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Bist du ein Gewohnheitstier?
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Bist du ein Gewohnheitstier?

Von Jenny Krepp

Warum fallen mir Veränderungen so schwer? Diese Frage hat sich sicher fast jeder von uns einmal gestellt. Man hat sich etwas fest vorgenommen, aber scheitert bereits nach den ersten Tagen und fällt wieder in seine alten Gewohnheiten zurück. Warum ist das eigentlich so und wie kann ich das ändern? Diesen Fragen wollen wir auf den Grund gehen, denn Veränderungen sind für unsere persönliche Weiterentwicklung enorm wichtig. Ohne Veränderungen bleiben wir nur auf der Stelle, anstatt das Optimale aus uns heraus zu holen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Der Morgenkaffee, das Frühstücksbrötchen mit Marmelade, der Salat in der Mittagspause oder das Schnitzel in der Kantine. Jeder von uns hat zum Beispiel bestimmte Essgewohnheiten, die wir meist schon seit Jahren pflegen und kaum darüber nachdenken. Die Gewohnheiten sind zur Routine geworden, so wie das Zähneputzen nach dem Aufstehen und vor dem zu Bett gehen. Daher ist es auch nicht immer einfach seine Gewohnheiten zu ändern.

Routine ermöglicht uns einen geregelten Tagesablauf und gibt uns Sicherheit beim Ausführen von Tätigkeiten. Also auf den ersten Blick eine super Sache. Wenn ich mir allerdings eine Gewohnheit angeeignet habe, die mir nicht gut tut und die ich jeden Tag routinemäßig wiederhole, dann wird es eine Herausforderung, diese zu ändern.
Dasselbe gilt für Tätigkeiten, die ich gerne zur Gewohnheit machen möchte, wie zum Beispiel jeden Abend 30 Minuten Yoga praktizieren oder mich gesünder zu ernähren. Die Herausforderung besteht darin, neue Gewohnheiten zu etablieren, so dass sie zur Routine werden.

Der erste Schritt ist zu erkennen, dass es sich bei einer bestimmten Tätigkeit um eine Gewohnheit handelt. Du kommst zum Beispiel nach der Arbeit nach Hause, lässt dich auf die Couch fallen und machst den Fernseher an, obwohl du dir fest vorgenommen hast, erst einmal Yoga zu machen, um zu entspannen. Zur Entspannung hast du aber über einen langen Zeitraum immer erst einmal nach der Arbeit fernsehen geschaut. Dieses Verhalten ist in diesem Fall Gewohnheit, und um diese Gewohnheit zu ändern, musst du dir erst einmal bewusst machen, dass es sich um eine Gewohnheit handelt.

Mit dem Prozess der Bewusstwerdung hast du den ersten Schritt getan. Aber wie ändere ich jetzt meine Gewohnheit?

Mit den folgenden 6 Tipps möchte ich dir diesen Weg aufzeigen.

1. Such dir eine Alternative für deine bisherige Gewohnheit

Wie im Beispiel oben beschrieben, ist es wichtig, sich eine Alternative zu suchen. Yoga anstatt Fernsehen zur Entspannung nach der Arbeit oder mittags ein gesundes veganes Essen, anstatt Putenbrust mit Pommes in der Kantine. Wenn du dir eine Alternative suchst, wird es dir leichter fallen, diese Gewohnheit zu ändern, anstatt mit der Gewohnheit einfach aufzuhören ohne Alternative.

2. Erkenne Auslöser und ändere sie

Was löst die Gewohnheit eigentlich aus? Das Erkennen von Auslösern ist ein wichtiger Schritt im Ändern von Gewohnheiten. Oft stecken Emotionen oder bestimme Gefühle hinter unseren Gewohnheiten. Das Essen von Süßigkeiten, wenn man traurig ist oder auch einfach aus Langweile. Wer kennt das nicht? Wenn ich mir bewusst werde, dass ich bei bestimmten Emotionen eine Tätigkeit ausführe, habe ich die Möglichkeit, diese Tätigkeit zu ändern. Zum Beispiel esse ich ab sofort eine süße Frucht anstatt Süßigkeiten oder mache zur Entspannung Yoga, wenn ich wütend oder gestresst bin.

3. Tue dich mit jemandem zusammen

Zu zweit oder in der Gruppe macht vieles mehr Spaß und man kann sich gegenseitig motivieren. Du möchtest eine gesunde Lebensweise mit Sport und einer gesunden Ernährung etablieren, dann tue dich mit Freunden oder in einer Gruppe zusammen. Das macht mehr Freude und wird schnell zu einer guten Gewohnheit.

4. Umgib dich mit Leuten, die so leben, wie du auch leben möchtest

Umgib dich mit Leuten die positiv denken und die dieselben Ziele haben wie du. Mit einem positiven Umfeld lassen sich neue gesunde Gewohnheiten wesentlich leichter etablieren.

5. Visualisiere deinen Erfolg

Führe dir Ziele vor Augen. Du möchtest mehr Yoga machen und dich gesünder ernähren? Dann stelle dir vor, wie du dich dabei und durch die neue Gewohnheit fühlst. Visualisiere das Bild in deinem Kopf vor dem Schlafen gehen oder über den Tag hinweg.

6. Plane Rückschläge ein

Du hast angefangen, deine Gewohnheit zu ändern, aber nach einigen Tagen fällst du wieder in dein altes Muster. Mache dir darüber keine Gedanken, sondern lege am nächsten Tag gleich wieder los mit deiner bald neuen Gewohnheit. Es dauert einige Zeit, bis sich die neue Gewohnheit etabliert hat und es kann immer mal wieder zu Rückschlägen kommen. Sei dir dessen bewusst, suche keine Ausreden, sondern gehe gleich wieder vorwärts, wenn du einen Schritt zurück gemacht hast.

Gewohnheiten müssen keine Einbahnstraße sein. Du hast die Möglichkeit, deine Gewohnheiten so zu ändern, dass du eine neue für dich gesündere Routine schaffen kannst. Gehe deshalb bewusst durch das Leben, nimm deine schlechten Gewohnheiten wahr und ändere sie. 

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