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Yogalehrer: Der Weg in die Selbstständigkeit
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Yogalehrer: Der Weg in die Selbstständigkeit

Von Carmen Kegler/Jonas Villwock/Konstantin Pikal

Du möchtest deine eigene Yogaschule eröffnen oder als freiberuflicher Yogalehrer arbeiten? In unserem kostenlosen Handbuch sagen wir dir, worauf du auf deinem Weg in die Selbstständigkeit achten musst. 

Yogalehrer vs. die freie Marktwirtschaft 

Der Entscheidung, sich als Yogalehrer selbstständig zu machen – sei es haupt- oder nebenberuflich – gehen in der Regel eine intensive Auseinandersetzung mit Yoga und eigene spirituelle Erlebnisse voraus. Niemand wird vom einen auf den anderen Tag einfach so Yogalehrer. Normalerweise führen Erfahrungen dazu, zunächst tiefer in Yoga einzusteigen und zu entdecken, welch reichhaltige Fülle Yoga neben der Asanapraxis bietet.  Eine Ausbildung ist oft die logische Konsequenz. Denn: Hat man einmal den Yogaweg betreten, ist Yoga nicht mehr aufzuhalten. Einige Praktizierende machen eine Ausbildung, um weitere spirituelle Erfahrungen zu sammeln. Das Unterrichten steht anfangs dann nicht unbedingt im Mittelpunkt. Für manche ändert sich dies während der Ausbildung und sie entdecken ihre Freude am Unterrichten, bei anderen bleibt es bei der Ausrichtung auf die eigene Yogapraxis. 

Die Hauptgründe, den Weg als Yogalehrer zu gehen, sind also meist

  • um noch tiefer in Yoga und alle Facetten, die er bietet, einzutauchen und/oder
  • die Freude am Unterrichten und daran, Yoga in die Welt zu bringen 

Es verwundert daher nicht, dass das Geldverdienen für einen Teil der Yogalehrer zunächst nicht im Vordergrund steht. Manch angehender Yogalehrer empfindet es sogar als unpassend, für die Kurse ein Honorar zu verlangen und schätzt den monetären Wert der Arbeit zu niedrig ein. 

Verständlicherweise liegt bei vielen Yogalehrenden das Hauptaugenmerk darauf, die Kurse mit vollem Herzen zu geben und die ganze Energie auf das Unterrichten zu lenken. Diese Einstellung entspringt der Motivation, den Unterricht so persönlich und qualitativ hochwertig wie möglich zu gestalten.  Nichtsdestotrotz können mittelfristig Probleme entstehen, wenn die Balance zwischen Geben und Nehmen gestört ist. Yogalehrende fühlen sich dann irgendwann womöglich ausgelaugt oder ausgenutzt. Eine achtsame Einstellung zum Wert der eigenen Arbeit ist notwendig. Der Unterricht ist für die Teilnehmer eine wertvolle Lebensbereicherung und daher ist eine angemessene Entlohnung absolut in Ordnung und sogar wichtig. 

Um eine Hilfestellung zu geben, sich in der Welt als selbstständiger Yogalehrer zurecht zu finden, haben wir ein Handbuch erstellt. Es beantwortet Fragen rund um die Kursorganisation, gibt Tipps für den Finanzüberblick, bietet eine Fülle von Ideen und Erfahrungsberichten und unterstützt dabei, das eigene Marketing konsequent und kreativ zu betreiben. 


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Unser Handbuch: Eine Checkliste für deinen Start

Unser Handbuch soll dir als Leitfaden und Checkliste dienen. Egal, ob du in der Vergangenheit bereits Erfahrungen mit der Selbstständigkeit gesammelt hast oder diesen Weg erstmalig beschreitest: Wir geben dir Orientierung und helfen dir die wichtigsten Fragen zu beantworten, die sich für Yogalehrende im Zusammenhang mit der Selbstständigkeit ergeben.

  • Was genau möchte ich anbieten?
  • Wie finde ich einen passenden Ort?
  • Was ist meine Philosophie?
  • Wer ist meine Zielgruppe und wie erreiche ich sie?
  • Welche steuerlichen Rechte und Pflichten habe ich?
  • Wie bestimme ich meine Preise?
  • Wie finanziere ich mich?

Gebündeltes Wissen 

Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit vielen Yoga-Anbietern – kleinen und großen – wissen wir um die alltäglichen Probleme und Herausforderungen. In unserem Handbuch haben wir unser Wissen sowie die Erfahrungen von Yogalehrenden gebündelt zusammengetragen. Damit möchten wir neuen und zukünftigen Yoga-Anbietern den Start in ein erfolgreiches Unterrichten erleichtern.

Was will ich?

Je klarer du dir selbst über dein Angebot bist, desto besser wirst du es auch nach außen darstellen können. Unser Leitfaden stellt hierzu hilfreiche und praxisrelevante Informationen zur Verfügung. Wir unterstützen dich dabei, dein Angebot für dich besser definieren zu können – das erleichtert gleichzeitig die Kommunikation der Unternehmenspläne gegenüber Banken sowie die Ansprache potenzieller Kunden. Wie siehst du dein Angebot, wie sehen es andere?

Der erste Schritt: Fasse dein Angebot zusammen

Wer sich bereits mit dem Thema „Businessplan“ beschäftigt hat, kennt diese Übung vielleicht: Schreibe eine Zusammenfassung deines „Unternehmens“ und beantworte grundlegende Fragen, um dein Angebot zu definieren. Üblicherweise wird die Zusammenfassung (manchmal auch Executive Summary genannt) im Businessplan ganz am Ende verfasst. Es ist jedoch durchaus sinnvoll, den Plan vom eigenen Unternehmen so früh wie möglich zusammenzufassen und wichtige Kernfragen zu beantworten.

Praxisübung: Was? Für wen? Wo? Wie? Warum?

Nimm dir einen kurzen Moment Zeit und schreibe eine Zusammenfassung, in der du die oben stehenden Fragen beantwortest. Formuliere in deinen eigenen Worten, was genau du mit deinem Unternehmen erschaffen möchtest.

  • Was möchtest du anbieten?
  • Für wen ist deine Dienstleistung gedacht?
  • Wo möchtest du es anbieten?
  • Wie möchtest du es anbieten?
  • Warum möchtest du die Dienstleistung anbieten?

Nimm dir Zeit für diese Übung, lasse die Fragen auf dich wirken und beantworte sie dann so detailliert wie möglich. Stelle dir auch genau vor, wie dein Leben dann aussieht, wie viel und wann du arbeitest, was für Aufgaben auf dich zukommen, mit wem du interagieren wirst. Wenn du dann eine genaue Vision deines zukünftigen Yogalehrer-Lebens zu Papier gebracht hast, ist der erste Schritt in Richtung Selbstständigkeit getan.

 

Du willst mehr Tipps für den Weg in die Selbstständigkeit? Dann lade dir das komplette Handbuch kostenlos unter fitogrampro.de/yogahandbuch herunter.

 


Carmen ist Yoga- und Meditationslehrerin, daneben bildet sie Yogalehrer zu den Themen Sales & Marketing und Schwangerenyoga weiter und arbeitet seit über 20 Jahren in Sales- und Marketingpositionen in großen, weltweit agierenden Unternehmen. 

Jonas ist Autor der Studie „Yogamarkt in Deutschland 2016“, in der fitogram erstmals den deutschen Yogamarkt untersucht hat. Außerdem analysiert Jonas für fitogram die Anforderungen und Besonderheiten von Yogastudios, im Vergleich zu anderen Gesundheitsanbietern.

Konstantin ist Marketing-Leiter von fitogram und koordiniert unter anderem Social Media sowie Google AdWords Kampagnen für Yogastudios. In seinen regelmäßigen Webinaren widmet er sich dem Thema „Marketing für Yogalehrende“. 

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