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Yoga = Askese? Entdecke die Fülle in dir!
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Yoga = Askese? Entdecke die Fülle in dir!

Von Silke Slootz

Für Yogis ist es ein spannendes und kontroverses Thema – Fülle und Reichtum. Zu Weihnachten, wenn der Konsumzirkus seinen Höhepunkt erreicht, ist das Thema besonders faszinierend: Passt es zusammen, sein Leben nach yogischen Maßstäben auszurichten – aber auch fleißig bei Amazon zu bestellen? Gehört Askese überhaupt zwingend zu Yoga? 

Fülle und Reichtum – oder Askese? 

Die gute Nachricht gleich vorweg: Fülle und Reichtum widersprechen dem yogischen Konzept von Askese nicht. Denn die Fülle, von der ich hier schreibe, hat nichts mit Designer-Handtaschen und Shopping-Touren zu tun. Vielmehr ist ein natürlicher Zustand von Üppigkeit, überbordender Schönheit, beglückender Inspiration gemeint – kurz: eine unendlich nährende Quelle, die die Vielfalt des Lebens in all seinen Facetten feiert. Eine Fülle, die uns mit tiefer Dankbarkeit darüber erfüllt, dass das Leben uns immer nähren möchte.

Beispiele für Fülle finden sich überall: ein glücklich glucksendes, rundes Baby, das wohlige Gefühl sich durch eine Freundschaft wunderbar getragen zu fühlen oder auch das Glück in der Yogastunde die Hüften weit zu öffnen – Fülle hat viel mit Weite zu tun! Aber auch ein angenehm volles Bankkonto oder ein schönes Zuhause gehören dazu.

Askese sollte nicht das Gegenteil von Fülle sein – sie kann und sollte Momente der Fülle bereithalten. So führt der Weg der Enthaltsamkeit oft schneller zu Gedanken der Dankbarkeit, zu einer echten Wertschätzung von Dingen, Erfahrungen und Begegnungen – also zu dem Empfinden einer Fülle als natürlicher Zustand des Wohlseins – als ein eher hedonistischer, materialistischer Ansatz. Denn wer T-Shirts nur im Dutzend kauft und den ganzen Tag Essen in sich hineinstopft, wird weder angesichts eines T-Shirts oder einer Tafel Schokolade Dankbarkeit fühlen, noch sich insgesamt besonders wohlfühlen.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, warum so viele Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft das Gefühl haben, dass ihnen etwas fehlt, so viele einen Mangel spüren, eine Leere, ein Nicht-genährt-Werden und Nicht-verbunden-Sein. Ist uns der Blick für den Reichtum des Lebens, das Gefühl der Dankbarkeit abhanden gekommen?

Vielleicht geht es am Ende darum – egal, ob wir asketisch leben oder nicht: das Gefühl von Fülle wieder in uns zu etablieren und zu manifestieren. 


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Die universellen Gesetze, die das Leben verändern können

Um das zu tun, können wir die universellen Gesetze des Lebens nutzen. Wie es eben im Yoga geschieht, oder auch im Feng Shui. So gibt es etwa das Prinzip der Entsprechung: Was wir innen fühlen, zeigt sich im Außen, und umgekehrt. Laut Feng Shui kannst, wenn du im Außen, also deinem Zuhause, eine Fülle zeigen kannst, auf die dein Innerstes reagiert, auch innerlich Fülle wahrnehmen. Und wenn du eine Yogasequenz übst, die deinen Körper weitet und öffnet, ermöglichst du dir auch innerlich Gefühle von Fülle und Reichtum. 

Du willst es ausprobieren? Hier zeigt dir Claudia Uhrig eine Yin-Yoga-Sequenz für mehr Weite und Öffnung:

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8 Tipps, wie du Fülle in dein Leben bringst

1. Stärke dein drittes Chakra, das Solarplexus oder Nabel-Chakra: Das Thema Kraft und Fülle wird mit Manipura Chakra in Verbindung gebracht. Dort, beim Solarplexus, beim Nabel, hat das Gefühl der Fülle sein Zuhause. Wenn uns ein Gefühl von Mangel und Leere überkommt, ist es dementsprechend empfehlenswert, Energie ins dritte Chakra zu schicken. 

2. Übe Dankbarkeit: Aufrichtige Dankbarkeit zu fühlen, versetzt uns in eine höhere Schwingungsfrequenz, die eine starke Resonanz mit Gefühlen der Annahme, Harmonie und Fülle bewirkt. Sehr gut funktioniert etwa ein Dankbarkeits-Tagebuch, in das du täglich am Abend die Dinge einträgst, für die du dankbar warst. 

3. Schaffe Ordnung, schaffe Klarheit: Durch fehlende Ordnung stagniert die Energie in unserem Umfeld – und damit auch unsere Lebensenergie. Gerade an Orten, an denen wir uns länger aufhalten, ist es daher essenziell unsere Energie im Fluss zu halten. Übrigens wurde bis heute nie zweifelsfrei belegt, dass Einstein den berühmten Satz mit der Parallele vom Chaos und dem Genie je gesagt hat – statt Aufschieben und Ausreden empfiehlt sich beim Thema Ordnung also eher das Anpacken! Die wichtigsten Fragen, die wir uns dabei stellen dürfen: Hat alles seinen Platz? Finde ich meine eigenen Sachen leicht? Habe ich noch Freude an den Dingen, die mich umgeben? Hier findest du besten Tipps zum Entrümpeln deines Zuhauses

4. Öffne dein Herz: Fülle und Reichtum können wir nur empfinden, wenn wir unser Herz weit öffnen. Denn nur, wenn du dein Herz öffnest, kann die die Welt in all ihrer Schönheit wahrnehmen.

Diese Sequenz mit Lalla Turske hilft dir, dein Herz zu weiten und dich der Erfahrung des Lebens hinzugeben: 

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5. Die Feng Shui Reichtums-Ecke: Bei Feng Shui wird das Thema Reichtum und Fülle als wichtiger Lebensbereich angesehen. Dieser Bereich ist nach dem sogenannten Bagua im Südosten zu finden. Besorge dir einen Kompass, finde den Südosten und untersuche diesen Bereich in deinen Räumen. Sind diese Bereiche vermüllt, vernachlässigt, zugestellt? Räume diese Bereiche frei, gestalte sie schön, stelle eventuell leere, glänzende Gefäße aus – so lädst du das Thema Fülle und Reichtum in dein Leben ein. 

6. Umgib dich mit Natur: Die Natur ist ein guter Ratgeber und zeigt uns, was Reichtum und Üppigkeit heißt. Deshalb ist es ebenfalls empfehlenswert, im Südosten unserer Räume gesunde Grünpflanzen aufzustellen. Achtung: Pflanzen mit spitzen Blättern,  Kakteen (aufgrund ihrer Stacheln) und Bonsai sind nicht empfehlenswert. Tipp: Falls sich im Südosten eine Toilette befindet, ist die Reichtumspflanze Bambus zu empfehlen.

7. Nutze Symbole: Symbole können unser Wohlbefinden positiv beeinflussen, indem sie uns an das erinnern, was wir manifestieren wollen. So kannst du Symboliken nutzen, um dich an Reichtum und Fülle zu erinnern. Bei Feng Shui gibt es etwa den Reichtums-Frosch oder die Reichtumsvase, für Yogis empfiehlt sich die die hinduistische Göttin Lakshmi. Bitte keine Papierstapel etc. neben Lakshmi ansammeln – energieschluckende Ansammlungen lassen die positive Wirkung schwinden! 

8. Die mächtige Zahl „8”: Die Zahl 8 steht für Unendlichkeit, aber auch für Überfluss und Macht. Wir können die Zahl 8 in unserem Umfeld nutzen, indem wir sie als Aufkleber auf Bankordner kleben, in das eigene Portmonnaie legen oder als Bild in die Reichtums-Ecke hängen. Wenn wir die Zahl 8 mit dem Zeigefinger in die Luft zeichnen und die eigenen Wohnräume im Uhrzeigersinn abschreiten, hilft das sofort um die Energie im Umfeld anzuheben!


Ich bin davon überzeugt: Wir sind geboren, um im natürlichen Zustand der Fülle zu leben. Wenn wir uns von unserem eigenen Mangel befreien, dienen wir uns – und so letztlich der ganzen Welt. Also: Lasst uns die Fülle, die Schönheit, den Reichtum der Welt feiern!

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