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5 Alarmzeichen, dass du eine Pause brauchst
Bild: iStockphoto.com

5 Alarmzeichen, dass du eine Pause brauchst

Von Kristin Rübesamen

Manchmal ist unser Lebensstil schuld, oft liegt es am Job und dann gibt es Krisen und Schicksalsschläge, die uns beuteln und nicht Luft holen lassen. Nur, wann wissen wir, ob wir nur ein bisschen erschöpft sind, oder tatsächlich dringend eine Auszeit brauchen? Wann es genügt, einfach ein paar Abende früh ins Bett zu gehen, und wann du einen Tapetenwechsel brauchst und jemanden, der dir zur Seite steht? Wann es die Badewanne tut oder ob du es doch mal mit einem Yogaretreat versuchen solltest?

Wie erschöpft bist du?

Ob du bei jeder Kleinigkeit ausflippst, ob dich der Anblick der Spülmaschine, die du ausräumen musst, wahnsinnig macht, ob du deine lärmenden Nachbarn hasst, dich schon ein einzelnes Herbstblatt zum Weinen bringt, oder du dich selbst nicht hören kannst, wenn du dich mit Freunden triffst: Es gibt die unterschiedlichsten Arten der Erschöpfung, aber alle haben etwas gemeinsam. Sie trennen uns von der Person, die wir sind, oder genauer gesagt, die wir im Innersten fühlen, zu sein.

Isoliert und umzingelt

Wenn wir zunehmend das Gefühl haben, isoliert zu sein von uns selbst und unserer Umwelt, wird es höchste Zeit, wieder in Einklang mit uns zu kommen, jene Verbundenheit wieder her zu stellen, die uns spüren lässt, dass wir nicht alleine sind. Sich gemeinsam mit anderen Menschen an einen schönen Ort begeben und sich dort Zeit zu nehmen, zu heilen, dafür sind Yoga-Retreats ideal.

Wenn du wissen willst, ob du reif für eine Auszeit bist, stell dir die folgenden Fragen:

1. Wie viel arbeitest du?

Arbeit macht Spaß. Wir schaffen etwas, bewegen etwas, kümmern uns, kommen mit anderen Menschen zusammen und finden im besten Fall sogar Sinn. Aber manchmal wird es zuviel.

Es ist zu viel, wenn du nicht aufhören kannst zu arbeiten. Eine Ruhelosigkeit treibt dich um, ein großer Teil von dir hat sogar Angst davor, das Hamsterrad zu verlassen, denn was wäre dann?

2. Was tut dir weh?

Nichts eigentlich, aber ohne eine Aspirin kommst du eigentlich selten durch den Tag. Deine Haut sieht aus, als wärst du nach zwanzig Jahren immer noch in der Pubertät. Deine Haare hängen schlapp herunter. Deine Verdauung könnte auch besser sein. Dein großes Blutbild ist im wesentliches in Ordnung, aber fit fühlst du dich auch nicht richtig?

Manchmal braucht man tatsächlich nur einen kleinen Tapetenwechsel, das richtige Maß an Bewegung, Schlaf und gesundem Essen, um wieder auf Trab zu kommen. Mit nur zwei alten Gymnastikhosen, einer Strickjacke und deiner Yogamatte im Gepäck kannst du in einem Yogaretreat auftanken.

3. Wie schläfst du?

Du winkst nur ab, wenn dich jemand danach fragt? Du hast schon „alles“ versucht, bist mittlerweile bei Schlafmitteln und schon die Vorstellung von der nächsten Nacht, die du wieder schlaflos verbringen wird, treibt dir die Tränen in die Augen?

In einem Retreat wirst du nicht schlafen lernen. Du wirst unter Umständen auch unter den schicksten Palmen auf Costa Rica schlaflos in deinem Boutique-Baumhaus bleiben. Aber die Konzentration auf körperliche Praxis wirkt in der Regel sehr positiv. Nach 5-6 Stunden Asanapraxis sind deine Muskeln so erschöpft, dass sie deinen Geist mit in den Schlaf ziehen.

Vor allem aber wirst du lernen, loszulassen. Nichts anderes ist Schlafen. Schlafen lernen lernt man nicht in der Nacht, sondern am Tag.

4. Wie gut erträgst du deine Umgebung?

Menschen brauchen andere Menschen, um sich als Menschen zu fühlen. Wir arbeiten zusammen, leben zusammen, lieben, essen, streiten und schwitzen gemeinsam. Wir knüpfen Beziehungen, und manchmal ist es auch Zeit, sie zu kappen. Das wird schwierig, sobald es sich um die Familie handelt.

Als Mutter, Vater, Partner, Tochter oder Sohn: Wenn du dazu neigst, in den Beziehungen deines Lebens immer die Person zu sein, die die anderen stützt, die gibt und gibt und nie empfängt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis du zusammenbrichst.

Um die Qualität deiner Beziehungen nüchtern zu betrachten, was ist zu ertragen (dein CSU-Onkel, die rechthaberische Schwester, der überhebliche Kollege), was nicht (...bitte selbst einfügen), braucht es Abstand und eine freundliche, warme Atmosphäre.

Das Gute an einem Retreat: Ohne langweilige Ratgeber, langjährige Therapien und teure Coachings wirst du irgendwann ganz unspektakulär einen kleinen Geistesblitz haben. Wenn niemand etwas von dir erwartet, wirst du von alleine darauf  kommen, was du bereit bist zu schultern und was nicht.

5.  Bist du glücklich?

Die Frage ist albern, denn wir wissen nach der „Glücksschwemme“, die uns die Glücksforschung der letzten beiden Jahrzehnte eingetragen hat, dass Glück nichts ist, worauf man ein Recht hat. Wenn wir nach etwas streben sollten, dann schon lieber nach Zufriedenheit. Das ist ein realistisches Ziel, das können wir erreichen.

Als Frage ist die Glücksfrage aber nicht schlecht. Denn sie zwingt uns zum Nachdenken. Was ist Glück für uns? Wie würden wir gerne leben?

Hier schließt sich der Kreis. Denn mit dieser Frage, wenn du sie dir aufrichtig stellst, wirst du alle oben angeführten Fragen beantworten müssen: Kannst du mit deiner Arbeit leben? Fühlst du dich wohl in deiner Haut? Fühlst du dich isoliert, obwohl du ständig unter Leuten bist? Bist du unruhig und müde zugleich? Lebst du zuviel in der Vergangenheit? Fühlen sich deine Begegnungen mit anderen Menschen künstlich an?


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Es gibt die unterschiedlichsten Retreats. Du kannst nach Bali fahren, nach Thailand, in einm 6 Sterne-Hotel oder in einem Matratzenlager im Ashram schlafen. Seit jeher, und lange, bevor der Tourismus dieses Bedürfnis zum Trend ausgerufen hat, hatten Menschen das Bedürfnis, sich von Zeit zu Zeit zurückzuziehen, um fernab des gewöhnlichen Lebens in sich zu gehen. Manche Menschen brauchen diese Zeit der Stille an abgelegenen Orten, um den Trubel eines globalisierten Lebens Zuhause zu ertragen, manche hoffen auf Geistesblitze, manche einfach nur darauf, ein paar Tage ungestört auftanken zu wollen.

Es gibt Gott sei Dank keine Retreatregeln, die festlegen, wie ein Retreat sein muss. Letztlich entscheidet jeder selbst, was und wieviel Luxus, wieviel Yoga, Strand und Natur er braucht, um zur Ruhe zu kommen. Es gibt aus klimapolititschen Gründen viele Yogis, die Fernreisen mit Recht ablehnen, andere fahren zu Hause Fahrrad, essen kein Fleisch, wollen aber auf Exotik nicht verzichten. Gott sei Dank gibt es genügend Angebote, damit jeder selbst wählen kann.

Eines aber ist sicher: Ein Retreat kann viel, aber nicht alles. Statt Antworten findest du vielleicht nur Fragen. Aber du wirst etwas erfahren über dich, das dich weiterbringt.

Was hast du gedacht, als du diese Liste gelesen hast? Hast du heimlich genickt, dich aufgeregt, weil wir etwas vergessen haben, zwischendurch schnell etwas gegessen oder dein Handy gecheckt?

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