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Chaos im Bauch – überlastetes Nabelchakra
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Chaos im Bauch – überlastetes Nabelchakra

Von Birgit Feliz Carrasco

Nicht wenige Menschen haben häufig oder sogar regelmäßig Magenbeschwerden oder Probleme mit dem Darm. Kann ich mit solchen Symptomen Yoga machen? Kann Yoga mir helfen, solche Beschwerden in den Griff zu bekommen? Yoga hilft immer. Allerdings ist die Kenntnis darüber, warum Probleme mit Magen und Darm auftreten, hilfreich und der erste und wichtigste Schritt zur Besserung von Körperbeschwerden. Dein Wohlbefinden hat mit deinem Solarplexus-Chakra zu tun. Wie ist es bei dir? Hast du Sonne im Bauch oder doch eher Grummeln?

Die Symptome eines überlasteten Manipura Chakra

Übersäuerter Magen, Reflux der Magensäure, Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Reizdarm, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall sind weitverbreitete Phänomene, die mit dem Solarplexus-Chakra zusammenhängen, diesem feinstofflichen Energiezentrum in der Mitte unseres Körper. Die Symptome zählen heute zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten, die allesamt mit neuzeitlicher Lebensweise entstanden sind, die – hinlänglich bekannt – mit Hektik und Überforderung einhergeht. Allerlei chemische Mittel werden in der Apotheke dagegen angeboten, um diese Symptome abzuschalten. Denn wer leistet, kann keinen brennenden Schmerz in der Magengrube gebrauchen.

Naturheilkundige Arzneien sind wirkungsvoll, da sie Dysbalancen heilend ausgleichen. In der Regel fehlt es dem Körper an Bitterstoffen, die für das fein abgestimmte System aus Säuren, Basen und Peristaltik der inneren Organe notwendig sind, um Verdauungsarbeit zu leisten. In unser relativ zucker- wie kohlenhydratreichen Ernährung fehlen Bitterstoffe, die wir natürlicherweise exemplarisch über bittere Salate, Artischocken, Walnüsse, Mandeln, Bitterorangen und herbe Kräuter zu uns nehmen sollten. Tropfen aus der Naturheilkunde gleichen diesen Mangel aus.

Ok... Campari, Aperol oder ähnliche bittere Aperitife oder Kräuterschnäpse als Digestifs sind auch hilfreich, aber für den täglich wiederkehrenden Genuss nicht so angezeigt. Probier mal aus, über die Nahrung mehr Bitterstoffe zu dir zu nehmen, um aktuellen Bauchbeschwerden Einhalt zu gebieten oder sie erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Wie entstehen Magen- oder Darmbeschwerden?

Mit Aufnahme unserer täglichen Nahrung beginnt ein ausgeklügelter Prozess im Körper, den wir banal Verdauung nennen, der jedoch sehr viele biochemische Komponenten und Organe benötigt, sodass im Grunde genommen an jeder Station von Mund über Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber und Gallenproduktion bis hin zu den fünf bis sieben Meter Darmlängen etwas schieflaufen kann... und es manches Mal auch tut.

Der Bauchraum ist quasi die Alarmglocke des gesamten Körpersystems. Uns ist ganz und gar nicht bewusst, welche filigran abgestimmten Abläufe im Inneren des Verdauungstrakts vonstattengehen und wie Asana-Praxis auf diese Vorgänge Einfluss nimmt durch aktivierende, durchblutungsfördernde Massage der inneren Organe beim Drehen und Halten spezifischer Positionen. Normalerweise spüren wir Hunger, wir essen, gehen zur Toilette – that's it.

Organische Erkrankungen, Viren- oder Bakterienalarm sind jederzeit möglich, aber die häufigste Ursachen für Magen-Darm-Symptome ist der allgemeine Zeitmangel und Druck, unter dem wir meistens Nahrung zu uns nehmen. Beobachte mal, wie regelmäßige Yoga- und Meditationspraxis für deine „Alarmzone Bauch” heilsamen Balsam durch Muße und Innehalten entstehen lässt.

Wir essen unsere Gefühle

Wie oft denkst du: „Die Person nervt mich jetzt. Ok. Runterschlucken und weitermachen!”? Wie oft denkst du „Ich muss mal rasch was essen und dann schnell weiterarbeiten!”? Wie oft denkst du „Ich ärgere mir ein Loch in Bauch!” oder „Ich koche vor Wut!”? 

Mit der Nahrung nehmen wir Nährstoffe, aber auch Gefühle zu uns, die unbewusst durchgekaut und runtergeschluckt werden, weil wir nicht aussprechen oder ausleben, was wir wirklich fühlen. Unter Umständen nehmen wir sogar auf der Schwingungsebene die dumpfe Tagesstimmung des Kochs in uns auf, der in der Restaurantküche das Mittagsessen zubereitet hat.

Tischgebete spricht wohl so gut wie niemand mehr heute, sie wären aber ein heilsames Ritual, die Aufnahme von Nahrung bewusster zu zelebrieren und in harmonischer wie dankbarer Atmosphäre zu gestalten. Solche fehlenden Rituale machen den Magen sauer und reizen den Darm, die – so könnten man meinen – eben auch zu Emotionen fähig sind.

Also: „Arbeitsessen” mit Kunden oder Kollegen sind ab sofort tabu. Mach dir bewusst: Während des Essens über sonnige Dinge und über Liebe statt über Sorgen zu sprechen, ist ein ganz traditionelles Heilmittel, denn „Liebe geht (ohne Probleme) durch den Magen”.


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Solarplexus, Empathie und Antipathie

Das Sonnengeflecht im Bauchraum ist einerseits ein anatomisch nachweisbares Netzwerk ausgeklügelte Nervenbahnen und Knotenpunkte, die hier gehäuft zu finden sind und von der Wissenschaft nicht ohne Grund „das Bauchgehirn” genannt werden. Über die Nabelschnur von der Mutter zum Embryo findet ab der ersten Wachstumsphase in der Gebärmutter ein intensiver Austausch von Nährstoffen einerseits, andererseits vermutlich auch aller Emotionen statt.

Aus der feinstofflichen Lehre wissen wir: Das Solarplexus-Chakra (auch Manipura genannt, aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet das in etwa „Juwel” oder „Stadt der Juwelen”) ist der Transformationsort für feinstoffliche Schwingungen zwischen der Innen- und Außenwelt, zwischen der hier-dimensionalen und der höher-dimensionalen Welt der Schöpfung. Das Solarplexus-Chakra ist metaphorisch mit einem Magneten vergleichbar, der unsichtbare Schwingungen spürt, verarbeitet und anzieht oder abstößt.

Und dies geht in Zeiten leistungsfordernder Lebensweise und in Phasen emotionaler Überforderung nicht immer glatt vonstatten. Angst, antrainiertes Pflichtbewusstsein oder überbordendes Mitgefühl können das Solarplexus-Chakra überlasten und die damit verbundenen Organe wie Magen und Darm überreizen. Auch Mitgefühl, Trauer und unterdrückte Wut überlasten das Manipura, mit dem wir Empathie oder Antipathie empfinden.

Spüre bewusst, was dein Bauchgefühl anzeigt, wenn ein dir umsympathischer Mensch den Raum betritt oder wenn du jemanden begegnet, den du sehr magst.

Mit Yoga die Flut der Empfindungen sortieren

Stirn-Chakra und Solarplexus-Chakra sind zweifelsohne besonders überlastete Chakras des Körper-Geist-Seele-Systems des Menschen. Chakras wie beispielsweise im Herz- oder Beckenbereich sind eher unterentwickelt, Manipura dagegen sehr geweitet, um alle Eindrücke und feinstofflichen Informationen verarbeiten zu können.

Die Praxis des Yoga hilft dir, einen Ausgleich zwischen Wahrnehmung und Aufnahme zu schaffen, und damit ist nicht nur die Praxis von Asanas gemeint. Einige Empfehlungen, die sich in der Praxis mit meinen Patienten und Yogaschülern bewährt haben:

  • im Alltag öfter mal beide Handflächen zum Schutz auf den Solarplexus-Bereich zwischen Bauchnabel und Brustbein legen und dabei für einige Momente bewusst atmen 
  • eine sonor klingende Klangschale auf den Bauch legen, anschlagen und am und im Körper schwingen lassen 
  • mehrmals hintereinander morgens und abends oder beim Autofahren OM aus der Mitte des Bauches tönen 
  • Asanas in Bauchlage oder mit starken Vorwärtsbeugen bei akuten Magen-Darm-Symptomen, außer bei Verstopfung, vermeiden
  • Asana-Varianten täglich praktizieren, die den Bauchraum weiten wie Schulterbrücke, Fisch, Mond, Dreieck, Stern oder Rad und dabei stets den Nabelbereich bewusst ausrichten und wahrnehmen

In diesem Video zeigt Wanda Badwal, wie du die Schulterbrücke richtig ausführst:

Yoga Video Tutorial: Asana – die Schulterbrücke (Setu Bandha Sarvangasana)YogaEasy-Video abspielen

  • Meditieren mit den Händen auf dem Bauch und sich dabei bewusst machen, dass nicht nur Kopf und Herz empfindungsfähig sind, sondern besonders auch der Bauchraum um den Bauchnabel
  • während Shavasana in Rückenlage ein warmes Kirschkernkissen oder Ähnliches auf den Bauch legen

Bewusstheit ist stets der erste und wichtigste Schritt zur Besserung von körperlichen Symptomen, weil Erkrankungen in aller Regel mit emotionalen Dysbalancen beginnen und sich bei anhaltender Unbewusstheit dieser psychosomatischen Zusammenhänge im Körper manifestieren. Yoga ist Bewusstheit in Körper, Geist und Herz.

Ich wünsche dir allzeit

Licht und Liebe im Bauch
Birgit Feliz Carrasco

 

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