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Die schönsten Rituale zum Jahreswechsel
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Die schönsten Rituale zum Jahreswechsel

Von Silke Slootz

Was sind Rauhnächte?

Bei den zwölf Rauhnächten handelt es sich im Grunde genommen um ein Naturereignis. Zustande gekommen sind die Rauhnächte nämlich aufgrund der fehlenden Nächte zwischen Mond- und Sonnenkalender. Ein Mondjahr beinhaltet 12 Mondmonate, die jeweils von Neumond zu Neumond gehen, wodurch sich eine Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr von 11 Tagen und 12 Nächten ergibt. Diese 12 Rauhnächte liegen am Ende des Jahres oder, wie man sagt „zwischen den Jahren”. Diese „zeitlose Zeit” wurde traditionell genutzt um im Kreise der Familie zu orakeln und Ställe und Häuser zu räuchern, während draußen Dunkelheit und Kälte regierten.

Auch heute können wir die Weichen für das neue Jahr besonders günstig stellen, indem wir mit Hilfe von Ritualen in uns gehen, Altes abschließen und uns Neuem zuwenden. Rituale haben für Menschen eine hohe Symbolkraft, sie unterstützen uns in Übergangsphasen, bringen Dynamik in Entwicklungen und geben uns Gelegenheit, unsere Kreativität auszuleben - und machen zudem noch Spaß!

Probiert doch die drei folgenden Rituale zum Jahreswechsel aus:

1. Erfolgreich wünschen

Gerade in den Rauhnächten, wo ‚ die Tore weit offen’ sind, gelingt es uns leichter in uns zu gehen – bei einer Meditation, einem Spaziergang. Wenn wir unsere Wahrnehmung schulen, können wir unsere tiefsten Wünsche manifestieren.

Das Buch-Ritual

Für diese besondere Zeit ist es das Beste sich ein besonders schönes leeres Buch zu besorgen. Dieses Buch begleitet Euch im nächsten Jahr. Ihr schreibt nun jeden Tag Eure Träume, Wünsche, Visionen und was Euch sonst noch bewegt in das Buch. Das können natürlich auch Begegnungen im Alltag sein oder auch Symbole aus der Natur. Jede Rauhnacht steht für einen Monat im nächsten Jahr startend ab dem 24. Dezember bis zum 6. Januar. Wenn Ihr jeden Tag nun etwas in das Buch schreibt, und das im nächsten Jahr im jeweiligen Monat nachlest, werdet Ihr überrascht und voller Freude sein, was für Parallelen zu finden sind.

Die 3 größten Wünsche

Wenn Ihr Euch mit Euren Wünschen für das kommden Jahr beschäftigt, fragt euch, welche drei Wünsche Euch besonders am Herzen liegen? Diese könnt Ihr nun besonders gut manifestieren, indem Ihr sie in Schriftform in eine kleine Schachtel legt. Die Schachtel öffnet Ihr genau ein Jahr später. Seid gespannt, wie das Universum lauscht und Eure Wünsche erfüllt.


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2. Räuchern - Auflösen und neu beginnen

Räucherungen kennen alle menschlichen Kulturen der Erde. Von religiösem Räuchern über ayurvedisches bis zu keltisch-germanischem Räuchern ist diese Ritual fest in der menschlichen Kultur verankert. In der Zeit zwischen dem 21. Dezember und dem Neujahr ist es etwa in der ländlichen Bevölkerung Bayerns, Österreichs und Südtirols auch heute noch üblich, die Häuser und die Ställe auszuräuchern. Die Menschheit wusste wohl schon immer, dass der Rauch bestimmter Pflanzen eine energetische Reinigungswirkung hat. Räucherstoffe haben hohe Schwingungen und können damit die Schwingung der Räume heben.

Die Arbeit mit Räucherstoffen kann ein wunderschönes Erlebnis werden, wenn es in der besonderen Zeit der Rauhnächte stattfindet. Wenn die Räucherstoffe ihren Duft entfalten, werden wir in eine eigene Welt entführt, die unsere Intuition wie von selbst öffnet. Wir bekommen einen besseren Zugang zu unseren Räumen und damit zu uns selbst.

Anleitung zum Räuchern:

Ihr braucht: Eine feuerfeste Schale, Räuchersand, Räucherkohle, eine weiße Kerze, etwas zum Verwedeln des Rauchs, wie eine Feder, und natürlich Räucherstoffe.

Tipp: Wer das erste Mal räuchert, dem empfehle ich eine geeignete Räuchermischung, z.B. zur ”Hausreinigung”. Traditionell wird Salbei bzw. eine Mischung mit Salbei verwendet. Salbei eignet sich besonders gut, denn er besitzt starke Reinigungs- und Harmonisierungseigenschaften, ideal für Räumlichkeiten. Es kann natürlich auch nur Salbei verräuchert werden, dabei sind Blätter und Blüten zu verwenden.

Vorbereitungen für das Räuchern:

  • Bevor Ihr Euch ans Räuchern macht, bitte bringt Bettdecken sowie Lebensmittel nach draußen.
  • Rauchmelder in Räumen sind abzustellen oder abzuschrauben. Das kostet etwas Zeit, aber sollte unbedingt getan werden.
  • Bitte schickt Eure Haustiere und Kinder nach draußen.
  • Alle Fenster und Türen werden geschlossen.
  • Alle Räuchergegenstände an einem guten Ort aufstellen; es darf bereits der Räuchersand und die Räucherkohle in die feuerfeste Schale gelegt werden. Ihr dürft gerne hierzu eine Art Altar einrichten, etwa mit Blumenschmuck.

Ausführung des Räucher-Rituals:

  • Zündet eine weiße Kerze an - diese dient dazu die lichten Kräfte einzuladen.
  • Räuchern ist eine energetische Arbeit. Dafür solltet ihr einen "Selbstschutz" anlegen. Ein Selbstschutz ist ein kleines Ritual, das vor negativen Energien schützt - hier findet ihr Beispiele und Anleitungen.
  • Nun wird jede einzelne Ecke links beginnend im Raum ausgeklatscht. Dabei wird von unten nach oben mit den Händen geklatscht. Am Ton sowie an der Dichtigkeit zwischen den Händen können wir stagnierte Energie erkennen. Durch das Klatschen wird die Energie in Bewegung gebracht.
  • Nun wird die Räucherkohle entzündet und wir warten darauf bis der äußere Ring der Kohle brennt.
  • Nun legen wir die Räuchermischung auf die Kohle und schreiten wieder von links durch den Raum. Dabei verwedeln wir den Rauch, z.B. mit einer Feder oder einer Engelskarte, in Ecken, über Möbelstücke in unsere Räume. Wer mit offenem Feuer arbeitet, sollte achtsam sein und nicht zu schnell und auch nicht zu langsam arbeiten.
  • Nach dem Räuchern bringen wir die Räucherschale nach draußen an einen sicheren Ort zum Ausglühen.
  • Wir öffnen die Fenster der Räume zum Belüften und verlassen diese für mindestens 30 Minuten.
  • Wenn wir zurückkommen zünden wir wieder die weiße Kerze an und setzen uns in einen Meditationssitz in den Raum, am besten zu unserem Altar. Wir dürfen nun unsere Wünsche für unsere Räume manifestieren.
  • Mit einem Bedankens- und Segensritual (z.B. einer „Namaste"-Verbeugung) beendet Ihr Eure Räucherung.

Den Altar mit den Räuchergegenständen entfernt ihr noch am selben Tag.

3. Silvester - die Nacht des Übergangs

Rund um den letzten Tag des Jahres, gewidmet dem römischen Papst Silvester, gibt es viele Rituale. Diese Nacht steht für die Vertreibung des Geistes des alten Jahres - und natürlich wird in dieser Nacht auch die Freude über das neue Jahr zum Ausdruck gebracht.

Nutzen wir doch die Nacht des Übergangs und machen ein besonderes Silvester daraus. Wenn wir darauf unser Bewusstsein lenken, steht einem neuen Jahr voller Möglichkeiten nichts mehr im Wege!

Vorbereiten können wir uns für diesen speziellen Abend, indem wir ein Bad nehmen, und nicht nur symbolisch alles Alte abwaschen. Danach ziehen wir am Silvesterabend rote Unterwäsche an, was laut italienischer Tradition glückliche Liebesnächte für das neue Jahr verheißt. Wer sein Zuhause mit den Naturwesen ehren möchte, stellt einen Teller mit kleinen Speisen, wie Nüssen, an einen Baum nach draußen. Anschließend können wir in unseren geräucherten Räumen freudvoll im Kreise unserer Lieben feiern und Glücksbringer verteilen oder spielerisch orakeln, z.B. mit Blei gießen - was mit Kindern besonders viel Spaß macht. Wir tanzen, wir lachen und erfreuen uns an dem immerwährend Neuem, indem wir den Countdown mitzählen und das Feuerwerk bunt und laut am Nachthimmel genießen.

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