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Asana des Monats: Natarajasana – der Tänzer
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Asana des Monats: Natarajasana – der Tänzer

Von Merle Blankenfeld

Das erste Rätsel lösen wir gleich zu Anfang auf: Nataraja ist ein Name von Shiva, dem hinduistischen Gott der Zerstörung – und des Tanzes. „Nata” bedeutet auf Sanskrit nämlich Tänzer, „Raja” heißt König. Der Legende nach tanzt Shiva in seinem Heim auf dem heiligen Berg Kailash im Himalaja und in seinem südlichen Wohnort, dem Tempel von Chidambaram. Deshalb ist Shiva auch die Asana Natarajasana, der Tänzer, gewidmet.

Und was für eine Asana! Der Tänzer ist Stehhaltung, Balance-Haltung und Rückbeuge in einem. Die stabile Ausführung ist nicht leicht, aber hast du die Übung einmal gemeistert, wirst du das wonnige Gleichgewicht und die Harmonie dieser Haltung spüren. Du wirst dich stabil und kraftvoll fühlen. Und zum Glück gibt es viele unterschiedliche Varianten für Anfänger und Fortgeschrittene. Du kannst dich also langsam herantasten an den tanzenden Shiva.

Wirkung des Tänzers

Körperliche Effekte:

  • verbessert das Gleichgewicht
  • steigert deine körperliche Stabilität
  • stärkt die rumpfaufrichtende Muskulatur
  • dehnt die Oberschenkelvorderseite
  • dehnt die Leisten und den Bauch
  • öffnet Herz und Brustraum
  • regt den Kreislauf an

Energetische Effekte:

Geistige Effekte:

  • hilft dir, Gleichgewicht in dein Leben zu bringen
  • stärkt Bestimmtheit und Zielorientiertheit
  • stärkt deine geistige Stabilität

Anleitung: So übst du den Tänzer

  1. Du beginnst in Tadasana. Verlagere das Gewicht mit einer Einatmung auf den linken Fuß, greife deine rechte Ferse oder deinen Knöchel und ziehe den Fuß in Richtung Gesäß. Bringe Stabilität in dein linkes Standbein.
  2. Strecke deinen linken Arm nach oben aus.
  3. Beginne nun, deinen rechten Unterschenkel langsam nach hinten wegzuschieben, und komme in eine leichte Rückbeuge. Halte dabei deinen Core aktiv, um den unteren Rücken zu schonen.
  4. Übe danach auf der anderen Seite.
  5. Als leichte Gegenbewegung kannst du danach eine Kindhaltung oder eine stehende Vorbeuge üben.

Natarajasana Tänzer Yoga

 

Wichtig!

Sei unbedingt vorsichtig bei Verletzungen im unteren Rücken beziehungsweise der Lendenwirbelsäule. Deine Core-Muskulatur ist hier besonders wichtig, damit dir hinterher nicht das Kreuz schmerzt. Sei ehrlich mit dir selbst und gehe nur so weit, wie es sich für dich gut anfühlt.

Varianten von Natarajasana

1. Waagerechter Tänzer

Eine beliebte Variante von Natarajasana ist die waagerechte. Hierfür beugst du dich in der Haltung mit dem Oberkörper nach vorn. Achte dabei darauf, deine Hüfte seitlich nicht ausweichen zu lassen. Bleibe parallel im Becken.

Natarajasana Tänzer Yoga

2. Beide Arme hoch

Bei einer anderen Variante streckst du beide Arme hoch und greifst die Hände ineinander. So kannst du deine Armbeuge nutzen, um deinen angewinkelten Fuß dort abzulegen. Die Haltung intensiviert die Hüft- und Herzöffnung.

Natarajasana Tänzer Yoga

3. Fuß zum Kopf

Eine sehr fortgeschrittene Variante des Tänzers ist, deinen hinteren Fuß bis zum Kopf zu schieben beziehungsweise zu ziehen. Lege dafür deinen Kopf vorsichtig in den Nacken und ziehe das hochgestreckte Bein so hoch, dass du den Fuß (fast) auf dem Hinterkopf ablegen kannst. Achte in dieser intensiven Rückbeuge unbedingt gut auf deinen unteren Rücken. Wie in allen Rückbeugen gilt es, Länge in der Wirbelsäule zu schaffen und Kompression zu vermeiden.

Natarajasana Tänzer Yoga

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