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Asana des Monats: Anahatasana
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Asana des Monats: Anahatasana

Von Merle Blankenfeld

„Anahata“ bedeutet auf Sanskrit „Herz“, „Asana“ heißt Haltung. Wörtlich übersetzt heißt Anahatasana also etwa „Haltung des Herzens.“ Sie wird auch „Melting Heart“ genannt, also „schmelzendes Herz“. Diese Übersetzung finde ich sehr schön, weil sie die körperliche Wirkung der Haltung so bildlich beschreibt. Denn wenn man sich tief in die Asana sinken lässt. fühlt es sich tatsächlich so an, als würde das Herz in den Boden hineinschmelzen. Ein weiterer Name dieser Übung ist Uttana Shishosana, was wörtlich etwa „gestreckte Welpenhaltung“ heißt. Auch das Bild passt schön: Den Hundewelpen, der sich hingebungsvoll streckt, nachdem er aus seinem Mittagsschläfchen erwacht, sehe ich direkt vor mir.

Anahatasana ist eine sanfte Rückbeuge, bei der du die Intensität der Herzöffnung direkt beeinflussen kannst. Gerade morgens nach dem Aufstehen ist die Haltung sehr angenehm, wenn die Wirbelsäule noch steif ist. Das wohlige Dehnen bewegt sie sanft durch – wie eben bei Hund und Katze üblich, wenn sie sich nach einer Ruhepause wieder in Bewegung kommen. Anahatasana ist quasi die Mitte zwischen dem herabschauenden Hund und der Haltung des Kindes – sanfter als der volle Adho Mukha Svanasana, aber mit einer tieferen Herzöffnung als Balasana.

Wirkungen von Anahatasana

Körperliche Effekte:

  • Dehnung des mittleren und oberen Rückens
  • Öffnung des Schultergürtels
  • Weitung der Brust
  • sanfte Öffnung der Hüfte
  • Anregung der Durchblutung
  • Unterstützung der Herz- und Lungenfunktion

Mentale und energetische Effekte:

  • Herzöffnung
  • Stimulation von Anahata Chakra
  • Beruhigung des Geists
  • Stressabbau
  • Heben der Stimmung

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Anleitung: So übst du Anahatasana

Asana des Monats: Anahatasana

  1. Starte im Vierfüßlerstand. Wandere dann mit den Händen etwa um eine Unterarmlänge nach vorn.
  2. Ziehe nun mit der Ausatmung das Becken zurück über die Knie. Senke den Oberkörper ab, sodass sich das Herz dem Boden nähert. Lege Stirn oder Kinn ab.
  3. Die Ellenbogen berühren den Boden nicht – halte die Arme aktiv.
  4. Drücke weiter die Hände in den Boden und schiebe mit jeder Ausatmung das Herz noch etwas weiter in Richtung Boden und bringe so Weite in den Brustkorb. Achte darauf, dass dein Gesäß über den Knien bleibt.
  5. Atme tief ein und aus und halte mindestens 30 Sekunden. Wenn du die Yin-Yoga-Variante praktizierst, halte gerne etwa drei Minuten.
  6. Senke zum Abschluss das Gesäß auf die Fersen für die Haltung des Kindes.

In diesem Video zeigt dir Tanja Seehofer, wie du die Asana in der Yin-Variante übst:

YogaEasy-Video abspielen

Kontraindikationen: Wann du Anahatasana nicht üben solltest

Bei Knie- oder Schulterverletzungen ist Vorsicht geboten: Belaste dein verletztes Körperteil nicht zu sehr und übe sehr achtsam. Sprich dich im Zweifelsfall lieber mit deinem Arzt ab, wie sehr deine Verletzung deine Praxis einschränken sollte.

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