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5 Asanas die dir helfen zu verzeihen
Bildquelle: Istockphoto.com

5 Asanas die dir helfen zu verzeihen

Von Katharina Maurer

Es fällt uns nicht schwer, den Menschen oder Dingen, die uns ärgern, einen großen Raum einzuräumen, uns auf sie zu konzentrieren. Darum können diese Gefühle schnell einen großen Raum einnehmen, ja sogar die ganze Persönlichkeit. Aber eigentlich ist Ärger erst einmal Energie. Eine ziemlich starke sogar. Wäre es nicht schön, wenn wir diese Energie für etwas anderes nutzen könnten? Wir können lernen mit ihr umzugehen, sie zu transformieren, ohne sie davon zu schieben oder runter zu schlucken.

Eigenschaften die, laut Patanjali, unseren Geist vernebeln

Wut oder Ärger bzw. Abneigung (Dvesha) ist eines der 5 Kleshas, die Patanjali im Yoga Sutra beschreibt. Kleshas sind Eigenschaften, die den Geist trüben. Sie steuern uns und unsere Handlungen und können als Widerstände oder Hindernisse betrachtet werden.
Der innere Frieden ist eines unserer wichtigsten Ziele. Nur mit ihm fühlen wir uns gut und nicht getrieben oder fremdbestimmt. Vergeben ist ein großer Teil dessen. Wir haben den Drang erst alle Unstimmigkeiten zu beseitigen, aber der Groll hindert uns daran Platz für Neues zu schaffen. Auch hier treffen wir auf einen weiteren Aspekt der 5 Kleshas: Das Ego (Asmita). Wir müssen unser Ego überwinden, um unseren Ärger ziehen zu lassen.

„Vergeben ist eine der schwierigsten Übungen für das Ego. Es bedeutet Groll loszulassen und uns damit vom Schmerz zu befreien. Darin liegt die Gnade der Vergebung. Sie heilt.“

Die Bhagavad Gita: Das Weisheitsbuch fürs 21. Jahrhundert Übertragen und kommentiert von Ralph Skuban, S. 144

Vergebung passiert nicht immer unmittelbar, aber der Prozess kann unmittelbar beginnen: Als Reise in ein tieferes Verständnis. Alles passiert aus einem Grund. Wenn wir also in der Lage sind Weisheit aus unseren Dramen und Traumata zu ziehen, generieren wir neues Wissen. Beim Zurückblicken können wir dankbar werden. Natürlich ist das immer viel Arbeit und Anstrengung. Aber eine Anstrengung, die sehr belohnend sein kann.
Wenn wir vergeben können, fühlen wir uns leichter. Wir können klarer denken und setzen Energie für Neues frei. Wenn wir uns und Anderen vergeben, kann Heilung beginnen. Damit ist Verzeihen eine Fähigkeit, die wir, wie alles andere auch, kultivieren können. Uns verzeihen und auch anderen verzeihen.

Es geht nicht darum, nicht für sich einzustehen und alles zu vergessen, was einem je angetan wurde. Aber Dinge, die wir nicht verzeihen, halten uns in der Vergangenheit fest und verhindern ein Leben im Jetzt. Wir können nur glücklich sein, wenn unsere Beziehungen ebenfalls bereinigt und glücklich sind.

„Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.“
Mahatma Gandhi


5 Asanas die uns helfen Spannungen zu lösen und uns und anderen zu vergeben

Meditation mit Chin Mudra

Besonders Meditationen fördern, dass wir einen neuen Blick auf die Dinge erhalten, indem wir versuchen einen Schritt zurück zu gehen, um unsere Angelegenheiten von "außen" zu betrachten und sie - wenn auch nur für den Moment - ziehen zu lassen. Dieser eine Moment, in dem es uns ein erstes Mal gelingt, ist aber der Anfang - der Grundstein, den Du gelegt hast.

Wenn du meditierst, forme mit deinen Fingern das Chin Mudra: Zeigefinger und Daumen bilden einen Ring, wobei der Daumen über dem Zeigefinger schließt. Die anderen Finger sind gestreckt. Unser Zeigefinger steht für das Ego. Der Daumen steht für den Lehrer und ein Höheres Wesen, vor dem sich der Zeigefinder stellvertretend verneigt, wenn du das Mudra schließt. Chin Mudra erweitert deine Intuition und erhöht die Möglichkeiten für Heilung. Es fördert den Glauben an dich selbst und hilft dir zu wachsen.

Hier findest du eine Meditation zur Selbstheilung von Petros Haffenrichter

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Tadasana - Der Berg

Eine Übung, die Körper und Geist in Einklang bringt und deine Aufmerksamkeit und Konzentration fördert. Sie verbessert deine Körperhaltung und sorgt für einen ausgeglichenen, aufrechten Stand. Besonders wenn wir uns ärgern oder wütend sind, haben wir eine gedrungene Körperhaltung, unsere Schultern ziehen sich nach vorn. Mit Tadasana hilfst du deinem Körper bewußt aus dieser Haltung heraus und gibst dir die Möglichkeit, deine Einstellung zu ändern. Das schöne ist, diese Asana kannst du sogar in der Supermarktschlange machen.

Hier zeigt dir Petros Haffenrichter, wie du sie am besten ausführst.

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Paschimottanasana

Mit der sitzenden Vorbeuge übst du Geduld, Hingabe, Gelassenheit und Demut. Deine Gedanken kommen zur Ruhe. Es ist eine Übung die auch die Leber und die Nieren anregt und somit auch körperliche Ausleitungsprozesse anregt.

Und so geht's:

  • Du sitzt mit ausgestreckten Beinen auf dem Boden, dein Rücken ist aufgerichtet.
  • Hebe mit der Einatmung deine Arme über den Kopf.
  • Mit der Ausatmung lässt du deinen Oberkörper in Richtung deiner Beine sinken. Achte darauf, dass die Bewegung aus der Hüfte erfolgt und dein Rücken gerade bleibt.
  • Wenn du an deinem tiefsten Punkt angekommen bist, verweile in der Übung für mindestens 10 tiefe Atemzüge. Versuche mit jeder Atmung loszulassen und dich zu entspannen.

Utthita Trikonasana

Das Dreieck macht deinen Körper leicht. Deine Wirbelsäule wird seitlich gedehnt. Es stärkt dein Rückgrat und weitet Brust und Schultern.

Hier erklärt dir Kristin Rübesamen, wie du die Asana richtig ausführst

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Simhasana

Der Löwe ist eine gute Übung, um sich von angestauten Emotionen zu erleichtern. Es entspannt den Kiefer-Nackenbereich und lockert deine wütend angespannte Kauleiste, so dass ein Lächeln wieder möglich ist.

Und so geht's:

  • Du sitzt im Fersensitz, deine Hände liegen auf deinen Knien, die Arme sind gestreckt.
  • Atme tief ein und strecke dabei deinen Oberkörper noch einmal in die Länge.
  • Atme nun schwungvoll durch den Mund aus, indem du dich leicht nach vorne lehnst, den Kopf in den Nacken legst, die Zunge so weit wie möglich rausstreckst und mit deinen Augen zu den Augenbrauen schaust.

 

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