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Ernährungstipps von den Hemsley-Schwestern
Bilder: Edel Books/Nick Hopper

8 Ernährungstipps von Melissa und Jasmine Hemsley

Von Katharina Maurer

Acht goldene Regeln

1. Bauchgefühl: Die oberste Prämisse ist, den Darm gut zu behandeln. Er ist wie unser zweites Gehirn, leidet mit uns und steuert unser Wohlbefinden und verdient – ganz yogisch – unsere Aufmerksamkeit.

2. Getreide – nein, danke: Die Hemsley-Schwestern sind bekannt dafür mit kreativen Alternativen Getreide zu vermeiden. Da Getreideprodukte heutzutage oft industriell höchst weiterverarbeitete Produkte sind, und das sowohl auf Kosten der Nährstoffe als auch auf die Verträglichkeit geht, schwören die Hemsleys auf Nüsse, Hülsenfrüchte, Saaten und Pseudogetreide. Sie sollten allerdings vor der Verwertung aktiviert, sprich in Wasser eingelegt werden. So kann der Körper die Nährstoffe besser erschließen.

3. Fett ist nicht böse: Gesundheitsprobleme entstehen nicht durch natürliche Fette, sondern durch verarbeitete. Fett trägt zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels bei und hift, fettlösliche Vitamine für den Körper aufnehmbar zu machen. Daher sollte Gemüse immer mit Fett gegart werden.

4. Süß genug: Raffinierter Zucker steht bei den Hemsleys ganz oben auf der No-Go-Liste. Falls das Verlangen nach Süßem zu groß ist, sollte in Rezepten raffinierter Zucker durch Honig oder Ahornsirup ersetzt werden. Ahornsirup verliert beim Erhitzen seine Nährstoffe nicht, sodass er sich gut zum Backen eignet. Fette wie Kokosöl oder Kakaobutter machen aus süßen Rezepten ebenfalls nahrhafte Snacks, anstatt mit Süßigkeiten viele leere Kalorien zu sich zu nehmen. Die Lust auf Süßes kann außerdem mit kleinen Tricks gestillt werden: Trink erst ein bisschen Wasser, bevor du Süßes isst oder trink Kokoswasser, Kräutertee auf Zimtbasis oder etwas Zitronenwasser. Das befriedigt die Geschmacksknospen oftmals schon.


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5. Clever trinken: Ein augeglichener Flüssigkeitshaushalt schützt vor Heißhungerattaken, Kopfschmerzen und Energieabfall. Falls es dir schwerfällt genügend Wasser zu trinken, kannst du es mit Zitronenscheiben, Rosmarinzweigen, Gurke oder Minze aufpeppen. Am besten beginnst du deinen Tag schon mit einem Glas lauwarmen Wasser. Auch vor dem Zubettgehen solltest du noch ein Glas Wasser trinken.

6. Nachfragen: Woher kommen die Lebensmittel, und wie wurden sie produziert? Das sind zentrale Fragen, wenn man sich anschaut, wie unsere Nahrung heutzutage behandelt wird. Damit du auch immer eine gute Qualität hast, solltest du tierische Lebensmittel immer in Bio-Qualität kaufen. Lebensmittel, die eine große Oberfläche im Verhältnis zu ihrer Masse (z.B. Beeren oder Blattgemüse) haben, ebenfalls. Obst und Gemüse mit Schale können auch konventionell gekauft werden. Bei Wurzelgemüse ist die Pestizidbelastung im oberen Teil am höchsten, daher solltest du immer das obere Ende abschneiden. Gehe mit den Jahreszeiten: Gemüse der Saison schmeckt besser und ist auch preiswerter.

7. Keinen Stress bitte: Konzentriere dich auf deine Mahlzeit: Lasse das Frühstück nicht ausfallen, und nimm dir genügend Zeit dafür. Wenn du einen Snack zu dir nimmst, sieh ihn als kleine vollwertige Mahlzeit an. Für die Hemsley-Schwestern ist ein gutes Lebensgefühl eine ganzheitliche Angelegenheit. Ernährung ist nur ein Teil davon. Daher gibt es neben den Rezepten noch Lifestyle-Tipps.

Ganz yogisch raten sie im Laufe des Tages, mal für zwei Minuten die Augen schließen und tief durchzuatmen. Stehe für die Mittagspause vom Schreibtisch auf – selbst wenn es nur 10 Minuten sind. Integriere außerdem sanfte Bewegunge in denen Alltag, z.B. einen Spaziergang oder Yoga. Nimm dir Pausen von technischen Geräten und entwickel' ein Abendritual. Das hilft dem Geist besser abzuschalten, bevor du dich zur Ruhe legst. Besonders dann, wenn du gestresst und nervös bist.

Suppen sind super für diese stressreichen Tage, auch im Sommer. Sie sind leicht verdaulich und rauben dem Körper so nicht noch mehr Energie – Energie, die du vielleicht eher im Laufe des Tages benötigst. Koche außerdem am Wochenende vor, damit unter der Woche das eigentliche Gericht schnell zubereitet ist. Besonders Zutaten wie Linsen und Pseudogetreide lassen sich wunderbar vorbereiten. So hat man die ganze Woche gute Nahrung und muss trotzdem nicht stundenlang hinterm Herd stehen.

8. Richtig kombinieren: Unterschiedliche Lebensmittelgruppen werden unterschiedlich schnell verdaut. Daher solltest du in deinen Gerichten auf eine günstige Kombination achten. Größere Mengen an Proteinen und Stärke sollten vermieden werden. Stärkearmes Gemüse sollte zwei Drittel des Gerichts ausmachen. Die Speisen werden so leichter verdaut, du fühlst dich wohler, und dein Körper kann die Nährstoffe leichter aufnehmen.

Die wichtigste Erkenntnis: Gesunde Ernährung ist nicht kompliziert! Und auch wenn die Schwestern dafür bekannt sind, ihre Gerichte mit selbstgemachter Knochen-Brühe zu verfeinern, haben sie in ihrem Kochbuch auch an Vegetarier und Veganer gedacht und immer Alternativen parat.

Edel Books, Melissa Hemsley und Jasmin Hemsley: Einfach gut essen – jeden Tag

Bilder: © Nick Hopper

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