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In 10 Schritten deine Intuition verbessern
Bildquelle: Shutterstock.com

In 10 Schritten deine Intuition stärken

Von Monika A. Pohl

Yoga stärkt deine Intuition

Intuition ist längst ein Stiefkind unserer Leistungsgesellschaft geworden. Denn die meisten Menschen neigen dazu, sich nur auf ihren Verstand zu verlassen und blenden das Bauchgefühl vollkommen aus. So überhören wir unsere Bedürfnisse und Wünsche, die sich in Form von Emotionen in uns breit machen. Um jedoch stimmige Entscheidungen zu treffen, sollten wir beides mit einbeziehen: das Kopf- und das Bauchhirn. Yoga schafft den Rahmen, der nötig ist, um mit der eigenen Intuition in Kontakt zu kommen. Eine regelmäßige Übungspraxis fördert die Fähigkeit, intuitiv gut für sich zu sorgen und bringt uns auf diese Weise dem näher, was wir unter Erfüllung verstehen.

„Alles, was wirklich zählt, ist Intuition.
Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft,
die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“

Albert Einstein

Das sogenannte Bauchhirn ist eine zentrale Sammelstelle bewusster und unbewusster Impulse unseres Körpers, eine Art emotionales Gedächtnis. Gefühle und die damit verbundenen Körperempfindungen prägen unser Leben und begleiten uns stets durch den Tag. Positive Erfahrungen bringen wir in Zusammenhang mit angenehmen Körperempfindungen und negative in der Regel mit Unwohlsein. Diese Abläufe sind uns manchmal bewusst, meist jedoch laufen sie unbewusst im Hintergrund ab und werden in den Körperzellen wie auf einer Festplatte gespeichert. In vergleichbaren Situationen bieten sie uns einen  Erfahrungsschatz, aus dem wir schöpfen können, sofern wir in der Lage sind, diese Botschaften zu entschlüsseln.

Um mit unserer inneren Weisheit auf Tuchfühlung zu kommen,  ist sowohl eine achtsame Ausrichten unserer Wahrnehmung nach innen, ebenso wie eine entspannte Grundhaltung wichtig. Beides sind Aspekte, die Yoga beinhaltet. Wir richten unsere Antennen nach innen, lauschen der Stimmung die da ist und bringen den Geist und somit auch den Körper zur Ruhe. Auf diese Weise lernen wir, unsere Gedanken und Gefühle achtsam zu entschlüsseln und zu benennen.

Gerade heute in der schnelllebigen und komplexen digitalen Welt, wo uns sonst wenig Zeit bleibt, um sich selbst wahrzunehmen, bietet Yoga einen großen Mehrwert. Obwohl wir ununterbrochen online sind und ständig durch andere erreichbar, sind wir selten mit unserer Intuition in Verbindung. Die Zeit, die wir mit Yoga verbringen ist daher enorm wertvoll. Denn plötzlich stellen wir fest, dass wir zwei Instanzen haben, auf die wir uns verlassen können, den Kopf und den Bauch. Intuition ist die Verbindung aus beiden. Wenn wir bereit sind, sie als eine Art Kompass einzusetzen, unterstützt sie uns dabei, unsere Ziele selbstbewusster anzugehen und unser Leben selbstbestimmter zu gestalten.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung kann Intuition spontan sein, muss es aber nicht. Mache Entscheidungen müssen an Ort und Stelle gefällt werden. Da kommt es auf Schnelligkeit an, auf den ersten Impuls. Andere dagegen brauchen Zeit, sie müssen reifen. Da macht es Sinn, einen Spaziergang oder eine Meditation zwischenzuschalten. Geht dann der Kopf mit dem Bauch in Resonanz, zeichnet sich meist eine stimmige Lösung ab. Wir sollten demnach immer beide Seiten mitentscheiden lassen.

Wie du in 10 Schritten dein Bauchhirn aktivierst:

  1. Setze oder lege dich entspannt hin und schließe deine Augen.
  2. Lege deine Hände sanft auf dein Bauchchakra, etwa zwei Fingerbreit oberhalb deines Bauchnabels.
  3. Atme tief in deinen Bauch hinein und stelle dir vor, wie du das Bauchhirn mit frischer Energie versorgst.
  4. Nach einer Weile visualisiere ein warmes Sonnengelb unter deinen Händen, das sich wie eine Sonne um deinen Bauchnabel ausbreitet.
  5. Tauche in die Farbe und das Bild so tief wie möglich ein und nimm die Haltung eines Beobachters ein.
  6. Lausche neugierig auf alle Impulse, die auftauchen - ohne zu werten und etwas erzwingen zu wollen.
  7. Bleibe entspannt und mit deinem Atem in Kontakt.
  8. Entscheide selbst, wann du diesen Zustand wieder verlassen möchtest und lasse das Bild vor deinem inneren Auge zunehmend verschwinden.
  9. Löse deine Hände vom Bauch, atme tief durch die Nase ein und herzhaft durch den Mund wieder aus.
  10. Öffne deine Augen und richte deine Aufmerksamkeit wieder nach außen, ohne die Verbindung zu deinem Bauchchakra aufzugeben.

Mit etwas Übung und Vertrauen in die eigenen Ressourcen wird sich dir dein intuitives Potential auf eine sehr simple und praktische Weise erschließen, die im Alltag wirklich gut funktioniert. 

Wenn du mehr über die Intuition erfahren möchtest, wie sie z.B. deine Außenwirkung auf andere Menschen positiv beeinflusst, empfehlen wir dir die aktuelle Neuerscheinung von Monika A. Pohl:

„30 Minuten Intuition“,
ISBN 978-3-86936-768-2
GABAL Verlag, Offenbach 2017

Hier geht's zur Leseprobe.

Auf der Webseite der Autorin findest du zwei weitere geführte Meditationen, die dich mit deiner Intuition verbinden:

Meditation 1: Nabelchakra aktivieren (ca. 6 Minuten)

Meditation 2: Stirnchakra aktivieren (ca. 6 Minuten)

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