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Schwerkraft im Yoga – mit Übungen
Bild: Shutterstock

Süße Schwerkraft: Wo wären wir ohne sie?

Von Kristin Rübesamen

Vor Kurzem saß ich im Flugzeug (mit relativ schlechtem Gewissen, das könnt ihr mir glauben). Kurz vor dem Abflug wendete sich der Kapitän mit der irritierenden Bitte an uns, sich nicht umzusetzen, da sonst „das Zentrum der Schwerkraft aus der Balance gerate”. Betreten sahen die Passagiere zu Boden und bissen die Lippen zusammen. Der Kapitän redete weiter. Es fielen noch die Worte „Sicherheit“ und „unter keinen Umständen“.

Auch im Yoga haben wir es mit der Schwerkraft zu tun. Warum wir sie brauchen und wie wir sie einsetzen können, lest ihr hier.

Was hat Einstein mit Yoga zu tun?

Vor hundert Jahren wirft Albert Einstein die Physik über den Haufen. Er entwickelt eine neue Theorie über die Gravitation und behauptet, Raum und Zeit gehören zusammen. Was genau sich da krümmt, kann ich leider nicht erklären, nur so viel: Gravitation ist keine Kraft, sondern eine geometrische Eigenschaft von Raum und Zeit. Und, schwupps, sind wir beim Yoga. Denn ist Yoga nicht genau das, eine simultane Erfahrung von Raum und Zeit? So wie die Erde in eine Bahn um die Sonne gezwungen wird, wie Einstein behauptet, so bewegen auch wir uns auf der Matte in der Yogapraxis in bestimmten Bahnen. Und es geht weiter. Denn nach Einstein senden alle Massen, die sich bewegen, Wellen aus.

Aber genug jetzt mit der modernen Physik, ich fasse zusammen, wie wir Yogis Einstein auf die Matte ziehen können: Während wir uns im Vinyasa Yoga in bestimmten Bahnen bewegen, senden wir Wellen aus: Gravitationswellen. Diese Wellen erreichen andere Massen, ähem Yogis, und schon entsteht das, was Yoga in seiner ursprünglichen Übersetzung heißt: Verbindung.

Je nachdem, welche Intention diese Wellen begleitet, macht die Verbindung diejenigen, die sie miteinander verbindet, zufriedener - oder nicht. Um aber (jetzt sollte Einstein kurz zuhören, denn das ist neu für ihn) die richtige Intention zu finden, sollten wir auf unsere Füße hören. Denn in ihnen bündelt sich unser Kontakt zur Erde, zum Yogastudio, zu unserem Viertel, unserer Stadt, unserem Kontinent und unserem Planeten. Stellt euch einmal in Tadasana mit geschlossenen Augen und ihr versteht, was ich meine.

Ohne Schwerkraft kein Zähneputzen und kein Yoga

Diesem Planeten und der Schwerkraft, die uns an ihn bindet, verdanken wir es zum Beispiel, dass wir nicht verloren gehen und ein Zuhause bauen können. Woher die Erdanziehungskraft kommt, ist noch nicht gelöst. Aber warum wir sie schätzen, ahnen wir: Wie würden wir sonst unsere Zahnbürste finden? Wie unsere Schuhe zubinden? Oder jemanden küssen? Wie würden wir uns in eine Armbalance heben und einen halben Meter über der Erde schweben? Wie auf einem Bein balancieren, auf dem Kopf stehen oder einfach nur Ruhe im Kind finden?

Also, auf die Schwerkraft und alles, was wir ihr verdanken.

In diesen Asanas spürst du die Schwerkraft besonders gut

 

1. Tadasana, die Berghaltung

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2. Vrksasana, der Baum

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3. Adho Mukha Vrksasana, der Handstand

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4. Kakasana, die Krähe

Hier zeige ich dir, wie du in die einbeinige Krähe kommst:

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5. Sirsasana, der Kopfstand

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6. Balasana, die Haltung des Kindes

Zur Beruhigung servierte uns die reizende Cabin Crew ein Eis. Hat prima funktioniert.

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