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Asana des Monats: Matsyasana – der Fisch
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Asana des Monats: Matsyasana – der Fisch

Von Katharina Maurer

Dem Fisch wird die Eigenschaft nachgesagt, eine befreiende und stark öffnende Asana zu sein. Das liegt daran, dass wir mit dieser Asana viel Platz für den Brustraum schaffen. Matsyasana gilt als hilfreich gegen viele Krankheiten, besonders wirksam ist diese Übung bei einer Bronchitis, Atemwegserkrankungen oder Halsproblemen, was uns gerade zu dieser nass-kalten Jahreszeit sehr gelegen kommt. Außerdem wird die Verdauungstätigkeit angeregt.
Matsyasana hilft gegen Müdigkeit und Trägheit, indem sie den Atem vertieft und regt den Geist an.

„Diese Stellung ist Matsya, der Fisch-Inkarnation von Vishnu gewidmet, dem Schöpfer und Erhalter des Weltalls und aller Dinge.”

B.K.S. Iyengar in Licht auf Yoga S.124

Anleitung für den Fisch

  • Du liegst auf dem Rücken.
  • platziere deine Hände so unter deinem Gesäß, dass deine Handflächen auf der Matte liegen, die Daumen sich berühren und deine Arme so dicht wie möglich unter deinem Körper ausgestreckt sind.
  • Um die optimale Position zu finden kannst du deinen Körper auch ein bisschen zurecht ruckeln um so die Schulterblätter noch ein bisschen enger zu einander ziehen.
  • Deine Beine sind geschlossen und bleiben in einer Grundspannung, die Zehen streben vom Körper weg.
  • Dein Kinn ist auf dein Brustbein geneigt, während du dich mit Armkraft und einer Einatmung in eine Rückbeuge stemmst. Dein Gewicht lastet nun auf den Unterarmen.
  • zuletzt lässt du deinen Kopf mit einer Ausatmung sanft in den Nacken sinken. Achte darauf, dass er kein Gewicht trägt sondern nur leicht auf der Matte aufliegt. Du kannst jetzt deinen Mund leicht öffnen, um deinen Kiefer zu entspannen. Atme aber weiter durch die Nase.
  • Achte darauf, dass du nicht zu sehr in ein Hohlkreuz fällst. Dein Schambein sollte Richtung Kinn ziehen. Die Schultern ziehen weg von den Ohren, die Schulterblätter zueinander.
  • Der größte Teil der Bewegung sollte in deiner Brustwirbelsäule erfolgen.
  • Atme bewußt und tief und fokussiere dich auf die Ausdehnung deines Brustkorbes
  • Komme in umgekehrter Reihenfolge aus der Übung wieder raus.

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Die Wirkungen von Matsyasana

Körperlich:

Der Fisch harmonisiert die Schilddrüse und entspannt verspannte Schulter und Rückenmuskeln. Die Brust und Halsmuskeln werden gedehnt, die Rückenmuskeln sanft gestärkt. Durch diese Kombination wirkt der Fisch auch einem Rundrücken entgegen. Er regt die Nierentätigkeit an und wirkt auch entspannend bei Menstruationsschmerzen. Auch die Zirbeldrüse wird angeregt und gekräftigt.

Geistig:

Auch auf der Emotionalen Ebene löst der Fisch Spannungen, in dem er den Herz und Brustraum öffnet und dem Yogi ein befreites Gefühl schenkt und Offenheit und Freude fördert.

Energetisch:

Auf der Energetischen Ebene wirkt der Fisch stark anregend. Besonders werden Anahata und Vishuddha Chakra angesprochen. Das Halschakra steht u.A. für Kommunikation, wer also an Kommunikationsproblemen wie z.b.Schüchternheit arbeiten möchte, findet im Fisch unterstützung. Auch die Öffnung des Herzens und die Stimulation des Herzchakras, kannst du Anhaftungen leichter loswerden und Verletzbarkeit und Angst vor Ablehnung lindern.

Die häufigsten Fehler

In dieser Übung zieht man leicht die Schultern hoch und verkrampf somit den Bereich, der eigentlich entspannen soll. Also ist es wichtig, die Schultern immer von den Ohren weg zu ziehen. Auch wenn du einen Mund geschlossen hältst, lässt du dir Entspannung entgehen. Entspanne deinen Kiefer, aber atme weiterhin durch die Nase. Achte außerdem darauf nicht zu viel Gewicht auf deinen Kopf zu verlagern und deine Beine zu strecken. Dann führst du diese Asana richtig aus.

Gegenanzeigen für Matsyasana

Auch wenn der Fisch harmonisieren auf eine gesunde Schilddrüse wirkt, sollte diese Asana bei Schilddrüsen-Problemen nur nach Absprachen mit einem Arzt geübt werden. Bei Problemen im Nackenbereich oder Schwindelgefühlen sollte diese Übung nur sehr sanft geübt werden. Bei Bluthochdruck oder einem Bandscheibenvorfall solltest du auf diese Asana verzichten.

Varianten dieser Asana

  • Der unterstützte Fisch: Wird häufig im Yin Yoga verwendet. Anstelle deiner Arme positionierst du ein Kissen unter deinem Rücken. Hier kannst du deine Arme neben dem Körper entspannen und dich ganz der Schwerkraft hingeben
  • Supta Vajrasana
  • Purvottanasana
  • Padma-Matsyasana: Wenn du fortgeschritten bist und den Lotussitz beherrscht, kannst du den Fisch auch mit Verschränkten Beinen heraus machen.
  • Matsyasana mit gehobenen Armen

    Bildquelle: Shutterstock.com

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