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Yoga für ein gutes Gewissen?

Yoga für ein gutes Gewissen? (Und ein Fahrrad!)

Von Kristin Rübesamen

Dass entscheidende Dinge schieflaufen in der Welt wissen wir alle, aber was hat das mit Yoga zu tun? Ja, was eigentlich?

Nieselregel oder Netflix

Ist die Weltarmut unser Problem? Der Weltfrieden? Die Kita, die gestrichen werden müsste? Die Nachbarin, die immer schimpft, weil sie einsam ist? Es gibt, - Patanjali, Sokrates und Jesus waren nur die ersten- , Menschen, die behaupten, es gäbe so etwas wie Hilfspflichten, eine moralische Verpflichtung anderen Menschen gegenüber, die in Not sind. Und dann gibt es Menschen, die sagen, nein, helfen müssen wir nicht, es genügt, wenn wir niemandem Schaden zufügen. Und es gibt Menschen, die all das für eine Zumutung halten. Sie berufen sich auf den Einzelnen, der von derart normativen Gesetzen überfordert ist und dem kein Spielraum bleibt für individuelle Entscheidungen. Im Windschatten dieser Argumentation hat sich auch die Antwort eingenistet, als Einzelner sowieso nichts ausrichten zu können gegen die Ungerechtigkeiten auf der Welt. Also statt im Nieselregel zur Demo doch lieber einen Soja Decaf Caramel holen und zuhause netflixen? Hhm, schwierig. Wir fragen mal ganz pragmatisch: geht nicht beides?

Kinderarbeit, Pelzkragen und Soja Latte

Was würde es überhaupt bedeuten, als Yogi zu leben? Damit kein Zweifel aufkommt: wenn wir uns in unserer Praxis nach dem zentralen Yogaphilosophen Patanjali richten wollen, dann kommt als erste Aufgabe auf uns zu, richtig zu handeln. Das erste Glied auf Patanjalis achtgliedrigem Pfad definiert diese Handlungsregeln, genannt Yamas. Das erste Gebot dieser Yamas ist die Gewaltlosigkeit. Das ist als Forderung banal und ungeheuerlich zu gleich. Denn wer würde etwas dagegen einwenden, friedlich leben zu wollen? Zugleich bedeutet „Ahimsa“ (Gewaltlosigkeit auf Sanksrit) aber ganz radikal, wirklich Leid zu vermeiden. Also keine T-Shirts von H&M für 7 Euro, weil bei solchen Preisen Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden kann. Gewalt ist auch Fleisch aus Massentierhaltung, Fisch aus Fischfarmen, Pelz, Leder und das ist längst nicht alles. Was ist mit Flugreisen, mit Autofahren, mit Strom aus dem Atomkraftwerk, was mit den kleinen „weißen“ Lügen, mit denen wir uns durchs Leben hangeln, und warum haben wir nicht schon längst 17 Flüchtlinge, denen Gewalt angetan wurde, aufgenommen, weil diese Gewalt nicht hingenommen werden sollte? Wir verletzen das Klima, schädigen die Natur, tragen dazu bei, dass die gesellschaftlichen Sitten verrohen.

Ist Soja überhaupt ok? Ja, sagt die Albert Schweizer Stiftung, weil negative Umwelteinwirkungen wie die laufende Rodung von Regenwald zur Erschließung weiterer Sojaanbauflächen auf das Konto der Tierproduktion und des Tierkonsums gehen, in Europa erzeugte Sojaprodukte für den direkten menschlichen Verzehr dagegen oft aus nachhaltig angebauten, nordamerikanischen oder europäischen Sojabohnen gewonnen werden... Puh. Her mit der Soja Latte. Aber was ist jetzt mit der Weltarmut? Ohje, eigentlich wollten wir doch nur entspannen mit Yoga.

Wer regelmäßig Yoga übt, lässt automatisch mehr Achtsamkeit in sein Leben - und damit auch ein verschärftes Bewusstsein für die Schieflage unserer Welt. Dem schmeckt das abgepackte Hühnchen vielleicht plötzlich nicht mehr, und er findet es nicht abwegig, nach einer lebendigen Wasserquelle zu fragen, die nicht hormonbelastet ist. Der bedruckt sein Papier vielleicht ab jetzt beidseitig, und wechselt zu Öko-Strom. Kauft green und fairtrade statt made in Bangladesh. Und trägt damit ein wenig mehr Gutes hinaus in unsere Welt, die jeden einzelnen von uns so dringend braucht.

Ob wir als Konsumenten schon unsere ethischen Hilfspflichten zur Genüge geleistet haben? Eher nicht. Aber auch wer sich nicht für den Weltfrieden verantwortlich fühlt, kann beim Einkaufen und in der Welt einfach vernünftige Entscheidungen treffen zum Wohle aller.

Aufsteigen und alle gewinnen

Auch wir von YogaEasy.de geben uns Mühe, achtsam mit den Ressourcen unserer Umwelt umzugehen. Daher kooperieren wir mit Unternehmen wie SimplyGreen - der grüne Anbieter von Öko-Strom, der im heutigen Newsletter mit der Verlosung eines tollen City-Bikes auf sich aufmerksam machen möchte. Also unbedingt ab Donnerstag 06.04.2017 auf Facebook vorbeischauen und gewinnen! Teilnahmeschluß ist der 13.04.2017.

 

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