerin platzierte uns so forsch im Raum und schoss ihre Anweisungen anschließend so energetisch in die Runde, dass ich an die unumstößliche Bestimmtheit denken musste, mit der viele Fitnesstrainer ihre Schützlinge anleiten („Ich sach dir: Mach’ die Übung hier 90 mal am Tag, und dein Po ist in zwei Wochen halb so groß.“).

Als die Schlussentspannung anstand, stellte uns die Lehrerin frei, mitzumachen oder zu gehen. Das wiederum erinnerte mich an all die Kraftprotze in meinen Fitness-Centern, die Stretching für überflüssig hielten und deshalb irgendwann mächtig aufgepumpt und erbärmlich unbeweglich waren.

95 Prozent der Schüler des Bikram Yoga Altona haben vorher nie Yoga praktiziert. So steht es auf der Homepage des Studios. Das scheint mir extrem schlüssig. Denn hier müssen sich Schüler eigentlich nicht mit Yoga auseinandersetzen, sondern nur mit den 26 Bikram-Yogaübungen. Und die, auch das kennt und erwartet der durchschnittliche Sporttreibende ja von körperlicher Ertüchtigung, sind richtig anstrengend und schweißtreibend. Das Bikram Yoga Altona ist also das optimale Studio für alle Sporttreibenden, die keine Lust mehr auf Fitnessstudios haben, eine effektive Methode suchen, sich fit zu halten und zu entgiften – aber mit allen anderen Aspekten von Yoga lieber nichts zu tun haben wollen.

Fazit: Das Bikram Yoga Altona bietet täglich drei bis vier Kurse an (morgens, mittags, abends). Bei konstant 40 Grad werden die 26 Übungen nach Bikram Choudhury angeleitet. 2004 wurde das Studio im Forum Altes Gaswerk in Bahrenfeld von Claudia Vahrst und Hans Lamberti gegründet. Die Räumlichkeiten punkten mit einem großzügigen Eingangsbereich, in dessen Lounge zu jeder Stunde Tee und frisches Obst bereit stehen, sowie etwas kleinen, aber schön gestalteten Umkleiden mit mehreren Duschen.

Bikram Yoga Altona
Mendelssohnstrasse 15 (Haus B)
22761 Hamburg-Bahrenfeld
Tel. 040-88 15 06 46

www.bikramaltona.de
10 Probetage: 10 Euro (einmalig)


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"Der Weg ist das Ziel"

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Katharina Klofat, 36, ist nicht nur Diplom-Psychologin, sondern auch Yogalehrerin und Journalistin. Für yogaeasy.de rezensiert sie Bücher und Studios, trifft und porträtiert Yoga-VIPs und freut sich über die Vielfalt der Yoga-Welt, die sich vor ihr aufgetan hat

“Ich liebe Yoga in all seinen Ausprägungen. Hatha, Ashtanga, Sivananda, Bikram, Power, Jivamukti – jeder dieser Wege hat mir glückliche Momente und wertvolle Erkenntnisse geschenkt, jeder meiner Yogalehrer hat mir neue Aspekte des Yoga aufgezeigt und damit mein Leben bereichert.
Deshalb habe ich mir eine Fleißarbeit vorgenommen: Zwei Mal pro Monat besuche ich ein noch unbekanntes Yogastudio. Lasse mich inspirieren von der Atmosphäre, dem Stil des Lehrers, der Gemeinschaft mit den anderen Schülern. Jede Woche wird ein kleines Abenteuer werden – vielleicht entdecke ich eine neue Lieblings-Asana, erlebe endlich Dharana (den Zustand völliger Konzentration) oder begegne sogar einem Lehrer, der mich länger begleiten wird.
Weil ich in Hamburg lebe, dürften die meisten dieser Studios im schönen Norden liegen. Aber auch wenn ich meine Familie in Bayern besuche oder Freunde in Berlin oder Urlaub mache, wird kein Yogastudio vor mir sicher sein …”