Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.
Wie beweglich muss ich sein, um Yoga zu machen?
Bildquelle: iStockphoto.com

Wie beweglich muss ich sein, um Yoga zu machen?

Von Katharina Maurer

Yoga? Dafür bin ich nicht beweglich genug! Viele Menschen winken ab und verwerfen die Idee, zum Yoga zu gehen, schnell wieder. Wenn du also mit den Fingern deine Zehen nicht berühren kannst, ist das vielleicht frustrierend, aber nur ein Yogaklischee. Du lässt dir aber ganz tolle Erfahrungen entgehen, wenn du nur aus diesem einen Grund nicht zum Yoga gehst. Das kann aber auch daran liegen, dass das Wissen, welches viele über Yoga haben, sich auf die verknoteten Menschen bei Instagram beschränkt. Der westliche Fokus auf Asanas und auch die Darstellung in den Medien und sozialen Netzwerken, unterstreichen mit ihren spektakulären Abbildungen von zirkusreifen Ausführungen diesen Eindruck.

Die wichtigste Antwort auf unsere Frage ist somit, dass Yoga sich mitnichten nur um Beweglichkeit dreht. Beim Yoga geht es - mal abgesehen von der Innenschau - auch um Balance und Stärke. Yoga ist die Vereinigung dieser Gegensätze. Bloße Beweglichkeit kann nämlich auch schaden.

Es gibt zwei verschiedene Typen von Yogis

Generell lassen sich die Menschen in zwei körperlich unterschiedliche Typen unterteilen: Die von Natur aus Beweglichen, die eher an ihrer Kraft und Stabilität arbeiten müssen, damit sie bei der Yogapraxis ihre Gelenke nicht verschleißen. Und die von Natur aus Kräftigen, die zwar mühelos das Gelenk am rechten Fleck halten, aber dafür an ihrer Flexibilität arbeiten sollten, damit die Muskeln nicht zu sehr verkürzen.

Und natürlich kann es erst einmal frustrierend sein, wenn die Vorbeuge dran ist und du das Gefühl hast, dass dein Oberkörper sich gerade mal drei Millimeter nach vorn bewegen lässt. Aber erstens geht es um die kleinen Schritte, die du bei jedem Üben machst und zweitens geht es beim Yoga um soviel mehr als nur Beweglichkeit. Um dich nicht entmutigen zu lassen, kannst du dir auch einen Marathonläufer vorstellen: Der ist auch nicht eines Morgens aufgewacht und als erstes 42 km gerannt.

Du kannst deine Zehen nicht berühren? Willkommen im Club! Dafür kann es viele Gründe geben, deine natürliche Konstitution, das Wetter, die Tageszeit und deine Einstellung. Ok, Alter und Geschlecht spielen unter Umständen auch eine Rolle. Trotzdem kannst auch du die Person werden, die ihre Stirn an die Schienbeine legt - wenn du nur genug Energie ins Üben steckst.

Vermeide Yoga nicht, weil du meinst, du seist nicht beweglich genug. Es ist wahrscheinlich sogar so: Eben weil du meinst, du seist nicht beweglich genug, solltest gerade du Yoga machen! Lockere deine Muskeln und verschaffe ihnen wohltuende Dehnung! Denn verspannte Muskeln können einem viel Schlimmeres zufügen, als die vermeintliche Schmach, in einer Yogastunde die Unbeweglichste zu sein - zum Beispiel Rücken- oder auch Kopfschmerzen.

Die Wahrheit über Yoga ist: du musst nicht beweglich sein. 

Kein Lehrer wird von dir erwarten, dass du von heute auf morgen deine Zehen berühren kannst. Was sie erwarten ist, dass du es übst. Und das ist tatsächlich auch der Schlüssel zum Erfolg. Bringe deinem Körper Schritt für Schritt bei, welche Bewegung du ausführen möchtest und du wirst sehen, dass du mit Kontinuität Veränderungen bewirkst. Wichtig ist, dass du deine Gedanken nicht auf die Idee versteifst, denn mit starren Gedanken limitierst du auch deine körperlichen Fähigkeiten. In dem Moment, in dem du deinen Geist entspannst und den Kopf ausschaltest, entspannst du auch deine Muskeln. Du wirst sehen, allein dieses Lockerlassen macht schon einen Unterschied.

Selbst wenn du nie die Person sein wirst, die im Lotussitz auf dem Cover des Yogajournals sitzt, bei steter Praxis wirst du deine Fortschritte und die gesundheitlichen Vorteile schnell bemerken und die sind 1000 Mal mehr Wert, als jeglicher Instagram-Fame.

Hier also einige Regeln, die du dir für deine Praxis hinter die Ohren schreiben kannst.

  • Beginne mit dem Üben - ohne Ausnahme.
  • Suche dir eine oder zwei Yogaposen, an denen du kontinuierlich arbeitest.
  • Wenn du eigentlich keine Zeit hast: übe trotzdem. Und wenn es nur 5 Minuten pro Tag sind.
  • Suche dir einen Lehrer bzw. eine Klasse, die auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Es gibt so viele unterschiedliche Stile, da ist auch der passende für dich dabei.

Besonders Viniyoga und Iyengar-Yoga sind Stile, die auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingehen und unter Anderem mit Hilfsmitteln das volle Spektrum an Wirkung aus der Asana heraus kitzeln, ohne Kompromisse bei der Ausrichtung einzugehen. Hier bei YogaEasy kannst du auch sämtliche Stile und Lehrer ausprobieren, um herauszufinden, was dir am meisten entspricht.

Und jetzt: schnell auf die Matte!

Yoga Video Der große Anfängerkurs mit Anna Trökes - Atem und Bewegung (Teil 2 von 10)YogaEasy-Video abspielen

zurück nach oben