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Mit Leichtigkeit durch den Winter
Bildquelle: Istockphoto.com

Mit Leichtigkeit durch den Winter

Von Saskia Schmitz-Tietgen

1. Schlag Väterchen Frost mit Ayurveda ganz leicht ein Schnippchen

Laut Ayurveda, der Wissenschaft vom (langen) Leben, befinden wir uns jetzt im frühen Winter in der Vata-Zeit. Das heisst, kalte, luftige, trockene, unstete Eigenschaften dominieren jetzt besonders. Bemerkbar machen kann sich dies durch trockene Haut, ein schwaches Immunsystem oder den Winterblues. Wir sehnen uns jetzt häufig nach Kapha-Qualitäten - also Ruhe, Stabilität, Beständigkeit und Rückzug.

Tipp 1: Um gut durch den Winter zu kommen, vermeide jetzt alles, was Vata zusätzlich erhöhen könnte. Dazu gehören zum Beispiel trockene, kalte, leichte Nahrungsmittel wie Rohkost, außerdem Stress und Hektik. Setze stattdessen auf warme, erdende, nahrhafte Speisen wie Eintöpfe, Nüsse oder Trockenfrüchte, die dir Kraft geben. Damit dir die deftigen Mahlzeiten aber nicht zu schwer im Magen liegen und du trotzdem mit leichtem Gefühl durch die Vorweihnachtszeit kommst, kannst du sie mit passenden Gewürzen wie Pfeffer, Kreuzkümmel, Ingwer, Gewürznelken, Muskat, Süßholz, Zimt, Kurkuma oder Chilli verträglicher machen.

Tipp 2: Nicht nur das Klima ist jetzt kalt und trocken - auch körperlich können wir Vata in jeder Pore unseres Körpers spüren: Unsere Haut ist häufig trocken, Hände und Füße sind kalt und unsere Gelenke fühlen sich steif und unbeweglich an. Wir lechzen nach Wärme und Leichtigkeit. Ein Saunagang und eine anschließende Ölmassage können jetzt wahre Wunder wirken. Vor allem die nicht ganz so heiße Dampfsauna ist jetzt optimal, da sie die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und uns sanft wärmt. Eine Abhyanga-Massage mit passenden, ayurvedischen Sesam-Ölen bringt unsere Sinne zur Ruhe, macht die Haut geschmeidig und lockert verspannte und schmerzende Gliedmaßen. So kommen wir geschmeidig und mit einer Extraportion Entspannung durch die eisigen Temperaturen und die letzten Tage des Jahres.

2. Komm deep relaxt durch die dunkle Jahreszeit

Die letzten Arbeitswochen fordern ihren Tribut - auf die letzten Meter des alten Jahres fühlen wir uns oft ausgebrannt, schwer und müde. Hinzu reiben wir uns zusätzlich häufig mit Geschenke-Shopping und Weihnachtsvorbereitungen auf. Ruhe, Entspannung, Innehalten, Loslassen und Leichtigkeit sind jetzt das, was wir suchen und dringend brauchen.

Tipp 1: Auch wenn es dir sonst beim Yoga nicht schweißtreibend genug sein kann - versuche es jetzt doch einmal mit einer ruhigen Asana-Praxis. Eine Runde Yin Yoga, Long Slow Deep -/ Deep Relax Yoga oder eine ruhige Hatha-Yoga-Session, bei der der Köper ganz langsam erwärmt wird, sorgen dafür, Anspannung in Körper und Geist behutsam loszulassen. Asanas, die dich sanft erwärmen und dein Agni anregen wie der Drehsitz (Arda Matsyendrasana, s. Abb), die erdend wirken wie der Baum (Vriksasana, s. Abb), die dich in Balance bringen und deine Konzentration und Ruhe fördern wie der Tänzer (Natarajasana) sind für die jetzige Jahreszeit optimal.

Tipp 2: Auch eine tägliche Meditations-Praxis kann dir dabei helfen, die dunklen Tage leichter zu nehmen und den Winterblues nach Hause zu schicken. Vielleicht probierst du einmal die "Meditation für starke Nerven" aus dem Kundalini Yoga aus?! Dafür setzt du dich bequem und aufrecht hin. Für Männer gilt: Halte deine rechte Hand mit der Handfläche nach vorne ausgerichtet auf Höhe deiner Ohren. Der Daumen deiner rechten Hand berührt die Fingerkuppe deines Ringfingers (nicht den Nagel berühren). Währenddessen liegt die linke Hand in deinem Schoß (Handfläche zeigt nach oben) und der linke Daumen berührt die Spitze des linken kleinen Fingers. Für Frauen gilt die umgekehrte Handhaltung. Nun schließe deine Augen und atme lang und tief drei bis 11 Minuten. Zum Schluß öffne deine Augen, hebe deine Hände und schüttle sie kräftig aus.

3. Tauche ein in den Zauber der wunderbaren Rauhnächte

Neben Yoga und Meditation können auch kleine Rituale helfen, alles Alte, Verbrauchte und Belastende des zurückliegenden Jahres loszulassen und mit freiem Geist in das neue Jahr zu starten. Besonders gut eignen sich dafür die sogenannten Rauhnächte. Rauhnächte werden auch als "Losnächte" bezeichnet - Nächte, in denen es um das Loslassen und die innere Reinigung, aber auch um das "Losen", das Vorhersagen und Orakeln geht. Man sagt seit Jahrhunderten, dass während dieser Nächte die Grenze zwischen der realen Welt und der Geistwelt besonders dünn sei und die Seelen der Verstorbenen Ausgang haben. Die Raunächte sind die 12 Nächte zwischen Weihnachten (25. Dezember) und dem sechsten Januar. Sie symbolisieren zum einen die 12 Tierkreiszeichen, aber auch die 12 bevorstehenden Monate des kommenden Jahres.

Tipp 1: Mach dein Zuhause startklar für das neue Jahr. Besorge dir Harze oder Kräuter wie Salbei (soll reinigende Wirkung haben und negative Energien neutralisieren), Kampfer (wird als klärend und befreiend bezeichnet) oder Weihrauch (gilt als reinigend, klärend und stimmungsaufhellend). Nimm eine Räucherschale, lege eine Räucherkohle hinein und entzünde das Räucherwerk oben drauf. Geh dann durch jeden einzelnen Raum deiner Wohnung und puste etwas Rauch in jede Ecke. Stell dir vor, so alles Negative verbrennen und ausräuchern zu können.

Tipp 2: Lass alles Alte und Belastende los und schau, was das neue Jahr für dich bereit hält.  Dazu nimm 13 Zettelchen und schreibe jeweils einen Wunsch fürs kommende Jahr darauf. Die Zettelchen sollten sich optisch nicht voneinander unterscheiden. Dann nimm jede Nacht ein Zettelchen und verbrenne es. Am 6. Januar öffne das letzte Zettelchen. Das was hier geschrieben steht, ist dein Wunsch für das kommende Jahr, dem du dich widmen kannst.

4. Gutes tun leicht gemacht: Öffne dein Herz!

Gutes tun, kann so leicht sein. Und sorgt darüber hinaus dafür, dass uns ganz leicht und warm ums Herz wird. Worauf wartest du noch?

Tipp 1: Vielleicht hast du Lust, dafür zu spenden, dass Obdachlose im kalten Winter zum Beispiel warme Kleidung tragen können (www.betterplace.org). Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen - tu es einfach, werde aktiv!

Tipp 2: Detox zur Weihnachtszeit? Na klar! Und damit ist keinesfalls der Verzicht auf Kekse und Co. gemeint. Vielmehr geht es um die Verschlankung deines Kleiderschrankes. Otto hat mit "Platz schaffen mit Herz" eine Aktion ins Leben gerufen, bei der wir gut erhaltene Kleidungsstücke, die wir einfach nicht mehr tragen und im Schrank unnötig viel Platz wegnehmen, spenden können. Diese werden dann weiterverkauft und mit dem Erlös werden soziale und ökologische Projekte finanziert (www.platzschaffenmitherz.de).

Wichtiger Hinweis: Alle vorgeschlagenen Maßnahmen stellen Tipps dar und ersetzten nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker! 


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