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Schöne entspannte Frau beim Yoga
Shutterstock

Yoga macht schön: Mit Yoga zur Selbstliebe

Von Katharina Goßmann und Christiane Eitle

Meine Freundin Silke: Wenn sie den Raum betritt, dann drehen sich Männer und Frauen nach ihr um. Sie leuchtet von innen, verbreitet eine selbstverständliche Gelassenheit: Man kann in ihrer positiven Energie regelrecht baden. Silke hat keine Modelfigur, sie hat, gemessen am Idealbild der Modewelt, definitiv ein bisschen zu viel um die Hüften, und zum Friseur könnte sie auch mal wieder gehen.

Dennoch ist sie für mich die schönste Frau, die ich kenne, und ich beneide sie deswegen (völlig unyogisch). Nur was ist es, was ich mir von ihr abschauen würde, wenn ich könnte? Wahrscheinlich nicht das leichte Doppelkinn und die kleine Krümmung ihrer Nase... Nein, denn das Geheimnis um Silkes Schönheit findet sich nicht in dem, was im Yoga gerne das „Außen” genannt wird, sondern im „Innen”: Es heißt Selbstliebe, Selbstakzeptanz oder auch Selbstwertgefühl.

Yoga: Der Weg zu mehr Selbstbewusstsein, Liebe und Attraktivität

Wetten, du kennst eine solche Silke? Einen Menschen, der äußerlich gar nicht unbedingt schön im konventionellen Sinn ist, aber dennoch attraktiv und anziehend wirkt. Die gute Nachricht vorweg: Auch du kannst das lernen, denn darum geht es: dem ungerechten Schicksal - die ist hübsch und ich bin es nicht – eine Haltung entgegensetzen. Die könnte so heißen: Ich bin einzigartig und wunderbar.

Einige haben das Glück, dass ihnen schon als Kind vermittelt wurde, dass sie wunderschön und richtig sind. Andere haben die Liebe zu ihrem wahren Selbst spätestens in der Pubertät im Kampf gegen Akne und beim Mobbing in der Schule verloren. Ein Weg diese Wertschätzung der eigenen Fähigkeiten, Schwächen und Persönlichkeit wiederzuerlangen, ist Yoga.


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Yoga und die Liebe zum eigenen Körper

Wenn du Asanas praktizierst, arbeitest du zwar theoretisch nur mit und an deinem Körper, die Wirkung ist aber ganzheitlich. Denn während die verschiedenen Yoga-Übungen dir helfen, deinen Körper mit seinen Muskeln, Gelenken und Bewegungsmustern zu spüren und kennenzulernen, entdeckst du, welche Fähigkeiten in ihm und dir schlummern, erweiterst körperliche wie geistig-emotionale Grenzen und lernst so, deine körperlichen Voraussetzungen wohlwollend als einen Teil von dir anzunehmen.

Aber sehen wir uns doch mal genauer an, was Yoga mit unserem Körper macht – und was für weiterführende Auswirkungen das auf unser Befinden, ja, unser ganzes Leben hat...

1. Starke, schlanke Muskeln

Auch wenn so manch einer immer noch denkt, Yoga sei eine Entspannungsmethode: Wer regelmäßig Asanas übt baut selbstverständlich Muskeln auf. Vor allem bei Standhaltungen arbeitet Yoga sehr effektiv mit dem eigenen Körpergewicht. Und wer schon mal ein paar Sonnengrüße hintereinander geübt hat, weiß, dass Yoga einen auch ganz schön ins Schwitzen bringen kann. Das macht Yoga – in Sachen Fitness-Faktor – vielen anderen Sportarten ebenbürtig. Wenn du das nicht glauben magst, empfehlen wir dir mal für eine Weile täglich Ashtanga Yoga zu üben...

Gleichzeitig wird beim Yoga aber großer Wert auf Dehnung gelegt – und das sorgt dafür, dass die Muskeln, die du beim Yoga aufbaust, schön lang und schlank sind, und du im Gegensatz zu anderen Sportarten auch keine einseitigen Belastungen und Muskelverkürzungen fürchten musst. Zudem arbeitest du in einer Yogastunde immer den kompletten Körper durch. 

Die daraus resultierende Körperkraft wirkt aber auch auf dein Befinden: Wenn sich dein Körper kraftvoll und kräftig anfühlt, wirst du dich auch innerlich viel besser stärker und voller Energie fühlen.

Dieser aktivierende Morgen-Flow von Valentin Alex hilft dir, deinen gesamten Körper zu stärken:

2. Bessere Haltung

Yoga stärkt also die Muskeln und gleicht einseitige Belastungen aus. Es baut aber auch Verspannungen ab – durch Entspannungselemente wie Meditation, Atemtechniken und die wichtige Schlussentspannung, aber natürlich auch durch die Vielfältigkeit der Bewegungen und Dehnungen, die eine durchschnittliche Yogastunde zu bieten hat. Durch diese Kombination verbessert Yoga schnell und effektiv deine Haltung. Du wirst aufrechter, symmetrischer, und Fehlhaltungen, bedingt etwa durch deine Arbeit, werden verhindert bzw. verbessert.

Eine aufrechte Haltung wirkt aber nicht nur selbstbewusster und attraktiver, sondern beeinflusst auch deine Psyche. Probier es aus: Roll deine Schultern nach hinten unten, öffne deinen Brustbereich nach vorn und oben und atme dabei tief ein. Merkst du, wie viel stärker, zuversichtlicher und stolzer du dich jetzt fühlst?

3. Weniger Stress

Dass Yoga sehr effektiv Stress abbaut, ist gut belegt. Zum einen passiert das beim Yoga durch die Bewegung (Sport wirkt grundsätzlich stressabbauend), dazu kommen beim Yoga aber auch noch die beruhigende Wirkung der achtsamen, fokussierten Ausführung der Übungen, der tiefen Atmung bei der Praxis sowie explizit ausgleichend wirkende Atemübungen wie Nadi Shodana und die ausführliche Schlussentspannung Shavasana.

Und mit entspannten Gesichtszügen, harmonischen Bewegungen und einer relaxten Grundhaltung bist du sofort deutlich attraktiver als mit einem verkniffenen Mund, hochgezogenen Schultern und einer schrille Stimme...

Diese kurze Anti-Stress-Sequenz von Anna Trökes ist einfach nur herrlich:

4. Weniger Gift

Yoga regt – wie jede sportliche Betätigung – den Stoffwechsel an. Das tut nicht nur dem ganzen Körper gut, fördert die Fettverbrennung und erhöht den allgemeinen Energieumsatz, sondern sorgt auch dafür, dass dein Körper seinen Entgiftungsaufgaben besser nachkommen kann. Im Ayurveda und der Traditonellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt eine gute Entgiftung des Körpers als beste Voraussetzung für körperliche und psychische Gesundheit sowie eine gutes Energielevel. Aber auch im Außen zeigt sich die entgiftungsfördernde Wirkung von Yoga: Dein Körper wird straffer und knackiger aussehen, deine Silhouette schlanker wirken (auch wenn du kein Gramm abnimmst), und deine Haut viel besser durchblutet sein und weniger Unreinheiten entwickeln. 

Mit der folgenden Sequenz von Cornelia Köster kannst du die Entgiftung deines Körpers aktiv unterstützen:

5. Gute Laune

Yoga macht glücklich. Untersuchungen, die vor und nach dem Yoga die Gemütsverfassung abfragen bzw. beobachten, wie sich die emotionale Verfassung durch eine regelmäßige Yoga-Praxis verändert, zeigen immer wieder, dass Yoga psychisch stabilisierend wirkt und oft sogar zu einer deutlichen Stimmungsaufhellung führt. 

Und wenn die Stirn weniger oft gerunzelt ist und deine Mundwinkel ihren Weg häufiger nach oben finden, dann verbreitest du nicht nur positive Stimmung um dich herum – du wirkst auch sehr viel jugendlicher und begehrenswerter. Und nicht nur andere Menschen verbringen dann lieber Zeit mit dir! Auch du selbst wirst mehr Freude an dir haben, an deinen angenehmen, wohlwollenden, optimistischen Gedanken, deinem offenen Herzen und deinen liebevollen Handlungen.

Die folgende Happiness-Meditation von Christina Lobe öffnet dein Herz:


Fazit: Die körperlichen Yoga-Übungen sind nicht primär dazu da, Kalorien abzubauen und einen knackigen Po zu bekommen – das sind nur (sehr angenehme) Nebeneffekte. Vielmehr bekommst du beim Yoga eine ganzheitliches Körper-Geist-Wohlfühlprogramm: Die Yogapraxis hilft dir sowohl, in Kontakt mit deinem Körper zu kommen, ihm das zu geben, was er braucht – Bewegung, Entspannung, Kräftigung – und ihn so gesund und fit (und eben auch attraktiv) zu halten. Zusätzlich erleichtert dir der achtsame, wertungsfreie Ansatz des Yoga aber auch, dich in deinem Körper richtig wohlzufühlen, ihn in vollem Umfang anzunehmen und zu schätzen und allgemein entspannter und positiver durch dein Leben zu gehen.

Yoga und die Liebe zu deinem wahren Selbst

Aber Yoga wirkt noch tiefer. Wenn du dich (mit oder ohne regelmäßige Yogapraxis) in deinem Körper pudelwohl fühlst, dich aber oft traurig und minderwertig fühlst, dann ist es Zeit zu erkennen, dass all das, was in dir schlummert, wert ist, von dir geliebt zu werden. 

Durch deine Yogapraxis kannst du dich ganz langsam an dein inneres Selbst herantasten. Beobachte mit Geduld und Einfühlunsvermögen, was in deinem Geist passiert, und verurteile es nicht. Denn all deine vermeintlichen Unvollkommenheiten sind genau so viel wert wie deine Stärken. Deine Eigenschaften haben ihre Daseinsberechtigung, denn mit ihnen kannst du wachsen und dein volles Potenzial entfalten. Wenn du diese Wahrnehmung erst mal etabliert hast, verändert sich dein ganzer Blick auf dein Leben. Du erkennst, wie viele Möglichkeiten in dir schlummern, und kannst dein Leben so gestalten, wie es dir entspricht.

Was genau so wichtig ist: Du lernst zu akzeptieren, wenn Dinge nicht so laufen, wie du es dir vorstellst. Du erkennst, dass Höhen genau so zu deinem Lebensplan gehören wie Tiefen. Die Kraft, die du brauchst, um in einer Asana zu verweilen, verleiht dir auch die  mentale und körperliche Stärke, um diesen Herausforderungen des Lebens gelassen und mit Abstand zu begegnen. 

Auf der Yogamatte hast du die Möglichkeit, dich zu begreifen. Du steckst in diesem Moment nicht in jener Rolle (Kollegin, Schwester, Mutter, Geliebte), sondern spürst einfach nur dein perfektes Selbst. Wie bitte, perfekt? Ja, genau, perfekt. Im Sinne von einzigartig, authentisch, lebendig. Also: Trau dich präsent zu sein und genau hinzuschauen. Entdecke, wer da in dir schlummert (jenseits der Ego-Identifikation mit dem Job oder sozialen Status) und feiere deine ganz besondere Schönheit. Denn: „In dem Moment, in dem du dich selbst akzeptierst, wirst du schön“ (Osho).

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