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Ich mach' nur den herabschauenden Hund
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Ich mach' nur den Hund: Minimalistisch oder faul?

Von Kristin Rübesamen

Die Welt der Yoga-Asanas ist reich und unübersichtlich. Der Überlieferung nach hat Gott Shiva vor Jahrtausenden 8.400.000 Asanas gelehrt, im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich die Zahl auf angeblich 84 klassische Yoga-Übungen reduziert. In jeder Tradition gibt es eigene Vorstellungen, wie viele Asanas es geben darf. Einen festen Kanon gibt es nicht, aber eins ist klar: Es sind viele. Hhm. So many asanas, so little time.

Ein Tier ist genug: Der herabschauende Hund

In einem meiner Lieblingsbücher geht es um einen russischen Adligen, der sehr faul ist. Der Held Ilja Oblomow liegt eigentlich nur im Schlafrock im Bett, überlegt, ob er aufstehen soll, und lässt es dann bleiben. Er träumt von einem schönen Leben, in dem er keinerlei Verantwortung hat, und sich alles um den Mittagsschlaf dreht. Den Plan, sich um das väterliche Gut zu kümmern, verschiebt er von einem Tag auf den anderen, sodass dieses mehr und mehr verfällt. Schon klar, dass dieser Typ heute keine Chance hätte. Wer faul ist, genießt keine Anerkennung. Wie schade. Und wie kurzsichtig. Denn wenn man erst mal die gesellschaftlichen Anforderungen, tüchtig und erfolgreich zu sein, abgeschüttelt hat, winkt ein unerwartetes Glück. Man muss sich nur darauf einlassen.


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In 5 Schritten zum faulen Adho Mukha Svanasana

  1. Das Experiment geht so: Statt morgens nach einer Kurkuma-Spülung auf die Matte zu hetzen und zackig die erste Serie im Ashtanga Yoga zu absolvieren, bleibt liegen.
  2. Statt Meditation die Augen fest geschlossen halten und abenteuerliche Pläne schmieden, die keine Chance auf Realisierung haben.
  3. Schief und krumm die Matte ausrollen. Dazu Deutschlandfunk hören oder Radio Paradiso.
  4. In den Hund kommen, aber die kurze, stämmige Variante mit den Füßen und Händen mattenbreit.
  5. Durch Hände und Füße in den Boden drücken und sich so erden. Zehn Atemzüge halten.

Danach Haltung des Kindes, zurück ins Bett und Croissant.

Falls ihr es heimlich etwas engagierter angehen lassen wollt, bleibt beim Hund, aber wiederholt ihn dreimal.

Achtet darauf, keine anderen Haltungen zu üben. So bleibt ihr minimalistisch und faul!

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Achtung: Anfänger lassen den Kopf baumeln, um Schultern und Nacken zu entspannen. Fortgeschrittene heben den Kopf zwischen die Arme, so dass die Ohren auf einer Höhe mit den Oberarmen liegen und der Nacken schön lang wird.

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